Maschwitz - alles darüber gesucht

Liebe Ahnenforscher,
als ich vor 3 Jahren gerade den Vornamen meines Großvaters kannte und ich per
Zufall den arischen Nachweis eines Verwandten aus dem Jahr 1935 erhielt,
ahnte ich noch nicht, wo das alles endet. Diese Ahnenforschung ist spannender
als jede Fernsehsendung und füllt bei mir einen dicken Ordner und mehrere
Dateien auf dem Computer. Ich fasse mich kurz: Bisher konnte ich etwa 90 %
der in Deutschland und im Ausland lebenden Maschwitz-Familien (Nordameriaka,
Südamerika, Südafrika und Australien) im wesentlichen drei Stammbäumen
zuordnen: einer beginnend 1670 in Sommerfeld, Schlesien, ein zweiter 1723 in
Züllichau, Schlesien und zuletzt 1679 in Krippehna bei Leipzig. Es ist wohl
nur eine Frage der Zeit und Details, bis Züllichau und Sommerfeld eine
gemeinsame Verbindung haben. Insgesamt bin ich jedoch an einem toten Punkt
angekommen, da ich nicht so richtig weiß, wie ich an weitere Informationen
komme. Jens Kulbe aus Euern Forum (Kulbe@addcom.de) hat mir mit der Adresse
dieser Mailingliste hoffentlich den entscheidenden Tip für Antworten auf
meine folgenden Fragen gegeben.
1. Wer kennt Personen mit dem Namen Maschwitz aus Schlesien oder dem heutigen
Polen ?
2. Wie komme ich an Kirchenbücher oder Informationen aus Kirchenbücher
heutiger polnischer Orte
    ( vorzugsweise Sommerfeld, Züllichau, Gandau und Breslau) ?
3. Gibt es andere Informationsquellen außer Kirchenbücher, um den Wohnsitz(
oder Geburt, Heirat oder
    Tod ) einer Person zu ermitteln ?
4. Das Kirchenbuch des Ortes Krippehna beginnt 1673 nach dem Dreßigjährigen
Krieg. Nach Angaben des
    ehemaligen Pfarrers hatte der Ort nach den Kriegsereignissen nur noch 5
Einwohner. Der Ursprung
    slawischer Siedlungen in diesem Raum ist jedoch bis in das 10. Jahundert
nachweisbar.
    Sind jemendem übliche Dokumente oder Chroniken aus dieser Zeit bekannt,
die neben
    Gründungsangaben einess Ortes auch Infos zu den Einwohnern beinhalten ?
5. Für die Entstehung des Namens gibt es nach dem Studium entsprechender
Literatur in der Sächsischen
    Landesbibliothek Dresden 2 Varianten, bei denen die Vorsilbe den
Ausschlag gibt:
    1. MASC - mit seiner Bedeutung von "Netz" über die weiterentwickelten
Vorsilbenstämme
    Masco, Masch, Masche, Maske, Meske --> dies deutet auf einen beruflichen
Ursprung.
    Im Wohnstättenverzeichnis des deutschen Reiches von 1882 gibt es um
Leipzig 5 Orte mit dem Namen
    Maschwitz. Dabei handelt es sich nach Literaturhinweisen mit um die
westlichsten sorbischen
    Siedlungen aus der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert. In diesem
Zusammenhang ist der berufliche
    Ursprung eher zweifelhaft, da er sich wohl kaum über 1400 Jahre ohne jede
Veränderung erhält.
    2. MAS - "... es scheint hier ein aus vorgermanischer Zeit ererbter und
auf germanischem Boden im
    Untergang begriffener Stamm vorzuliegen... " (Zitatende). In der
Literatur wird hier dei Ausbreitung des
    Namens über das Römiche Reich nach Osteuropa und mit der Völkerewanderung
nach Mitteldeutsch-
    land erwähnt. Wer kennt hierzu einschlägige Literaturquellen ?
Für heute soll es erst einmal genug sein, sonst liest diese ellenlange Mail
keiner. Fragen gibt es allerdings noch reichlich. Ich bin für jeden Hinweis
dankbar.
Viele Grüße an alle Listenteilnehmer - Wolfgang Maschwitz

Hallo MaschwitzW@aol.com,

zur Mail vom Sun, 19 Aug 2001 06:19:11 EDT:

ein zweiter 1723 in
Z�llichau, Schlesien

Z�llichau ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises (ab 1816
Z�llichau-Schwiebus) in Ostbrandenburg, der Neumark.

