Luzine , Heilmann , Bunke, Separatisten , Altlutheraner

Hallo Listige,

melde mich nach einiger Zeit mal wieder mit einigen Fragen.
Ich habe einen Ariernachweis gefunden, indem auch noch der Schriftverkehr
erhalten geblieben ist.
Vom Pfarramt aus Luzine ist folgende Antwort erhalten. Mich w�rde da unter
anderem interessieren was sich hinter den Altlutheraneren oder Separatisten
verbirgt.
Zitat
"Urschriftlich zur�ckgereicht mit der Nachricht da� sich die Urkunden bei
uns nicht finden. Zwei Kinder eines Chr. HEILMANN sind hier eingetragen,
aber nicht in der Reihe sondern nur unter den Bemerkungen nachrichtlich.
Es war damals die Zeit der Entstehung der altlutherischen Kirchgemeinde. Die
sich losl�senden Gemeindeglieder lie�en Ihre Kinder hier nicht taufen
sondern anderw�rts. Familie HEILMANN hielt sich nun zu den Altlutheranern,
damals als "Separatisten" bezeichnet. Es ist anzunehmen , da� sich die
Familie BUNKE oder BELKE auch dazu gehalten hat. Denn bei dem Eifer der
Familie HEILMANN ist nicht anzunehmen da� sich der Sohn eine Angeh�rige
unserer Kirchgemeinde geheiratet h�tte. Die Kirchenb�cher der
altlutheranischen Kirchgenmeinde 1836 bis 1845 befinden sich auf dem
altlutheranischen Pfarramt in Militsch. Vileicht sind Ihre Unterlagen dort
zu finden.
Luzine, den 21 April 1934"

Mit besten Gr��en aus Berlin
Mersiowsky Rlaf

Ralf Mersiowsky schrieb:

melde mich nach einiger Zeit mal wieder mit einigen Fragen.
Ich habe einen Ariernachweis gefunden, indem auch noch der Schriftverkehr
erhalten geblieben ist.
Vom Pfarramt aus Luzine ist folgende Antwort erhalten. Mich w�rde da unter
anderem interessieren was sich hinter den Altlutheraneren oder Separatisten
verbirgt.

Hallo Ralf,
da ich nicht verfolgt habe, ob Ihre Frage inzwischen beantwortet ist, hier auf Verdacht ein Zitat aus
www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/01072detb.htm :

"Im Jahre 1830 erkl�rten Breslauer Lutheraner ihre kirchliche Unabh�ngigkeit von der durch den preu�ischen K�nig eingef�hrten Unionskirche und bildeten die erste altlutherische Gemeinde. F�nf Jahre sp�ter konstituierte sich auch in Berlin eine gr��ere Anzahl lutherischer Familien in einem Brief an das Konsistorium als evangelisch-lutherische Kirche. Der Staat reagierte wie stets auf Spaltung, und Minister Altenstein (1770-1840) beantwortete die Eingabe mit der Bemerkung, dass das Verhalten der Lutheraner �... nur als das Ergebnis eines sektiererischen Fanatismus angesehen werden mu߫. Die ersten beiden Berliner Pastoren wurden verhaftet und erhielten zwei Jahre bzw. 14 Monate Gef�ngnis.

Mit der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. (1795-1861, K�nig 1840-1858) endete die Verfolgung der altlutherischen Kirche in Preu�en. Die Gemeinden konnten sogar eigene Schulen einrichten (1842 in Berlin). 1845 erlie� der K�nig eine Generalkonzession f�r die �von der Gemeinschaft der evangelischen Landeskirchen sich getrennt haltenden Lutheraner�."

Gr��e aus Hilden,
G�nther B�hm