Literatur?

Liebe Listenteilnehmer,

dies ist ein kleiner Hilferuf.

ich suche dringend ideologisch unbelastete, historisch unvoreingenommene,
und inhaltlich ausgewogene Literatur zur Geschichte und Kultur der Provinzen
Ost- und Westpreussen, so wie zur Vertreibung in Folge des WKII.

Kein Scherz, ich meine es ernst, bin nur sehr mi�trauisch geworden.

Am besten vielleicht von Autoren die nicht aus den betroffenen L�nder kommen
(das scheint mir fast das sicherste)

Zur Begr�ndung. ( Ansonsten kann man sich das folgende als lange
Gef�hlsduselei sparen.)

Wie schon an anderer Stelle erw�hnt, ich bin nach dem WKII geboren.
Viele meiner Vorfahren lebten schon �immer� in den Gebieten des sp�teren
Ost- und Westpreussens � so lange die Kirchenbuchaufzeichnungen halt zur�ck
reichen.
Ich wei� das mein Vater, ein sachlicher, historisch interessierter Mann,
sehr an der Stadt hing in der er aufgewachsen ist. Meine Mutter sicher auch,
aber da� l��t sich schwer sagen, weil sie nie gerne �ber diese Zeit geredet hat.
Dies h�ngt wohl auch mit ihren Erlebnissen auf der Flucht zusammen.
Lange Zeit habe ich die Geschichte der Gebiete von Ost- und Westpreussen
mehr oder weniger nur zur Kenntnis genommen. Ein paar B�cher, Film, Funk und
Fernsehen, in der Schule erfuhr ich auch nicht viel � war auch schon weit vor
der PISA-Aera so � und wie gesagt, meine Eltern redeten nicht viel dar�ber.
Weil sie zu Hause rumlagen, hab ich auch in einigen Periodika der
Vertriebenenverb�nde gelesen, sp�ter nur noch gebl�ttert und sie dann nicht mehr
beachtet (zu voreingenommen, wof�r ich z. T. Verst�ndnis habe).
Erst als ich, durch einen Zufall, richtig in die Familienforschung
eingestiegen bin und ich mich verst�rkt f�r die Geschichte von Land und Leuten
interessiert habe ist mir dieser Flecken Erde irgendwie ans Herz gewachsen.
Es gibt wohl kein Gebiet f�r das ich mehr Sympathien hege - wenn man mal von
der Region absieht in der ich aufgewachsen bin.
Auch und gerade weil man durch die Familienforschung einen pers�nlicheren
Bezug zur Geschichte hat, die �ber die Jahrhunderte von zahlreichen Kriegen,
Besetzungen, Pl�nderungen und Vertreibungen im kleineren und gr��eren Ausma�
gepr�gt ist, dazu kommt Pest und Cholera. (Wie m�gen meine Leute damit
umgegangen sein, wer von Ihnen ist in irgendeinem Acker verscharrt ?).
Die Besch�ftigung mit der Geschichte ist f�r mich ein wichtiger Teil meiner
Familienforschung, sonst bleiben von einem Menschen oft nur ein Name und ein
paar Zahlen �brig � vielfach noch nicht einmal das.

Bei vielen meiner Bekannten, die nicht direkt etwas mit Ost-/Westpreussen zu
tun haben, l�ste meine Besch�ftigung mit dem Thema z. T. Verwunderung bis
�naja-wird-schon-wieder-werden� aus. Ob das an Ost/Westpreussen oder der
Familienforschung als solcher liegt ? Wahrscheinlich von beidem ein bi�chen.
Auch ich hatte anf�nglich ein etwas mulmiges Gef�hl, da das Thema Ost- /
Westpreussen irgendwie anr�chig schien. (�Trendforschung in New York� kommt
besser an - so scheint es.)

Nichtsdestotrotz, interessiert an der Geschichte, an der Familienforschung
und mit dem Gedanken, da� nach fast 60 Jahren eine sachliche, unvoreingenommen
gef�hrte Diskussion �ber die Ereignisse des WKII und der besonderen Rolle
Ost- und Westpreussens m�glich ist, haben mich meine eigenen Bedenken nicht
interessiert.