In der Datenbank der Neumark-L kommt der Name nur in Varianten vor:

NAME;VORNAME;BERUF;ORT;KREIS;JAHR_VON;JAHR_BIS;QUELLE;FORSCHER;SNDX
Machwitz, von;;;*;Friedeberg/Nm.;1418;1418;gfriedeb;[0011];M231
Machwitz;Gottlieb_Ehrenhold;Braueigen;Z�llichau;Z�llichau-Schwiebus,Nm.;1751;1751;zuellich;[0040];M230
Machwitz;Sander;Vogt_der_Neumark;Landsberg/W.;Landsberg/W.,Nm.;1414;1414;laeckert;[0001];M230
Machwitz;;;Landsberg;Landsberg/W.,Nm.;1414;1414;gfriedeb;[0011];M230
Michwitz;;;K�nigsberg/Nm.;K�nigsberg/Nm.;1689;1696;kb_koeni;[0011];M230
Mickewitz;;;K�nigsberg/Nm.;K�nigsberg/Nm.;1685;1699;kb_koeni;[0011];M230
Mikwitz;;;K�nigsberg/Nm.;K�nigsberg/Nm.;1718;1718;kb_koeni;[0011];M230
Muschwitz v.;;;Allmosen;Cottbus,Nm.;1718;1718;klascott;[0001];M231
Muschwitz v.;;;Gahlen;Cottbus,Nm.;1718;1718;klascott;[0001];M231
Muschwitz v.;;;Gohra;Cottbus,Nm.;1718;1718;klascott;[0001];M231
Muschwitz v.;;;Kahren;Cottbus,Nm.;1718;1718;klascott;[0001];M231
Muschwitz v.;;;Leuthen;Cottbus,Nm.;1718;1718;klascott;[0001];M231
Muschwitz v.;;;Petershain;Cottbus,Nm.;1718;1718;klascott;[0001];M231
Muschwitz v.;;;Strau�dorf;Cottbus,Nm.;1718;1718;klascott;[0001];M231

Maczkewitz taucht bei den Siedlern des Ntzedistrikts auf...

N�here Angaben zu der/den einzelnen Fundstelle/n findet/n sich jeweils auf
der Webseite http://Neumark-L.bei.t-online.de/ <quelle> .htm (ohne die
spitzen Klammern und Leerzeichen).

N�heres zur Mailingliste Neumark-L siehe Signatur.

Gru�
Gerd Schmerse
Moderator Neumark-L

Guten Tag Herr Maschwitz,

was die Literatur ueber Voelkerwanderung und Besiedlung von Schlesien
betrifft:
Hier einige Literaturhinweise:

Bunte Bilder aus dem Schlesierlande
Enth�lt unter andrem diesen Bericht:"Die Einwanderung der Zillerthaler"
Von G. Wende

Die Besiedlung des Nordm�hrens und Schlesiens im 13./14. Jahrhunderte
Neudruck nach der 1933 erschienen Erstausgabe von Dr. Karl Berger
Verlag: Adorf G�del, Wolfratshausen, 1964

Deutsch-slawischen Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte
Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der S�chsischen Akademie
der Wissenschaft in Leipzig
Niemeyer, Halle (Saale), 1957

Germanen in Schlesien
Schlesienb�ndchen 5. Autor: E. Petersen
Herausgegeben von der Landesstelle f�r Heimatpflege in Niederschlesien und
der niederschlesischen Landesgruppe der Deutschen Akademie.
Dt. Lissa, Flemmings Verlag, Breslau, 1937

Griechisch-lateinisch-deutsches Quellenbuch zur Siedlung und Geschichte der
Germanen im b�hmisch-m�hrischen, schlesischen und Karpathenraum
Autor: Theodor Hopfner
1943

Neue Beitr�ge zur schlesischen Siedlungsgeschichte
Walter Kuhn
Verlag: Jan Thorbecke, 1984

Beitr�ge zur schlesischen siedlungsgeschichtet
Autor: Joseph Klapper
M�nchen, 1971

Ostdeutschland - Und ehemalige deutsche Siedlungsgebiete in Ost- und
S�dosteuropa
Autor: Manfred Volack
Selbstverlag der Sch�lerzeitung "Wir", Stade, 1961

Siedlungsgeschichte Oberschlesiens
Mit 82 Abbildungen und 7 teils mehrfarbigen gefalteten farbigen Karten.
Autor: Walter Kuhn
Herausgegeben von der oberschlesischen Studienhilfe e.V.
Oberschlesischer Heimatverlag, W�rzburg, 1954

Die Verbreitung und die Herkunft der Deutschen in Schlesien
Autor: Karl Weinhold
Engelhorn, Stuttgart, 1887

Die Wandalen in Niederschlesien
Autor: Kurt Tackenberg
Verlag: de Gruyter, Berlin, 1925

Wenn sie weitere Buchtitel von der Geschichte Schlesiens suchen, dann
schauen sie bitte mal auf meine Webseite unter
www.schlesien-ahnenforschung.de > Inhalt > Geschichte und Militaer >
Literatur.

Vielleicht werden sie dort fuendig

Viele Gruesse

Reinhard Koperlik