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Hallo Martin,
vielen Dank f�r Deine Nachricht. Da ich den Lebensweg meiner Gro�tante gern
etwas n�her erforschen m�chte, interessierte mich:
Wie war das mit dem Verlassen von Breslau, bis wann durfte man nicht, wann
sollte man und ab wann machte die Erkl�rung der Festung eine Flucht ohnehin
unm�glich?
Vielleicht kannst Du mir weiterhelfen?
Am Sonntag, dem 21. Januar 1945 haben wir unser Dorf Lohe - ca. 500 Einwohner -
verlassen. Wir hatten es gut, denn durch das Gut/Dominium und die Bauern hatten
wir ausreichend Pferdefuhrwerke und landeten zum Schlu� im sch�n gelegenen
Ullersdorf an der Biele Kr. Glatz. Lohe liegt s�dlich von Breslau und ein paar
Kilometer von der Stadtgrenze entfernt.
Vorher war ich aber im Nachbarort Klettendorf Kr. Breslau - fast 3.000
Einwohner, Stand 1939 - gewesen, um Oma Herfort (1867) Bescheid zu sagen, da�
sie mit uns fl�chten sollte. Sie wohnte in der N�he der fr�heren evangelischen
Kirche, bei welcher die Ausfallstra�e/alte Handelsstra�e (E 12) in Richtung
Glatz bzw. die E 83 nach Schweidnitz - vorbei am Zobten - vorbeigeht. Mitte
Januar 1945 stand ich dort staunend, wie die Breslauer zu Fu� ihre Stadt
verlie�en bzw. verlassen mu�ten. Haupts�chlich waren es M�tter mit ihren Kindern
oft noch einen Kinderwagen schiebend. Auch waren alte Leute mit einem Handwagen
dabei. Dieser Menschenzug wollte nicht enden.
Meines Wissens war das um diese Zeit f�r die Breslauer der einzige noch offene
Fluchtweg, denn das spielte sich links der Oder ab, und zwar s�dwestlich von
Breslau. Auf der rechten Seite gegen Osten war schon der Russe, dort war
Kampfgebiet. Manches Mal h�rte man mehr morgens aus Richtung Ohlau
Kanonendonner.
Um diese Zeit fuhren auch noch Personenz�ge von Breslau Hauptbahnhof nach
Schweidnitz oder nach Gnadenfrei �ber Koberwitz/R��lingen Kr. Breslau. Die Z�ge
waren sehr �berf�llt, aber ebenfalls der Breslauer Hauptbahnhof.
Zu Deinen weiteren Fragen h�rst Du in den n�chsten Tagen.
Hallo Martin,
danke f�r Deine Schilderungen, die mich ....
Hallo Wolfgang!
Im Juli 2001 schrieb Manfred Wenzel aus Klettendorf Kr. Breslau:
"Von Kostenblut �ber Kanth, also entlang der Autobahn Berlin/Breslau, erfolgte
der Hauptsto� der Roten Armee, die die Oder n�rdlich Breslau �berschritten hatte
und die Stadt Breslau vom S�den her angriff. Ein weiterer Oder�bergang erfolgte
�stlich bei Ohlau und die Vereinigung beider Armeeteile (Zangenbewegung)
erfolgte am 14.2.1945 bei Bettlern Kr. Breslau. Damit war Breslau
eingeschlossen. Klettendorf - knapp 2 km entfernt von Bettlern - wurde einen Tag
sp�ter am 15. Februar 1945 von der 309. Sch�tzendivision unter Oberst Boris Lew
mit drei Regimentern nach mehrst�ndigem Kampf erobert."
Hallo Martin,
danke f�r Deine Schilderungen, die mich
Guten Morgen Wolfgang!
Unter anderem gibt es das Buch von Guido Knopp "Die gro�e Flucht"
Das Schicksal der Vertriebenen
Gebunden mit Schutzumschlag
und zahlreichen Abbildungen
352 Seiten EUR 25,00
Gelesen habe ich es noch nicht. Bei weiteren Fragen melde Dich bitte.