Aus dem Anla� und dem Stil dieser Diskussion sehe ich, da� die Bedenken
gerechtfertigt waren.
Statt an einen Punkt zu kommen an dem die Wahrheitsfindung zur Ann�herung
und Vertrauen f�hrt, werden Halbwahrheiten, Polemik, z. T. Haarspalterei,
falsche Vergleiche usw. verbreitet, die weder den T�tern noch den Opfern gerecht
werden. (Ich m�chte ausdr�cklich darauf hinweisen, da� dies nicht f�r alle
Beitr�ge gilt, ein paar kann ich in jedem Wort unterschreiben.)
Die Zeit scheint noch nicht reif f�r eine sachliche, historisch richtige und
kl�rende Diskussion. Sie ist ja noch nicht einmal zwischen Menschen m�glich,
die direkt oder indirekt ein �hnliches Schicksal erlitten haben.
(Und das Fleckchen Erde mu� das mit ausbaden, hier und wohl auch in Teilen
der �ffentlichkeit und durch vertane Zeit)

F�r mich ziehe ich die Lehre eines tiefen Mi�trauens daraus.
Die offenbare Notwendigkeit f�r ein solches Mi�trauen seinen �eigen Leuten�
gegen�ber ist es was mir die Diskussion letztlich gebracht hat und die
Diskussionen �ber den WKII so belastend machen. Es ist nicht der etwaige Vorwurf
einer Kollektivschuld oder �hnliches.

Ich kann mit dem Vorwurf der Kollektivschuld leben, auch wenn ich es f�r ein
sachlich falsches Unwort halte.
Kollektivverantwortung trifft es besser und ich nehme diese Verantwortung
an.
H�tte ich damals gelebt m��te ich wohl auch mit einer individuellen Schuld
oder Verantwortung (je nach dem) klar kommen. Ob ich das k�nnte wei� ich
nicht, aber es ist unwahrscheinlich, da� ich in die Annalen des Widerstands
eingegangen w�re (schon rein statistisch).

Ich kann f�r den WKII und alles was zu dieser Zeit passiert ist nichts, aber
ich kann auch f�r Goethe, Schiller, Kant, Schlo� Neuschwanstein, diverse
deutsche Nobelpreistr�ger nichts, dennoch ist dies alles Teil der deutschen
Geschichte und Kultur, und ich trage Mitverantwortung daf�r, ob es mir nun pa�t
oder nicht.

Ein Teil dieser Mitverantwortung ist es sicher auch andere L�nder auf ihre
Rolle in der Vertreibung oder Geschichtsbeugung hinzuweisen, aber wie soll das
gehen ?
Soll ich sagen:
�Es wird Zeit sich mit eurer Rolle im WKII zu besch�ftigen und die Wahrheit
auf den Tisch zu legen.
Wir warten. Wir sind schon fertig.�

Das w�re nicht wahr.

Etwas deprimiert

Wolf Dietrich Neudorff

PS: Noch ein paar Zahlen

(Zur Vorzubeugen: Hiermit soll der Tod keines einzigen Opfers relativiert
oder gegen den Tod eines andern aufgerechnet werden)

Opfer 1. Weltkrieg

Insgesamt: 9.737.000 (alle L�nder, Zivilisten, Soldaten)

http://www.volksbund-hamburg.de/wir/zahlen.htm

Opfer 2. Weltkrieg
Land Soldaten / Zivilisten

Russland 13.600.000 / 7.700.000
China 3.500.000 / 10.000.000
Deutschland 3.250.000 / 3.810.000 (davon 2,5 Millionen durch Flucht,
Vertreibung, und Verschleppung)
Polen 120.000 / 5.300.000 (ca. 25 % der Bev�lkerung)
Japan 1.700.000 / 360.000
Jugoslawien 300.000 / 1.300.000
Rum�nien 200.000 / 465.000
Frankreich 250.000 / 360.000
Gro�britannien 452.000 / 60.000
Italien 330.000 / 85.000
Ungarn 120.000 / 280.000
Tschechoslowakei 200.00 / 330.000
�sterreich 230.000 / 80.000
USA 295.000 / -
Niederlande 10.000 / 190.000
Belgien 10.000 / 90.000
Griechenland 20.000 / 80.000
Finnland 90.000 / kA
Bulgarien 10.000 / 7.000
Norwegen 10.000 / kA

