Namenverzeichnisse zu den standesamtlichen Urkunden im Staatsarchiv Hamburg

Hallo Listenleser,

wie schon bekannt gemacht, hat die Genealogische Gesellschaft Hamburg e.V. (http://gghhev.de) die digitalisierten Namenregister zu den standesamtlichen Eintr�gen f�r die im Staatsarchiv Hamburg befindlichen Personenstandsb�cher zur Nutzung auf den Bibliothekscomputern erhalten. Zu den �ffnungszeiten der Bibliotheken kann man in den Registern recherchieren.

Das Staatsarchiv hat jetzt begonnen, diese Namenregister auch auf der Internetseite des Staatsarchivs online zu stellen, bisher sind Finkenwerder und Othmarschen vorhanden:
http://www.hamburg.de/kulturbehoerde/332-5-standesaemter/4133090/start.html

Geplant ist vom Staatsarchiv, auch die eigentlichen Personenstandsb�cher zu digitalisieren, indexieren und online zu stellen, die Arbeit soll allerdings kostenlos f�r das Staatsarchiv erfolgen. Deshalb wurde ein Interessenbekundungsverfahren eingeleitet, die Arbeiten zu vergeben gegen Nutzung der Daten auf Konzessionsbasis, voraussichtlich wird ancestry den Zuschlag erhalten. Dann wird es sicher noch einige Jahre dauern, bis die Bearbeitung vollst�ndig erfolgt ist und man kann/muss dann bei ancestry die Daten erhalten (f�r entsprechende Zahlungen an ancestry). Wie die Benutzung dann im Detail im Staatsarchiv erfolgen soll, ist noch nicht gekl�rt.

Viele Gr��e

Sabine Paap

Liebe Listenleser,

nach dieser Nachricht von Sabine Paap überrascht mich nun garnichts mehr !

Die finanziell schlecht ausgestatteten Staatsarchive, suchen sich per
"Interessenbekundungsverfahren" private Finanzierer auf "Konzessionsbasis"
und entscheiden eigenständig über den Zuschlag, wer z.B.
Personenstandsregister digitalisieren, indexieren und online stellen darf.
Zur näheren Auswahl soll nun ausgerechnet ANCESTRY gehören, deren
Datenschutz und Eigentumsrechte nach den amerikanischen, bzw. israelischen
Normen vorgegeben sind.
Wie blöd kann man eigentlich sein, so etwas zuzulassen, bzw. uninformiert
eine Struktur auszubauen, die zum Ausverkauf der Staatsarchive führt.
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann oder wo eine öffentliche
Diskussion über dieses Vorhaben stattfand. Seit wann entscheiden
Staatsarchive über bürgereigene Daten, noch dabei, wenn der Zugang dazu
dann über eine Mitgliedschaft eines Ahnenverbands abhängig wird ?
Der Aushöhlung bürgerlicher Rechte wird hier extrem Vorschub geleistet und
zum Ahnen-Facebook generiert.
Mir scheint, das der Verdummungsprozess eine weitere Etappe zur
Entprivatisierung der Menschen einschlägt. Diesmal nun bei den begehrlichen
und sozialen Profilen aller, die sich für ihre Vorfahren interessieren, mit
dem Ergebnis, sie noch besser einordnen zu können !
Wer so etwas zulässt, gibt sich letztlich selbst auf und handelt fahrlässig.
Vielleicht sollten Ahnenforscher nun endlich anfangen, einmal über Big Data
nachdenken!
George Orwell schrieb schon in seinem Buch "1984" : "Wer die Vergangenheit
beherrscht, beherrscht die Zukunft."

Gruß
Helmut Dörnatt

#hdtthu*

Liebe Mitleser,
ein Blick auf die Homepage von ancestry.de zeigt: Es ist (leider) alles
schon zu spät: Diverse (staatlich) Institutionen - u.a. auch das
Hamburger Staatsarchiv - werden dort bereits als "Partner" geführt
(siehe hier: Ancestry® | Ahnenforschung, Stammbaum und Familiengeschichte).
Damit ist dann wohl der freie Zugang zu den Daten unserer Vorfahren
Geschichte.
Es siegen wieder einmal die kommerziellen Interessen staatlichen Stellen
über die Vernunft. Freiheit ist Geschichte...
Viele Grüße
Andreas (Helweg)

Hallo Listenleser,

mein Anliegen war die Information �ber die, wenn auch bescheidenen, Suchm�glichkeiten zur Archivalienbestellung im Staatsarchiv Hamburg. Ich verstehe, dass die Zust�nde nicht zufriedenstellen k�nnen, aber Meckerei und Emp�rung hier in der Liste werden leider nichts ver�ndern. Dazu muss man sich an die zust�ndigen Entscheidungstr�ger, also die Leitung des Staatsarchivs und die Kultursenatorin wenden und dort Kritik �ben.

