Literatur im GenWiki

Hallo zusammen,

ich habe mal begonnen, die Ideen und Vorstellungen von Marie-Luise Carl zum Thema "Literatur im GenWiki" mit den meinigen zusammenzufassen und einige "Experimente" durchgef�hrt.
Das folgende ist lang, aber das Thema ist wichtig.

Ich denke, man braucht f�r jedes GenWiki-relevante literarische Werk 2 Eintr�ge:
a) einen Kurz-Artikel in Form eines Textbausteins, der die bibliografischen Angaben (und nur diese!) enth�lt [im folgenden "Baustein" genannt]
b) einen Lang-Artikel, der dar�ber hinaus weitere Angaben zum Werk aufnehmen kann [im folgenden "Lang-Artikel" genannt]

Zun�chst einmal ein Beispiel (hier das oft zitierte Werk Brechenmacher):

Der Baustein :
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Vorlage:Etymologisches_Wörterbuch_der_Deutschen_Familiennamen_(Brechenmacher)

Der Lang-Artikel:
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Etymologisches_Wörterbuch_der_Deutschen_Familiennamen_(Brechenmacher)

Zwei Anwendungen, die den "Baustein" verwenden:
1.
Ein Namensartikel, der das Werk �ber die Einbindung des "Bausteins" zitiert:
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Basler_(Familienname)
(und - bitte beachten - mit dem Text: "hier: Erster Band, S.77." erg�nzt).

2.
Eine Literaturliste, die auch nur "Bausteine" beinhaltet:
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Benutzer:Arend/Bibliothek
(da k�nnte ich mir vorstellen, die bei mir vorhandenen genealogischen Werke aufzuf�hren)

Der Sinn und Zweck des ganzen ist, dass nicht immer wieder derselbe Text redundant erw�hnt wird:
Eine �nderung im "Baustein" w�rde sich in allen Literaturlisten und -zitationen bemerkbar machen.

Weiteres zu den Bausteinen:
- Die bibliografischen Angaben im Baustein sind �ber den Titel des Werkes mit dem jeweiligen Lang-Artikel verlinkt, sodass jeder (den Baustein) benutzende Artikel auch gleich einen Link zum Lang-Artikel des Werkes mitbekommt.
- Die "Bausteine" sind mit der Kategorie "Bibliografie" versehen. Die <noinclude>-Syntax
hier:
<noinclude>[[Kategorie:Bibliografie|Brechenmacher, Josef Karl]]</noinclude>
verhindert, dass die benutzenden Artikel damit kategorisiert werden.
Diese Kategorie
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Kategorie:Bibliografie
ist wichtig, damit man sieht, ob es zu einem Werk bereits einen entsprechenden "Baustein" gibt oder nicht.

Weiteres zu den Lang-Artikeln:
- Die "Lang-Artikel" k�nnten im Laufe der Zeit wachsen.
Sie k�nnen so Dinge wie Beschreibung, Rezension, Namenslisten, Inhaltsverzeichnis etc. aufnehmen.
Auch ein Kapitel "Ortsfremde" f�r Zufallsfunde w�re m�glich, sodass dies ausgezeichnet mit dem Zufallsfund-Konzept harmoniert.
- Die "Lang-Artikel" k�nnen weiter kategorisiert werden, z.B. nach Ortsfamilienbuch, Literatur zur Auswanderung, Literatur zum M�nsterland, Ver�ffentlichungen der Historischen Kommission von Hessen usw.

Zur Benennung:
F�r die Benennung der "Lang-Artikel" halte ich die Form "Titel (Autor)" f�r sinnvoll.
Die "Bausteine" hei�en dann genauso, mit voranstelltem Namensraum "Vorlage:", also: "Vorlage:Titel (Autor)"

Zur Praxis der Anwendung (also bei einer Zitation):
Die "Einbindung" des Bausteins w�re ganz einfach:
{{Titel (Autor)}}

oder wie im genannten Namensartikel (s.o. Bsp. 1) mit einer Erg�nzung:
*{{Etymologisches W�rterbuch der Deutschen Familiennamen (Brechenmacher)}} hier: Erster Band, S.77.

Zur Praxis der Erstellung von Baustein bzw. Lang-Artikel m��te noch eine Anleitung geschrieben werden.

Noch ein letztes:
Auch die OFB-Artikel m�ssten dann so nach und nach angepasst werden, denn die wollen ja auch zitiert werden.

Gr��e
mario

Hallo Mario und Lit. interessierte,

da Marie-Luise sicher noch fleißig lernt ;-), schon einmal meinerseits ein paar Bemerkungen:

ich habe mal begonnen, die Ideen und Vorstellungen von Marie-Luise Carl zum Thema
"Literatur im GenWiki" mit den meinigen zusammenzufassen und einige "Experimente"
durchgeführt.
Das folgende ist lang, aber das Thema ist wichtig.

Gut durchdacht und schön systematisiert ist nichts zu lang.