Quelle: http://ww2bodycount.netfirms.com/ (leider habe ich keine deutsche
Seite gefunden)

Liebe Listenteilnehmer,

eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen zu dieser politischen Diskussion
nicht auch noch etwas zu schreiben. Dabei soll es im Grundsatz auch bleiben,
obwohl ich einigen Schreibern gern geantwortet h�tte.
Nur dies: Neben einigen vern�nftigen Einsendern scheinen sich bei diesem
Thema am liebsten Leute mit extremen Meinungen (auf beiden Seiten) zu
produzieren. Die Welt ist aber nicht Schwarz-Weiss!

Ein Aufruf an alle: Kehrt zur�ck zur Sacharbeit und der Familienforschung!

Wie w�re es zum Beispiel, wenn Teilnehmer, die schon lange in der Liste
sind, f�r Neulinge ihre Forschungsgebiete wiederholen w�rden?

Viele Gr��e

Ralf

Hallo Wolf Dietrich,
du findest meine Literaturliste unter www.ostpreussenportal.de . Dort klickst du das Stichwort "Kultur" an und findest unter anderem "Literatur".
Beate

<drapot@gmx.de> schrieb:

Hallo Ralf -

Wie w�re es zum Beispiel, wenn Teilnehmer, die schon lange in der Liste
sind, f�r Neulinge ihre Forschungsgebiete wiederholen w�rden?

Eine gute Idee, das wollte ich ohnehin mal wieder tun :-)))

Meine ostpreu�ischen Vorfahren stammen (bislang) aus Preu�isch-Eylau. Mein Gro�vater CARL LUDWIG GEGNER wurde 1886 in Landsberg geboren.

Die GEGNER-Linie konnte ich inzwischen zur�ckverfolgen bis um 1680. Zu dieser Zeit haben sie im Kirchspiel Eichhorn gelebt, in Polassen, Worienen und in Eichhorn.

Weite Namen meiner direkten Vorfahren:

ANKERMANN - BOGDA(H)N - BORM - BORCHERT - DORSCH - GNOSS - KENCKEL - MATERN - SCHMIDTKE - WESTPHAL

Unter den verwandten bzw. angeheirateten Familien tauchen folgende Namen auf:

ARNSWALD - BLAEDTKE - B�TTNER - DAMERAU - ERDMANN - FLIGGE FRENZEL - GESIEN - H�DTKE - JOCKEL - KRAUSE - NEUMANN - NITSCH - PILTZ - PLEHN - POHL - REINCKE - SCHIRRMANN - SPECHT - STAMM - TOBEGEN - WILCK - WORM

N�here Informationen zu meinen Ahnen - und zu Preu�isch-Eylau - findet ihr auf meiner Homepage.

Gru� von Irmi

Hallo Irmi,

wie ich in Deiner letzten eMail sehen konnte, hast Du auch den Namen Nitsch
in Deiner Sammlung.
Ich habe in meinem Stammbaum eine Sophia Nitsch, geb. 10.10.1768 in Falkenau
(bei Bartenstein).
Sie heiratete am 15.11.1793 Gottfried Buchhorn und verstarb am 22.11.1805 in
Falkenau.

Der Sohn der beiden, ein Samuel Buchhorn, heiratete am 18.11.1825 ebenfalls
eine Sophia Nitsch.
Leider habe ich keinerlei Daten �ber sie. Vielleicht kannst Du mir eventuell
weiterhelfen.