Das Staatsarchiv ist schon l�nger "Partner" von ancestry, denn die Hamburger Passagierlisten sind dort ebenfalls kostenpflichtig online einzusehen. Daf�r kann man im Lesesaal des Staatsarchivs an 3 langsamen Computern das gesamte Angebot von ancestry kostenlos einsehen. Immerhin ist es auch weiterhin m�glich, die verfilmten Original-Passagierlisten im Staatsarchiv auch an den Filmleseger�ten anzusehen.

Dabei liest sich das Selbstverst�ndnis und die Au�endarstellung des Staatsarchivs auf der Internetseite so gut:
"Archive verf�gen wie wenige Institutionen �ber einen multimedialen Reichtum an einmaligen Informationen. Diese seit Jahrhunderten auszuw�hlen, zu sichern und Ihnen aus erster Hand schnell zu vermitteln - das macht die Kompetenz der Archive aus. Damit helfen sie Ihnen, die vielf�ltigsten Fragen der Zeit zu beantworten.

Das Staatsarchiv Hamburg leistet diesen professionellen Service seit 300 Jahren. Mit seinen �ber 30.000 Metern an Unterlagen der hamburgischen Verwaltung sowie bedeutender privater Einrichtungen und Pers�nlichkeiten der Stadt h�lt es als

     Partner der Verwaltung
     Dienstleister f�r die historisch interessierte �ffentlichkeit
     Bewahrer rechtlicher Zeugnisse und einmaligen Kulturgutes

f�r jedermann die erforderlichen Informationen zur Freien und Hansestadt bereit.

Das Staatsarchiv Hamburg:
eine elementare St�tze der modernen Informationsgesellschaft."

"Das Staatsarchiv ist f�hrend darin, Ihnen Zugang zu Verwaltungsinformationen zu verschaffen. Das betrifft zum einen das historische Schriftgut der hamburgischen Beh�rden und Einrichtungen, das als Archivgut f�r Sie bereit steht. Zum anderen umfasst es die Vorlage von Registraturgut des Staatsarchivs selbst, also von laufenden Akten. Indem das Staatsarchiv mit der Bereitstellung sowohl von Archivgut als auch von Registraturgut Transparenz und jederzeitige Nachvollziehbarkeit von Verwaltungshandeln sicherstellt und Beh�rdenwillk�r verhindert, leistet es einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung unserer Demokratie."

Usw. usw. ....
Am 8. M�rz ist "Tag der offenen T�r" im Staatsarchiv, vielleicht kommt sogar kurz die Senatorin vorbei und man k�nnte mal ...

Ein genealogisch erfolgreiches Jahr 2014 w�nscht

Sabine Paap

Liebe Listies,

   bei allem Respekt fuer den freien und kostenfreien Zugang zu
   historischen Quellen. Aber erstens verlangen auch die staatlichen
   Archive Gebuehren fuer die familiengeschichtliche bzw. genealogische
   Forschung, was mir deshab nicht schmeckt, weil damit ein Unterschied
   zur "professionellen" Forschung der Hochschulen unterstellt wird. Aber
   im Halbjahr knapp 30 Euro bei ancestry und dafuer gerade fuer uns
   Norddeutsche ein ueberaus reich gedeckter Tisch leicht zugaenglicher
   Quellen (z.T. suchbar aufbereitet) finde ich nicht wirklich
   unverschaemt fuer eine zugegebenermassen gewinnorientierte Firma.

   Ein frohes und erfolgreiches neues Forschungsjahr 20124 wuenscht allen
   in den Nordlisten

   Juergen (Seemann)

   Schwerin

Moin allerseits,

Am 8. M�rz ist "Tag der offenen T�r" im Staatsarchiv, vielleicht kommt
sogar kurz die Senatorin vorbei und man k�nnte mal ...