Ich denke, man braucht für jedes GenWiki-relevante literarische Werk 2 Einträge:
a) einen Kurz-Artikel in Form eines Textbausteins, der die bibliografischen
Angaben (und nur diese!) enthält [im folgenden "Baustein" genannt]
b) einen Lang-Artikel, der darüber hinaus weitere Angaben zum Werk aufnehmen kann
[im folgenden "Lang-Artikel" genannt]

Diesen Vorschlag finde ich genial.

Der Baustein :
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Vorlage:Etymologisches_Wörterbuch_der_Deuts
chen_Familiennamen_%28Brechenmacher%29

Ich halte aber die Version von Marie-Luise für besser und eher der mir bekannten wissenschaftl. üblichen Version entsprechend:
<http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Vorlage:Brechenmacher_1&gt;
<http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Vorlage:Brechenmacher_2&gt;

Für die Verwendbarkeit scheint es mir wichtig, die einzelnen Bände zu trennen. Das sieht dann auch in dem Beispiel

Ein Namensartikel, der das Werk über die Einbindung des "Bausteins" zitiert:
Basler (Familienname) – GenWiki
(und - bitte beachten - mit dem Text: "hier: Erster Band, S.77." ergänzt).

weniger komisch aus als erst beide Bände zu zitieren und dann über hier: auf den ersten zu verweisen. Auch muss man für jede Auflage eine neue Vorlage anlegen, sonst bezieht sich plötzlich eine Seite, die die Vorlage benutzt mit ihrem Zitat einer Seite auf eine ältere Auflage, während das Zitat in der aktuellen Auflage, die in der Vorlage steht, auf einer anderen Seite oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr enthalten ist. Evtl. sollte man sogar die Vorlage, wenn sie vollständig und in Ordnung ist, gg. Veränderungen sperren, damit nicht ein Gutmeinender plötzlich die Auflage aktualisiert.

Ebenso finde ich die ISBN-Nr. nicht nur unüblich sondern auch im Kurzzitat weniger wichtig. Für ältere Bücher gibt es sie sowieso nicht. Sie sollte nur in die Langversion. Wer die damit verknüpften Möglichkeiten der Bibliotheks- und Buchhandelssuche nutzen will, kann ja auf die Langversion gehen.

Der Lang-Artikel:
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Etymologisches_Wörterbuch_der_Deutschen_Fam
iliennamen_%28Brechenmacher%29

Ich fände es noch nützlich, wenn in der Langversion die Zahl der Seiten des Werkes angegeben würde als erstes Indiz, wie ausführlich das Thema behandelt wird.

Der Sinn und Zweck des ganzen ist, dass nicht immer wieder derselbe Text redundant
erwähnt wird:

Gut

Eine Änderung im "Baustein" würde sich in allen Literaturlisten und -zitationen
bemerkbar machen.

Gefährlich (s.o.)

Weiteres zu den Lang-Artikeln:
Auch ein Kapitel "Ortsfremde" für Zufallsfunde wäre möglich, sodass dies
ausgezeichnet mit dem Zufallsfund-Konzept harmoniert.

Versteh ich nicht. Sollen im Buch erwähnte Ortsfremde in dem Lang-Artikel erfasst werden? Nicht besser bei dem Ort mit einem link zum Lang-Artikel als Quelle?

Gruß
Ulrich (Meier-Tesch)

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank und Uwe Baumbach, das Du Seite Spezial:Booksources erweitert hast, so dass nun statt der 3 Buchhandlungen vor allem die wichtigsten Bibliothekskataloge sowie weitere Buchhandelskataloge eingebunden sind!
Hierzu nur zwei kleine Anmerkungen:
- Die Überschrift und der Seitenname sollten dann auch auf "Buchbeschaffung" statt "Buchhandel" angepasst werden.
- Der Begriff "MAGICNUMBER" wird zwar im Skript verwenden, verwirrt aber im sichtbaren Text. Falls es sich auf Grund des Skriptes vermeiden lässt (sieht auf den ersten Blick so aus), sollte noch ein erklärender Satz oben sichtbar werden (wie im Kommentar: "MAGICNUMBER" wird auf dieser Seite durch die gesuchte ISBN ersetzt).
- Die Staatsbibliothek Berlin könnte zusätzlich aufgenommen werden, da sie derzeit nicht mehr über den KVK erreichbar ist.

Falls Konsens herrscht, kann ich das (sowie als einfacher Benutzer möglich) gerne selbst erledigen.

Nun zu den Literaturvorlagen:

die Initiative von Mario finde ich gut. Was ich allerdings empfehlen würden, wären kürzere Namen für die Vorlagen, basierend auf dem Autor, also wie bei Ulrich bzw. Marie-Luise: "Brechenmacher_1", oder "Brechenmacher_Lexikon" (falls er z.B. weitere Bücher zur Namensforschung geschrieben hat), oder "Brechenmacher_1932" - Hauptsache kurz und griffig zu benutzen!