Tsch�� aus Braunschweig

Wolfgang Buchhorn

Haben Sie schon meine Homepage besucht?
HTTP://home.t-online.de/home/Wolfgang.Buchhorn/Index.html
Did you visit my homepage?
News & E-Mail bei t-online.de | Politik, Sport, Unterhaltung & Ratgeber

Ich suche nach folgenden Namen:/I am searching for following names:
Buchhorn, Boll(in), Grossler, Grzyb, Jung, Koshin, Kossin, Neumann, Nitsch,
Orlowski, Pille,
Pohl, Siebert.

Das Faszinierende an Ostpreu�en ist die Tatsache, da� es hier am Rande
Deutschlands eine multi-ethnische Provinz gegeben hat.
Hierzu einige Empfehlungen, voreingenommen f�r ihre Sache sind diese B�cher alle
irgendwie, das l��t sich bei Ostpreu�en gar nicht vermeiden. Das sch�rft
aber auch den Blick f�r die Reibungsfl�chen.

Pru�en und Deutscher Orden:

Otto Schneidereit: Die Pru�en und der Deutsche Orden, Dietz Verlag, Berlin,1994
(die Geschichte der Pru�en bis ins 20. Jahrhundert, soweit sich diese verfolgen
l��t; noch aus DDR-kommunistischer Sicht geschrieben)

Heinrich Gerlach: Nur der Name blieb, Glanz und Untergang der Alten Preu�en,
Econ Verlag, 1978 (deutscher Journalist entdeckt in Ordensdokumenten einen
pru�ischen Vorfahren und schreibt mit viel Liebe und Humor die Geschichte der
Pru�en) antiquarisch oder per Fernleihe

Marian Biskup/Gerard Labuda: Die Geschichte des Deutschen Ordens in Preu�en,
fibre Verlag, 2000 (das polnische Standardwerk zum Thema)

Preu�isch-Litauer:

Wilhelm-Storost, genannt Vydunas: Siebenhundert Jahre deutsch-litauischer
Beziehungen, Tilsit 1932 (Storost ist ostpreu�ischer Nationallitauer, aber kein
Propagandist; er ist in Deutschland kaum bekannt (Herr Goertz hat ihn noch
kennengelernt), hat in Litauen aber den Status eines Nationalhelden)
antiquarisch oder per Fernleihe

Masuren:

Richard Blanke: Polish-speaking Germans, Language and ethnicity among the
Masurians since 1871, B�hlau, 2001 (Blanke ist amerikanischer Historiker und
schreibt gerade an einem Buch �ber Vertreibung)

dazu Andreas Kossert: Masuren, Ostpreussens vergessener S�den, Siedler 2001
(deutscher Historiker am Deutschen Historischen Institut in Warschau, etwas dem
Zeitgeist verbunden)

Lutz Szemkus

Irmi Gegner-Sünkler schrieb:

Unter den verwandten bzw. angeheirateten Familien tauchen
folgende Namen auf:
BÜTTNER

Hallo Irmi,

woher stammen deine BÜTTNER genau. Meine bisher aus dem Harzvorland,
aber man kann ja nie wissen!

Gruß Ramona

POHL - REINCKE - SCHIRRMANN - SPECHT - STAMM - TOBEGEN - WILCK - WORM

N�here Informationen zu meinen Ahnen - und zu Preu�isch-Eylau - findet
ihr auf meiner Homepage.

Gru� von Irmi

Hallo Irmi,

kannst Du mir mehr �ber die Familie SPECHT sagen:
Gru� aus KW
Norbert

Lieber Herr Neuhoff:

Danke fuer den persoenlichen und ausgewogenen Beitrag.

