Hallo an alle,
ich h�tte da noch einen eher lustigen Beitrag zu - erz�hlt von der Ahnenforscherin aus unserer
Familie, die sich die alten Familiengeschichten immer wieder hat von ihrer Gro�mutter , Elise
Diederichs, geb. Vick, ev. luth., Erzieherin bei Baron von Viereck, * Crivitz 19.03.1860, � Hamburg
w�hrend des Luftangriffes 28.07.1943 erz�hlrn lassen:
W�hrend der Napoleonischen Kriege hatten der Gutsp�chter zu L�ningsdorf, Georg Diederichs
(Diederichs, August Georg* Gottfried, ev. luth., Gutsbesitzer von L�ningsdorf; Puchow ; Frauenmarck
und Neu-Wendorf, * G�strow 14.08.1784, � Schoenfeld Gemeinde Sternberg 14.12.1858) und seine
Familie allerhand zu leiden. Auf dem Gut hausten franz�sische Offiziere , die sich, wie sich denken
lie�, wie K�nige bedienen lie�en und t�glich neue Forderungen stellten. So verlangte einmal ein
franz�sischer Offizier von der Gutsherrin (Sohie Michaelsen) 20 verschiedene Salate zum Mittagessen.
Sophie Diederichs befragte in ihrer Agst den Burschen des Oberst, wie und wo sie die her bekommen
sollte, aber der kannte die Launen seines Herrn und suchte auf den Feldern und Wiesen 20
verschiedene Kr�uter und Bl�tter und bereitete alle auf verschiedene Art zu. Der Herr Oberst soll
am Ende bei Tisch aus Mi�trauen gar nichts davon zu sich genommen haben.
Da wird er wohl richtig entschieden haben! Was sagt uns das? Zumindest, das "Salatessen" fr�her bei
den Mecklenburgern nicht "in" war! Hingegen bei den Franzosen sehr wohl! So w�re auch zu kl�ren,
welchen Einflu� auch die franz�sische Besatzung in Mecklenburg hinterlie�.
Ich �berlege gerade, seit wann man als Brotaufstrich Marmeladen und Konfit�ren kennt....und seit
wann der Gebrauch von Zucker zum S��en �berhaupt erst genutzt wurde - denn zum Wild hat man
vielleicht auch fr�her schon Preiselbeeren gegessen... Wikipedia sagt das dazu:
Marmelade – Wikipedia Geschichte:
Die erste marmelade�hnliche Substanz ist bis ins alte Rom zur�ckzuverfolgen. Ausgrabungen im Jahre
1937 haben in Tongef��en R�ckst�nde von Zwetschgenmus in Verbindung mit Zuckerrohr nachgewiesen.
Dieses Zwetschgenmus ist ein Vorl�ufer der heutigen Marmelade.
Marmelade mit Orangen, also Marmelade gem�� heutiger EU-Verordnung, wird bereits 1669 in London von
Samuel Pepys in seinem Tagebucheintrag vom 9. M�rz erw�hnt: "Ich trank dort zum ersten Mal
Apfelsinensaft, wohl einen halben Liter und in einem Zug. Aus den Schalen machen sie Marmelade. Den
Saft trinken sie wie Wein, mit Zucker, und er schmeckt k�stlich..."[5] Allerdings l�sst sich nicht
feststellen ob es sich um s��e Orangen oder bereits um Bitterorangen handelte. Konkret nachweisen
l�sst sich die Bitterorangenmarmelade erstmals in Dundee, Schottland. Sie wurde von der
Kaufmannsfrau Janet Keiller �erfunden�. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war ein spanisches
Handelsschiff aus der Region Sevilla durch aufkommenden Sturm gezwungen, den Hafen dieser Stadt
anzulaufen. An Bord gab es eine gro�e Menge nicht mehr ganz so frischer Bitterorangen, welche ihr
Mann, der schottische H�ndler James Keiller, als ein Schn�ppchen erstanden hatte. Da die Fr�chte im
Rohzustand nahezu ungenie�bar waren, kochte seine Frau diese kleinstgehackt mit sehr viel Zucker
ein, um sie damit letztlich erfolgreich in ein gut verkaufsf�higes Produkt zu verwandeln.[6] Diese
Marmelade wurde in ihrem S��warenladen zusammen mit anderen Marmeladen, die Jam genannt wurden,
verkauft.[7] Die sich schnell entwickelnde allgemeine Nachfrage lie� bald eine fabrikm��ige
Produktion f�r die sp�ter ber�hmte schottische Bitterorangenmarmelade entstehen und 1797 gr�ndete
die Familie Keiller bei Dundee die erste Marmeladenmanufaktur der Welt.[8][7]
Zur Geschichte von Zuckerrohr:
Geschichte
Die Geschichte der Nutzung des Zuckerrohrs begann um das 5. Jahrhundert v. Chr. im ostasiatischen
Raum, der auch als Ursprung der Pflanze gilt. Als urspr�ngliche Herkunftsgebiete werden der
Malaiische Archipel, aber auch Neuguinea und China angegeben, die genaue genetische Herkunft ist
aber unklar.
