Niederschlesien August 2001 - Antwort

Hallo Günther und die anderen,
inzwischen ist ja Ausländerfeindlichkeit in Deutschland der schlimmste Straftatbestand. Dabei weiß eigentlich keiner, was alles darunter zählt. Nun werden abfällige Bemerkungen über Dönerbuden auch schon als Ausländerfeindlichkeit gebrandmarkt. Liebe Landsleute, bleibt doch bitte auf dem Teppich und verwechselt nicht Kritik an Zuständen mit solcher an Personen oder Volksgruppen. Ich kann in meinem Beitrag keine, nach meinem Verständnis, ausländerfeindliche Bemerkung entdecken. Ich erspare es mir, als Bestätigung für meine Lauterkeit die Ausländer aufzuzählen, mit denen ich freundschaftlich verbunden bin. Da gehöre ich mit zu den "Guten", wie andere.
Dönerbuden finde ich grässlich, genauso, wie Bockwurstbuden - und wer mal von Schmilka in Böhmische fährt und in Herrnskretschen die endlosen Ständer der Vietnamesen sieht wird mir bestimmt auch beipflichten.
Lasst mir bitte auch meine Meinung, dass ich ein Welt, in der es unterschiedliche Völker, Sprachen, Kulturen weiterhin gibt, besser finde als Multikulti.
Ihre Belehrungen kann ich noch akzeptieren, werter Günter Böhm, Hilden, nicht aber den Schlussabsatz Ihres Beitrages. Dafür wäre eigentlich eine Entschuldigung fällig. Unsere Gesellschaft war eigentlich mal stolz, pluralistisch zu sein. Das ist aber schon lange her!
Gruß Wolfgang

Lasst mir bitte auch meine Meinung, dass ich ein Welt, in der es
unterschiedliche V�lker, Sprachen, Kulturen weiterhin gibt,
besser finde als Multikulti.
Gru� Wolfgang
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Lieber Herr Leistritz,

das f�ngt schon bei der Sprache an. Brauchen wir eigentlich in un-
serer Sprache die vielen englischen Ausdr�cke? Die Franzosen haben
ein Gesetz, das diesen Gebrauch einschr�nkt. Beispielsweise kennen
die nur einen T�l�copieur = Fernkopierer anstatt Fax. Mu� man drei
oder mehr Sprachen in einem Satz haben? Ich bin f�r eine Trennung,
damit unsere Sprache m�glichst rein bleibt. Das hindert aber nicht
daran, auch Briefe auf Englisch oder Franz�sisch zu schreiben. Man
mu� auch da unterscheiden, was n�tzlich und dienlich ist. Ich habe
nichts gegen Pizzab�cker in Italien, habe aber in meinem Leben bis
jetzt noch keine Pizza gegessen. In Luxemburg haben wir sogar Orte
mit mehr als 50 Prozent "Ausl�ndern", die aber schon im Kindergar-
ten Luxemburgisch lernen m�ssen. So will man kurzfristig die Inte-
gration oder besser Eingliederung dieser Bev�lkerungskreise errei-
chen. Das Ziel ist ganz eindeutig, damit kein Multikulti-Allerlei-
Durcheinander entstehen kann, sondern eine einheitliche Kultur und
Gesellschaft. Die Luxemburger sind sehr stolz auf ihre Sprache und
ihre Unabh�ngigkeit und das wird schon im Kindergarten vermittelt.

Ganz herzliche Gr��e aus Luxemburg

Gerd M�llenheim