Misstrauen ist bei jeder Geschichtsdarstellung angebracht. Geschichte ist
immer Auswahl. Wenn dies nicht so waere, dann wuerde die Nacherzaehlung so
lange dauern wie der beschriebene Vorgang. Anstatt sich auf
Autoritaeten/Experten zu verlassen, sollte man Offenlegung der
ideologischen, politischen, religioesen, familiaeren, kulturellen, und
intellektuellen Charakteristiken des jeweiligen Autoren verlangen. Welchen
Wert man dann der Geschichte beimisst, bleibt dem Leser ueberlassen. Dieser
Prozess setzt natuerlich voraus, dass der Autor sich seiner eigenen
Interessen bewusst ist, dass er sie akkurat beschreibt, und dass der Leser
in der Lage ist, dies hinsichtlich seiner eigenen Interessen ebenfalls zu
tun. Am Ende bleibt dann keine 100%ige historische Gewissheit, sondern nur
eine ungefaehre Annaeherung an die Vergangenheit. Anders als in den
Naturwissenschaften, wo man Experimente wiederholen kann, bleibt man bei der
Geschichte mit einem grossen Moment der Auslegung belastet.

Der Uebergang vom persoenlichen Geschick, dass intensiv empfunden und
erzaehlt werden kann, und was sich wegen seiner Individualitaet immer als
Unikum darstellt, zum trockeneren, abstrakten, statistisch relevanten
Gruppenschicksal, in dem feine individuelle Nuancen verlorengehen, ist ein
schwieriges Problem. Wenn man von persoenlichen Anekdoten zu abstrakten
Aussagen schreiten will, bewegt man sich vom Phaenomen zur Metaphysik, immer
ein abenteuerliches Unterfangen.

Solange sich Menschen einer Gesellschaft zugehoerig fuehlen, sich auf die
Grenzen verlassend, Steuern zahlend, Vertreter waehlend, Gesetze befolgend,
Gemeinschaft liebend, Arbeit ausuebend, System nutzend, am Gemeinwesen
beteiligen, dann tragen sie die Gesellschaft, selbst wenn sie mit den
einzelnen politischen Zielen nicht einverstanden sind. Zum Zweck des
Ueberlebens vereinbart man, unterschiedlicher Meinung zu sein, aber deswegen
nicht den Weg des Buergerkriegs zu waehlen. Dadurch wird die Gesellschaft
zusammen gehalten. In dem Sinne ist eine Kollektivverantwortung durchaus
gegeben, weil die Menschen sich eben als Kollektiv benommen haben. Die
Ausnahmen, die die persoenliche Sicherheit missachtend sich aktiv gegen das
Kollektiv engagierten, sind Helden, weil sie sich nicht als Laemmer in die
vom Hammel geleitete Gruppe eingefuegt haben.

Persoenliche Verantwortung liegt nicht nur in dem was man aktiv und
bekennend unterstuetzt, sondern auch in dem was man toleriert, wovon man
Nutzen traegt, was man verdraengt, was man uebergeht, wovon man den Blick
wendet, wovon man sich zurueckzieht, all dass was man durch sein
Eigenverhalten ermoeglicht, oder duldet. Nur so wird der Tatsache Rechnung
getragen, dass man sich als Mitglied einer Gesellschaft verhaelt. Wer
meint, nur die direkte persoenliche Verantwortung fuer aktives und
bekennendes Tun sei moralisch/rechtlich relevant, befuerwortet Blindheit
gegenueber allen anderen, mannigfaltigen, Verstrickungen mit denen das
Individuum in seiner Gesellschaft mitbeteiligt ist.

So, wie wir Verstaendnis gegenueber dem Soldaten haben sollen, der nur den
Befehlen gehorcht, so meinen manche, sollten wir dem Zivilisten Verstaendnis
gegenueber bringen, der sich zwecks Sicherung der
Ueberlebungsnotwendigkeiten angepasst hat. Wir respektieren den Zwang, dem
sich beide ausgesetzt sahen. Sind wir dann also auf die wenigen angewiesen,
die sich gegen ihr Eigeninteresse engagiert haben, um den verbleibenden Rest
Menschlichkeit im Volke vor dem Ausloeschen zu bewahren? Wie koennen wir
mehr derartiger Menschen in unserer Gemeinschaft erziehen? Sollten wir
nicht ihnen huldigen, anstatt nach Entschuldigungen zu suchen, warum die
Mehrheit gehorchend und anpassend ihr Ueberleben suchte? Anstatt andere
Laender aufzufordern, Busse zu tun, waere es nicht angebrachter, zu Hause
jene zu unterstuetzen, die sich auch heute noch nicht dem Ueberleben des
Staates verschrieben haben, sondern die persoenliche Entwicklung und
Muendigkeit des Menschen als Endzweck sehen, und nicht als Zweck zu einem
Ziel?