Durch Handel gelangte diese Pflanze um das 1. Jahrhundert nach Christus allm�hlich in den Nahen
Osten. Man entdeckte, dass der Zuckersaft kristallisiert viel l�nger haltbar und leichter zu
transportieren ist. Araber verbreiteten auf ihren Expansionsz�gen die Kultur des Zuckerrohranbaus
entlang der R�nder des Mittelmeeres u.a. bis Marokko und Sizilien. Ihnen gelang dank ausgefeilter
Technologien sogar der Anbau im f�r eine tropische bzw. subtropische Pflanze sehr hoch n�rdlich
gelegenen Zentralspanien. Westeuropa lernte den Zucker als Genussmittel im Gefolge der Kreuzz�ge
kennen. Die Kreuzritter �bernahmen in den von ihnen eroberten und besetzten Gebieten die Kontrolle
�ber den Anbau des Zuckerrohrs. Venezianische Kaufleute begannen bald darauf, Zuckerunternehmungen
in der N�he von Tyrrhus, auf Kreta und Zypern zu installieren. Zu einem massiven Einbruch in der
Zuckerproduktion im Mittelmeerraum kam es infolge der Pestepidemie im sp�ten Mittelalter. Manche
Historiker sehen in dieser Krise den eigentlichen Beginn der Verkn�pfung des arbeitsintensiven
Zuckerrohranbaus mit dem Einsatz von Sklaven. Nordafrika, Europa und der Mittlere Osten wurden
jahrhundertelang mit Zucker aus dem Mittelmeerraum beliefert; die dortigen Produktionsst�tten
verloren erst an Bedeutung, als die in der Neuen Welt entdeckten, f�r den Anbau klimatisch besser
geeigneten Gebiete die Vorherrschaft �bernahmen. Bereits auf seiner zweiten Reise im Jahre 1493
brachte Christoph Kolumbus Zuckerrohrstecklinge auf die Karibikinsel Hispaniola.[2] Die Portugiesen
brachten es auch nach Westafrika in die Bucht von Benin.
Wegen der schwierigen Verarbeitung war Zucker um diese Zeit aber noch immer sehr rar und f�r den
normalen B�rger nicht erschwinglich. Bis zur Z�chtung der Zuckerr�be aus der Runkelr�be Mitte des
18. Jahrhunderts blieb das Zuckerrohr die einzige Rohstoffquelle zur Zuckergewinnung.
In Mecklenburg selbst wird wohl Zucker erst sehr viel sp�ter hergestellt worden sein, wenn man die
Geschichte von Zuckerr�benanbau verfolgt:
Geschichte
Der Chemiker Andreas Sigismund Marggraf wies 1747 erstmals den Zuckergehalt der Runkelr�be nach.
1801, nach der erfolgreichen Selektion der wei�en schlesischen R�be, schuf der Physiko-Chemiker
Franz Carl Achard auch die Grundlagen der industriellen Zuckerproduktion. Die erste
R�benzuckerfabrik der Welt entstand in Cunern (Schlesien).
Um 1850 begann mit der Einf�hrung des Wanzleber Pflugs (Tiefkulturpflug) und der Drillmaschine die
Mechanisierung des Zuck
Entstehung
Die Zuckerr�be entstand gegen Mitte des 18. Jahrhunderts durch Z�chtung aus der Runkelr�be, wobei
gezielt auf einen hohen Zuckergehalt selektiert wurde. Dadurch konnte der Zuckergehalt von
anf�nglich 8 % auf 16 % (um 1800) gesteigert werden. Heutige Zuckerr�ben haben einen Zuckergehalt
von 18 bis 20 %. Zucker ist ein energiereiches Produkt der Photosynthese und dient der Pflanze als
Speichersubstanz.
Somit bliebe, was das S��en der Speisen anbetrifft nur noch der Honig �brig...und der wird wohl auch
nicht gerade billig gewesen sein!
Vielleicht tr�gt dieser Beitrag ja etwas zur Aufkl�rung hinsichtlich dem S��en von Speisen bei...
Liebe Gr��e - und Euch allen eine sch�ne Woche,
Cornelia Diederichs