Mühl(p)fort(h) im nördlichen Ostpreußen

Hallo Herr Schwarz!

Es
gibt allerdings eine - wie in der Literatur gesagt wird - bekannte Familie
Mühlpfort aus Insterburg; über diese konnte ich bisher allerdings nichts
Zusammenhängendes finden. Kann hier irgendjemand von Ihnen weiterhelfen.

Zusammenhängendes zu dieser Familie gibt es im Deutschen Geschlechterbuch Band 68 (= Ostpreußisches Geschlechterbuch. Band 2.) Görlitz 1930 auf den Seiten 197-236.

Viele Grüße

Carsten Fecker

Sehr geehrter Herr Schwarz,

zum Namen M�hlpfort kann ich folgendes beitragen:

Georgenburg bereits eine Stuterei des Deutschen Ordens, dann als Domaine in H�nden von P�chtern, hatte schon Mitte vorigen Jahrhunderts Refals Gest�t. Vom P�chter M�hlpfort war 1764 der braune Scheck Spinola, der von Persianer abstammte, f�r Trakehnen gekauft.

Einstweilen war schon 1692 von der Gemeinde (Tollmingkemen ?) ein kleines h�lzernes Gotteshaus mit Stroh-dach aufgef�hrt. Es war aber schon 1699 so bauf�llig, da� es gest�tzt werden mu�te. Da die Einziehung des Schosses von einem polnischen Gulden pro Hufe langsam von Statten ging und der Bau dadurch verz�gert wurde, so wandte sich die Regierung zu K�nigsberg auf von Lehwalds Antrag unterm 25.10.1694 beim Kurf�rsten dahin, da� im ganzen Amte Insterburg pro Hufe 8 polnische Gulden zum Mehlkemer Kirchenbau gescho�t werden m�chten. Der Kurf�rst genehmigte diese Bitte d. d. C�ln a. d. Spree 13.11.1694 und unterm 27.11.1694 er-hielt von Lehwald von der K�nigsberger Regierung den Befehl diesen Scho� einzuziehen und an den Pfarrer in Mehlkemen zu lassen. Da die Schatullhufen und die Kammer-�mter Kiau-ten und Jurgaitschen diesen Scho� zu zahlen sich weigerten, so befahl die Regierung am 21.5.1696 zu K�nigsberg dem Oberforstmeister von Schlieben den Kammermeister Pegau zu Kiauten und dem Geh. Kammerrat Cupner zu Jurgaitschen, diesen Scho� sofort zu zahlen. Da es dennoch sehr langsam mit Einziehung des Schosses ging, so befahl die Regierung zu K�-nigsberg den Scho� von Christian Ehrenreich Schwabe f�r das baltzerische, hanischen, lobi-schen und georgische Schulzenamt; Fabian Kalau f�r die kattenausche, petrucksche und stah-nischen Schulzen�mter; Leo f�r das Szabinische, Mattheische Fudainische (?) Schulzenamt, wie auch im Jurgaitschen; M�hlpford f�r das Kammeramt Kiauten und des Mistischen Schul-zenamt, den Scho� einzuziehen und an den Pfarrer in Mehlkemen abzuf�hren.

Ernst M�hlpfoodt aus Kiauten, vorher Adjuvant in Kraupischken, ist Dom. IV. p. Tr. 1695 (19.6.1695) introduziert. 1706 wurde er krank und erhielt Adjuvanten. Gestorben 18.4.1726

Mit freundlichen Gr��en

Hartmut Passauer
-------- Original-Nachricht --------

Hallo, lieber Herr HARTMUT PASSAUER
und hallo, auch lieber Herr SCHWARZ !

als alter, interessierter INSTERBURGER habe ich schnell
nochmal ins Einwohner-Meldebuch von 1937 geschaut und
festgestellt, dass es damals den Namen M�HLPHORT in
Insterburg Stadt jedenfalls schon nicht mehr gab.

Mit freundlichen Gr�ssen
Ihr
alter peter Conrad

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Peter Conrad, SWR-Redakteur a.D. -
e-mail: conrad-Peter@t-online.de -
homepage: www.ahnen-conrad.de -
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