Knut Barde

Knut Barde schrieb:

Lieber Herr Neuhoff:

So, wie wir Verstaendnis gegenueber dem Soldaten haben sollen, der nur den
Befehlen gehorcht, so meinen manche, sollten wir dem Zivilisten Verstaendnis
gegenueber bringen, der sich zwecks Sicherung der
Ueberlebungsnotwendigkeiten angepasst hat. Wir respektieren den Zwang, dem
sich beide ausgesetzt sahen. Sind wir dann also auf die wenigen angewiesen,
die sich gegen ihr Eigeninteresse engagiert haben, um den verbleibenden Rest
Menschlichkeit im Volke vor dem Ausloeschen zu bewahren? Wie koennen wir
mehr derartiger Menschen in unserer Gemeinschaft erziehen? Sollten wir
nicht ihnen huldigen, anstatt nach Entschuldigungen zu suchen, warum die
Mehrheit gehorchend und anpassend ihr Ueberleben suchte? Anstatt andere
Laender aufzufordern, Busse zu tun, waere es nicht angebrachter, zu Hause
jene zu unterstuetzen, die sich auch heute noch nicht dem Ueberleben des
Staates verschrieben haben, sondern die persoenliche Entwicklung und
Muendigkeit des Menschen als Endzweck sehen, und nicht als Zweck zu einem
Ziel?

Knut Barde

Also dem Volk die Souverin�t entziehen und eine "humanit�re" (wer definiert
was das ist?) Elite heranziehen, die man dann auf ein Podest setzt? - Menschen
"huldigen"? , da wird mir schlecht! In der Regel geht das alles schrecklich
schief.
Lutz Szemkus

Hier w�re dann noch welche: aus L�neburger Landeszeitung v.4.9.2003, S.9: "Der
Partner im Osten ...":

- Enzberg, Horst-Dieter von: Deutsch-Polnische Kommunalpartnerschaften im Zeichen
  der Osterweiterung der Europ�ischen Union, ersch. als Band 16 der Wei�en Reihe
  des Landkreises L�neburg, 64 Seiten, 8,- Euro
- Enzberg, Horst-Dieter von: Dissertation (genauer Titel nicht bekannt) ... �ber
  deutsch-polnische Beziehungen in der Zwischenkriegszeit von 1918 - 1939

Der Autor ist u.a. auch ausgewiesen durch die Publikation von familiengeschicht-
lichen Quellen, wie Steuerlisten und anderes zum Landkreis L�neburg. HPA

P.S.: es naht die Mittagszeit, mal sehn wo es noch K�nigsberger Klopse ...

Viel Spass
wen es interessiert

Keenigsberger Klops von Robert Johannes

Ich h�tte einen netten Mops,
Der war nich hier aus uns're Gegend;
Er fra� nich Keenigsberger Klops,
Und ging nich aus, h�tt' es geregnet.
Er k�nnt nich dienen, k�nnt nich springen,
Er k�nntrein nichts, mein netter Mops;
Doch �rgert mir vor allen Dingen:
Er fra� nich Keenigsberger Klops!

Ich lie� ihm hungern an drei Wochen,
Da sah er wie e Windhund aus;
Er h�tte nuscht wie Haut und Knochen-
Nu wurd es aber mir zu kraus!
Ich lie� ihm wieder Kl�pse kochen-
Er schniffelt d'ran, mein netter Mops,
Und denkt: ich hunger noch drei Wochen,
Ich fre� nich Keenigsberger Klops!