Man k�nnte ja auch mal seinen Unmut an der richtigen Stelle ablassen:

Dr. Svenja Zell
Pers�nliche Referentin [der Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler]
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
Tel. 040 42824-206
svenja.zell@kb.hamburg.de

Gabriele Stellfeld
Sekretariat Senatorin Prof. Barbara Kisseler
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
Tel. 040 42824-203
Fax 040 427924-014
gabriele.stellfeld@kb.hamburg.de

Anja Sperling
Sekretariat Staatsrat Dr. Nikolas Hill
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
Tel. 040 42824-204
Fax 040 427310051
anja.sperling@kb.hamburg.de

Staatsarchiv Hamburg
Kattunbleiche 19
22041 Hamburg
Tel. 040-42831-3200
poststelle@kb.hamburg.de
poststelle@staatsarchiv.hamburg.de

Liebe Listenleser,

mein Anliegen ist, ohne "Meckerei" aufklärend Empörung zu vermitteln, wie
die Leitung von Staatsarchiven (unter Leitung von Kultursenatoren) Daten
von z.B. Namensverzeichnissen an Firmen (Ancestry) weitergibt. Für
standardtisierte Schönfärberei der Behörden über ihr Tun mag sich jeder
eigene Gedanken machen, wenn sie ihre Unabhängigkeit verlieren. Das kennt
man auch von den verkauften Wasserwerken etc...

Ich hatte den Link von Andreas Helweg bisher übersehen und bin nun dankbar
dafür, weitere Gewissheit über Unfreiheiten zu erlangen.

Zu gut erinnere ich mich an die kürzliche Auseinandersetzung über
sogenannte wichtige Adressen für Timo Kracke zur Roots Tech 2014, der im
Auftrag von Compgen und ihr komissarisches Vorstandsmitglied, für den
weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit Ancestry, Myheritage oder Fam.Search
vorgesehen ist.
Wer sich das Management dieser Firma anschaut
www.myheritage.de/management, wird sich schon ordentlich die Augen
wischen, mit welcher "hochkarätigen"
Truppe die Firma ausgestattet ist. Interessant sind dann besonders die
Verbindungen dieser ehrenwerten Gesellschaft, die Aufkäufe vieler ehemalig
unabhängigen Forschervereinigungen, die geplanten und vollzogenen
Zusammenschlüsse usw. Myheritage ist also der Motor dieses Konklomerates
bei dem sich auch Fam.Search und Ancestry auf den Zusammenschluss
vorbereiten, oder besser, im Tausch von Daten und Suchmaschinen
vereinheitlichen. GenealogieNet will da nicht draussenstehen und bietet
"seine" Daten im Verbund mit den Staatsarchiven den grossen Playern an. Mit
anderen Worten kommerzialisiert sich die Ahnenforschung zum Big Data mit
allen Auswirkungen die wir parallel von der NSA-Affäre schon kennen.
30€ für ein halbes Jahr bei Ancestry, ist das "Bauernfangen" für alle, die
unüberlegt und vertrauensselig etwas abschöpfen wollen und das möglichst
schnell. Sie wissen nicht oder verdrängen, dass sie längst auch mit allen
ihrer Internetdaten bezahlen werden, denn gleich einer Rasterfahndung sind
hier die Kombinationen der Familienprofile von Interesse.

Ich bin auf dem besten Wege diese Einfalltore und Hintertüren zu schliessen
und werde Wohl aber Übel Fam.Nord und andere verknüpfte Foren oder Vereine
verlassen müssen.
Meine Ahnen werden dann nicht so sehr digitalisiert sein, jedenfalls nicht
mit meiner Hilfe.
Überraschend finde ich, dass fast weltfremd, jegliche kritischen und
konstruktiven Diskurse sofort plattgebügelt werden, wenn die "offizielle
Meinung" wortspalterisch agiert oder achselzuckend niedere Instinkte
anspricht um dem Mainstream gerecht zu werden.
Ich werde es darum aufgeben, hier gegen den Strom der Einfalt zu schwimmen.
Es reicht.
Gruß
Helmut Dörnatt

#hdtthu*

Hallo zusammen,
ich mische selten hier auf der FamNord Liste mit, weil ich leider sehen muss, dass häufig aus gut gemeinter Weitergabe von Informationen (wie auch in diesem Fall) eine Grundsatzdiskussion zu dem Thema oder auch nur zu Nebenthemen wird.

