Leider habe ich schon beim Studium des Originals festgestellt, dass der
Inhalt nicht dem Anspruch des Titels gerecht wird.
Nach dem Titel müsste man annehmen, alle Güter und Höfe zu finden. Das
ist aber nicht an dem.
Wenn ich z. B. auf die Karte von Insterburg schaue, fällt mein Blick auf
die Güter Eckertshof und Albertshof (nur als Beispiel), und diese sind -
wie viele andere - in der Aufstellung nicht enthalten.
Hast Du eine Vorstellung, nach welchen Kriterien die auswahl getroffen
wurde? <<
Die Güteradressbücher sind entstanden aufgrund der rückgemeldeten Daten der
Grundbesitzer. In der Ausgabe 1932 bestand zumindest der Anspruch, alle
Besitzungen über 20 ha zu erfassen. Wenn ein Landwirt die Anfragen nicht
zurückgesandt hatte, tauchte er nicht auf.
Vielleicht ist es in dem Zusammenhang erwähnenswert, daß die früheren
Ausgaben sich auf andere Hofgrößen beziehen: in der Auflage 1922 sind alle
Besitzungen ab 50 ha erfaßt; in der Auflage 1912 nur die richtig großen Güter (eine
genaue Untergrenze der Größe ich mir hierzu nicht bekannt - ich schätze ab 100
ha). Man kann sich also die Mühe sparen, kleinere Höfe in den älteren
Ausgaben zu suchen.
Grüße aus Berlin
Viktor