Na, is das denkbar, dacht ich mir,
Da� so e Tier das nich will fressen;
Und wir, wir Keenigsberger,wir,
Wir kennen gar kein bess'res Essen!
Auch 'Fleck' setzt ich ihm vor-er fra� nich-
Zu dammlig war mein netter Mops-
Er k�nnt nich sitzen mehr, er sa� nich
Und fra� nich Keenigsberger Klops!

Nu k�nnt ich l�nger mir nich halten:
Ich klemmd ihm fest mit meine Knie
Und stobbd ihm Klops in alle Falten;
Nu missd er schlucken, wie noch nie!
Dem andern Tag, 's ist nicht zu denken-
Da war er tot, mein netter Mops-
Warraft'gen Gott! Man mir zu kr�nken,
Starb er an Keenigsberger Klops!

Maren Khan
Basildon
Essex

Hallo Wolfgang -

ich wei� nicht, ob dir meine Informationen weiterhelfen - hier kommt das, was ich zu NITSCH notiert habe:

1. Georg Nitsch, Schneidergesell in Dulzen, heiratet am 30 Oktober 1749 in Eichhorn Maria Gegner, Tochter von Albrecht Gegner, Arrendator in Schwadtken.

2. Wilhelmine Buchhorn, gestorben im Alter von 73 Jahren als Invalidenfrau in Landsberg am 5 Mai 1922, war 3 x verheiratet : mit einem Herrn Arndt, einem Hernn Gottschalk und einem Herrn NITSCH (die Vornamen sind nicht angegeben)

3. Charlotte Auguste Nitzsch, geb. am 14 Januar 1895 in Eichen, Pr. Eylau als Tochter von Franz Nitzsch, Besitzer in Eichen, und Therese Heidemann.

Gru� von Irmi

Wolfgang Buchhorn schrieb:

Hallo Ramona -

bei mir taucht der Name B�TTNER bislang erst 2x auf:

1. Anna Barbara B�ttner, als Ehefrau von Gottfried Ankermann, Posthalter auf dem Haberberg, K�nigsberg. Die beiden bekommen in der Zeit von 1792 bis 1804 mindestens 4 Kinder

2. Maria B�ttner, geb um 1748. Sie stirbt im Alter von 34 Jahren in Eichhorn, Pr. Eylau als Ehefrau von Johann Gegner, B�ttchermeister und Schultz in Eichhorn.

Der Name B�TTNER taucht im Kirchspiel Eichhorn nicht oft auf.

Gru� von Irmi

JN-RN@t-online.de schrieb:

Hallo Norbert,

zu SPECHT kann ich ein wenig mehr sagen:

Der Name taucht schon ab 1675 im Kirchspiel Eichhorn, Pr. Eylau, auf.

Um 1780 lebt in M�ggen der Eigenth�mer Johann Specht, verheiratet mti Anna Gnoss.

Sohn Friedrich heiratet am 4 September 1807 in Eichhorn Lovisa Zilian, Tochter von Michael Zilian, Hubenwirt in Sand.

Tochter Lovisa heiratet am 24 Oktober 1805 (Eichhorn) Friedrich Gegner, den Sohn von Christoph Gegner, Hubenwirth und Erbsitzer in Eichhorn - das ist die Verbindung zu meiner Familie.

Gru� von Irmi

Norbert Seyer schrieb:

Da ist auch den name "Bittner" in Canada - die sind von Volhynian gekommen.
Muriel

Hallo Irmi,

ich danke Dir recht herzlich f�r die Daten. Man hat zumindest schon mal
wieder eine Richtung,
in der man "stossen" kann.

Ich w�nsch Dir ein sch�nes Wochenende.

Wolfgang Buchhorn

Guten Morgen Irmi,

recht herzlichen Dank f�r die Infos. Jede Info, auch die kleinste, hilft auf
die Spr�nge.

Sch�nes Wochenende.

Wolfgang Buchhorn