Aber hier kann ich die Aufregung ehrlich gesagt nicht verstehen. Es wird weiterhin die Möglichkeit geben, die Unterlagen persönlich vor Ort im Staatsarchiv Hamburg einzusehen. Gegen Gebühr selbstverständlich. Und wenn dann etwas abfotografiert oder ausgedruckt werden soll, kommt noch etwas dazu.

Der einzige Vorteil, den ancestry also bietet, ist die Indexierung und die Möglichkeit, bequem aus dem eigenen Wohnzimmer zu forschen. Besonders für Auswärtige erleichtert das die Forschung doch sehr. Und dafür bezahlt man natürlich. Umsonst ist der Tod.. und noch nicht einmal das.

Und Firmen wie ancestry mit der NSA und Rasterfahndung zu vergleichen, finde ich dann doch weit hergeholt und auch schon fast ausverschämt. Und nein, ich stehe dort nicht auf der Gehaltsliste. Weder bei ancestry noch bei der NSA.

Wer nicht möchte, dass etwas über sich bekannt wird, darf nichts von sich preisgeben und muss sich vollkommen abschotten. Was allerdings wieder die Forschung und den Austausch mit anderen Forschern schwierig macht.

Und Herr Dörnatt, das ist weder weltfremd noch "bügele ich etwas platt", ich habe nur ein anderes Verständnis von dem Umgang mit Daten, auf denen kein copyright liegt und deren Digitalisierung und Veröffentlichung auch keinen Verstoß gegen das Datenschutgesetz darstellen.

Damit wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und schau'n wir doch erstmal, was genau passiert.

Viele Grüße
Barbara Schmidt

Sehr geehrter Herr Doernatt (und liebe Liste),

   ich persoenlich empfinde Ihre Ausfuehrungen nicht im Entferntesten als
   "Meckerei", sondern teile vielmehr Ihre Empoerung und Ihren gerechten
   Zorn ueber den Ausverkauf unseres Kulturguts!

   Es ist wieder einmal typisch fuer unsere Politiker, Tafelsilber zu
   verscherbeln, natuerlich ohne uns dummes Wahlvolk (= den Souveraen...)
   zu befragen.

   Zweckdienlich faende ich nun eine konzertierte Aktion, z.B. als
   Mailing-Liste FamNord oder evt. ueber ChangeOrg o.ae.
   Moeglicherweise ist das hilfreicher, als wenn einige von uns
   kleckerweise Verantwortlich anschreiben und einzeln abgebuegelt bzw.
   ignoriert werden, was wesentlich wahrscheinlicher ist.

   Liebe Listenteilnehmer, wie steht Ihr zu solchen Ideen?

   Mit freundlichen Gruessen

   Roswitha Lindemann

Hallo Roswitha

Die armen Amerikaner m�ssen doch Geld verdienen sonst f�llt euer Wirtschaftssystem zusammen. Ihr seit auf dem Export angewiesen.

Dies ist eine zynische Bemerkung.

Was ihr machen sollt, euch hinter eure Abgeordneten im Bundestag klemmen und die geh�rig unter Druck setzen. Leider habe ich festgestellt das von etwa 20 Leuten in verschiedenen St�dten der Republik die ich befragte keiner wusste f�r wen er gew�hlt hatte und nicht die Office Anschrift wussten um dort anzurufen.

Demokratie ist mehr als einmal alle vier Jahre zu w�hlen.

Uwe

Uwe-Karsten Krickhahn
Medicine Hat, Alberta
Canada
www.kartenmeister.com

Ban one-way plastic bags!

Auswandern nach Kanada? Selbst�ndig machen?
www.edalliance.ca

Moin allerseits,

Hallo zusammen, ich mische selten hier auf der FamNord Liste mit,
weil ich leider sehen muss, dass häufig aus gut gemeinter Weitergabe
von Informationen (wie auch in diesem Fall) eine Grundsatzdiskussion
zu dem Thema oder auch nur zu Nebenthemen wird.

wieso leider? Gelegentlich ist es notwendig, über den eigenen kleinen (Forscher-)Tellerrand hinauszusehen und Grundsatzdiskussionen zu führen. Auch in einer Mailingliste. Und dies ist m.E. solch ein Fall.

ich habe nur ein anderes Verständnis von dem Umgang mit
Daten, auf denen kein copyright liegt und deren Digitalisierung und
Veröffentlichung auch keinen Verstoß gegen das Datenschutgesetz
darstellen.

Daß das Staatsarchiv HH so agieren DARF, wie es das tut, ist unstrittig. Die grundsätzliche(!) Frage ist, ob es das tun SOLLTE. Viele von uns finden das Vorgehen des Staatsarchivs nicht richtig und äußern das hier. Gut so! Allerdings: Hinterm warmen Ofen zu knurren, wo es niemand hört, nützt leider nichts. Die richtigen Adressen für Unmutsbekundungen zum Thema hatte ich ja bereits bekanntgegeben.

Hallo Dieter,
gegen Äusserung von Kritik habe ich nichts, wenn sie konstruktiv ist, sogar im Gegenteil. Allerdings (da stimme ich Dir zu) dann auch da, wo sie gehört werden muss, wenn man etwas ändern möchte.
Was ich nicht mag, sind Stammtischvergleiche mit NSA und Orwell'schen Verhältnissen. Das finde ich vollkommen unangebracht und schürt nur die Paranoia vor der bösen Datenkrake, die sich da draussen irgendwo rumtreibt. Und irgendwelche Ankündigungen, die Liste und andere Vereine zu verlassen, ändert auch nichts an der Entscheidung.

Und LEIDER weil sich manche Diskussionen hier über Tage, ja teilweise Wochen hingezogen haben und es nur noch darum ging, wer wen anzickt. Und das spamt meine Mailbox zu, dabei möchte ich da gerne Tips und Tricks zur Ahnenforschung finden.

Von daher kann ich mich der Empfehlung nur anschliessen: wem die Entscheidung nicht passt, sollte sich an die zuständige Senatorin wenden.

Ich werde mich dem allerdings nicht anschliessen, da ich der Meinung bin, dass eine Digitalisierung in dieser Form mehr Vor- als Nachteile bringt.

Viele Grüße
Barbara

Hallo Barbara,
kann Dir nur voll zustimmen. Selbst für einen "Nachbarn" aus Schleswig
Holstein (Kreis Segeberg) wie mich wird Ahnenforschung über Ancestry
wesentlich kostengünstiger und einfacher als im Staatsarchiv Hamburg.
und Hallo Detlev (Ziemann)

Die grundsätzliche(!) Frage ist, ob es das tun SOLLTE. Viele von uns
finden das Vorgehen des Staatsarchivs nicht richtig und äußern das hier.

ich habe da eine andere Vorstellung von viele.
Herzliche Grüße, guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2014
Michael (Daxer)

Guten Morgen,

gewiss! Aber doch bitte sachlich statt in der agitatorischen Form die Herr D�rnatt hier anschl�gt. Kennt eigentlich �berhaupt jemand den Vertrag zwischen Ancestry und dem Staatsarchiv? Wenn nicht, wird hier doch stark spekuliert. Die L�sung mag uns nicht gefallen, aber die Hanseaten haben schon immer recht pragmatisch gehandelt.

Was �ndert sich denn im Staatsarchiv? Zun�chst nichts. M�glicherweise gibt es nach der Indexierung auch an den Inhouse-PCs des Lesesaals die Indexsuche. Wenn nicht w�re der Vertrag schlecht verhandelt.

Die Bayerische Staatsbibliothek l�sst sich bei der Digitalisierung ihrer Best�nde von Google helfen. Allein w�re das unm�glich zu schaffen. Auch hier gab es anfangs einige Emp�rung. Die Digitalisate sind nun auch �ber den OPAC erreichbar. Wunderbar.

Gr��e
Peter Teuthorn

Liebe Frau Schmidt,

Ich möchte mich für ihre klaren Worte bedanken und sehe es ähnlich. Die Daten, die Preis gegeben werden sind Daten die jedem, der sie im Archiv einsehen möchte, sowieso im Archiv zur Verfügung stehen. Des weiteren kommt hinzu, daß das Hamburger Staatsarchiv keine Daten an Anfragesteller sendet. Man muss entweder selbst hinfahren oder jemanden mit der Suche beauftragen.

LG Andrea

Liebe FamNordies,

eigentlich wollte ich mich nicht zu diesem Thema äußern, aber nun doch, aus 3 Gründen:
a) Detlef Ziemann kann ich bei der Aussage zu den notwendigen (freien und offenen) Diskussionen in Mailinglisten nur zustimmen
b) Nachrichten von Einzelpersonen an die politisch Verantwortlichen halte ich für sinn- und (leider wohl auch) folgenlos -> Gruppen bilden (Vereine und Arbeitsgruppen)
c) ein weiterer Aspekt: fehlende Chancengleichheit bei der Erfassung historischer Daten für unterschiedliche Antragsteller bei den Archiven (monetärer Hintergrund)

zu b) auch in HH und SH und MV gibt es Genealogische Vereine. Dazu noch den DAGV. Doch wohl nicht nur um Bibliotheken zu unterhalten und einmal im Jahr ein Jahrbuch herauszubringen.
Haben sich die dort Gewählten schon telefonisch abgestimmt, um eine gemeinsame Position bei einem Gespräch mit den Verantwortlichen im Archiv / der Politik zu vertreten ?
Ein Verein mit hunderten/tausenden von Mitgliedern hat sicherlich mehr Gewicht als jede Einzel-E-Mail an die politisch Verantwortlichen. Mehrere Vereine plus DAGV zusammen sollten zumindest Gehör finden.

zu c) ich selbst habe es in einigen Archiven erleben müssen, dass eine Zusammenarbeit -trotz Angebot der Übernahme aller Kosten für Verfilmungen, etc.- abgelehnt wurde und einige Zeit danach Ancestry die Daten übergeben wurden (soweit mir bekannt gegen höhere monetäre Zuwendungen). Dass das Archiv die Daten an Ancestry übergibt (auch gegen Geld) ist nicht der schlimme Punkt, sondern das Ancestry sozusagen das alleinige Recht zur Bearbeitung der Daten gewährt wurde. Sollen die Daten doch an mehrere Anfragende übergeben werden, so wird einerseits Monopolismus ausgeschlossen, andererseits können die Nutzer entscheiden, welchem Anbieter der bearbeiteten Daten sie vertrauen möchten. Vor allem denke ich, dass eine Bearbeitung im näheren Umkreis der ursprünglichen Datenquelle eine korrekte Wiedergabe fördert (z.B. wenn es um niederdeutsche Sprache geht, wohl sowohl amerikanische als auch indische Schriftleser regelmäßig versagen [müssen]).
Letzterer Punkt ist (leider) schon z.T. bemerkbar, wenn Mitarbeitende aus Süddeutschland norddeutsche Quellen bearbeiten (und sicherlich auch umgekehrt). Dies ist kein Vorwurf, leider (z.T.) Realität.

Freundliche Grüße
Björn Rogge

-----Ursprüngliche Mitteilung-----

???

Gr��e
Peter Teuthorn

Letzterer Punkt [korrekte Wiedergabe] ist (leider) schon z.T.
bemerkbar, wenn Mitarbeitende aus S�ddeutschland norddeutsche Quellen
bearbeiten (und sicherlich auch umgekehrt). Dies ist kein Vorwurf,
leider (z.T.) Realit�t.

???

Gr��e
Peter Teuthorn

Liebe Mitleser,
ich w�nsche allen ein gl�ckliches und gesundes Neues Jahr 2014.
Ich habe nicht vergessen, wie man in Stralsund die B�cher aus einem Archiv verscherbelte und musste man nur die
richtigen Leute beim Ausverkauf unseres Kulturgutes auf die F��e treten.
Erst die B�cher, dann die Daten unserer Vorfahren und was kommt dann?
Werden als n�chstes unsere Museen privatisiert?
Das kann es doch nicht gewesen sein?
Wie macht man es in D�nemark, dass jeder seine Daten im Internet und kostenlos suchen kann?
Habt Ihr schon einmal auf diese Seiten gesehen?

Denkt Ihr, dass bei einer derartigen Petition mit den Forderung an den Bundestag sich nicht genug B�rger sich mit ihrer Unterschrift hieran beteiligen werden?
Wir sind alle das Volk!
Lasst es nicht zu, dass unser Kulturgut verscherbelt wird.
Fordert Gesetze, die es verbieten unser Kulturgut zu verschachern.
Mit freundlichen Gr��en, Herbert (Helms).