ISBN pro und contra: Würde ich eher pragmatisch sehen. Sicher: In wissenschaftlichen Texten nicht üblich und natürlich erst seit ca. 1970 vergeben, also für viele unserer Quellen nicht vorhanden. Dennoch: Für die elektronische Verarbeitung hervorragend geeignet (siehe oben), warum also nicht einem solchen online-Medium nutzen?

@Ulrich: ISBN nur in der "Langversion"? Realistischerweise sollten wir davon ausgehen und akzeptieren, dass es für viele zitierte Titel auch keine Langversion geben wird, oder wie seht Ihr das?

Viele Grüße aus dem immer noch etwas weißen Wuppertal,

Christopher

Christopher Ernestus schrieb:

erstmal vielen Dank und Uwe Baumbach, das Du Seite Spezial:Booksources erweitert hast, so dass nun statt der 3 Buchhandlungen vor allem die wichtigsten Bibliothekskataloge sowie weitere Buchhandelskataloge eingebunden sind!

Naja - fremde Federn - das stammt ja aus der Wikipedia und wurde dort erfunden...

Hierzu nur zwei kleine Anmerkungen:
- Die Überschrift und der Seitenname sollten dann auch auf "Buchbeschaffung" statt "Buchhandel" angepasst werden.

Erledigt.

- Der Begriff "MAGICNUMBER" wird zwar im Skript verwenden, verwirrt aber im sichtbaren Text. Falls es sich auf Grund des Skriptes vermeiden lässt (sieht auf den ersten Blick so aus), sollte noch ein erklärender Satz oben sichtbar werden (wie im Kommentar: "MAGICNUMBER" wird auf dieser Seite durch die gesuchte ISBN ersetzt).

Die Seite sollte eigentlich nur über die Spezialseite (jetzt: Buchbeschaffung :slight_smile: ) erreicht werden oder über einen ISBN-Link und da ist das Schlüsselwort durch die aktuelle ISBN ersetzt.

- Die Staatsbibliothek Berlin könnte zusätzlich aufgenommen werden, da sie derzeit nicht mehr über den KVK erreichbar ist.

Falls Konsens herrscht, kann ich das (sowie als einfacher Benutzer möglich) gerne selbst erledigen.

Dazu muss die Seite GenWiki:Buchbeschaffung entsprechend angepasst werden. Bitte halte dabei die auf der Seite übliche Form ein.

Hallo Uwe,

erstmal vielen Dank und Uwe Baumbach, das Du Seite Spezial:Booksources erweitert hast, so dass nun statt der 3 Buchhandlungen vor allem die wichtigsten Bibliothekskataloge sowie weitere Buchhandelskataloge eingebunden sind!

Naja - fremde Federn - das stammt ja aus der Wikipedia und wurde dort erfunden...

Aber jemand musste es mal *tun* - also keine falsche Bescheidenheit!

(sieht auf den ersten Blick so aus), sollte noch ein erklärender Satz oben sichtbar werden (wie im Kommentar: "MAGICNUMBER" wird auf dieser Seite durch die gesuchte ISBN ersetzt).

Die Seite sollte eigentlich nur über die Spezialseite (jetzt: Buchbeschaffung :slight_smile: ) erreicht werden oder über einen ISBN-Link und da ist das Schlüsselwort durch die aktuelle ISBN ersetzt.

Leider ließ sich mein Vorschlag nicht realisieren, d.h. ein erläuternder Text mit dem Wort "MAGICNUMBER" ist anscheinend innerhalb der Seite gar nicht möglich, da das Wort *immer* ersetzt wird (auch z.B. mit <nowiki>). Ich habe also meinen Änderungsversuch wieder zurückgenommen.

Eine Seite mit solchen Links auf die Kataloge, die aber nicht über ISBN, sondern Autor und Titel arbeiten würde, wäre aus meiner Sicht immer noch zu wünschen (wir hatten vor einigen Monaten in der Liste eine Diskussion mit konkreten Anregungen dazu). Sowas hat aber nicht mal Wikipedia, wobei das wohl auch daran liegt, dass Literatur vor ca. 1970 tendenziell in der Wikipedia weniger wichtig sein dürfte als in GenWiki.

- Die Staatsbibliothek Berlin könnte zusätzlich aufgenommen werden, da sie derzeit nicht mehr über den KVK erreichbar ist.
Falls Konsens herrscht, kann ich das (sowie als einfacher Benutzer möglich) gerne selbst erledigen.

Dazu muss die Seite GenWiki:Buchbeschaffung entsprechend angepasst werden. Bitte halte dabei die auf der Seite übliche Form ein.

Habe ich erledigt.

Gruß
Christopher

Hallo zusammen,

bisher hatte ich eine 1:1 Beziehung zwischen "Baustein" und "Lang-Artikel" im Sinn und war auch gewillt, dies weiter zu verteidigen.

Aber das Argument von Ulrich
1 "Lang-Artikel", aber evtl. mehrere "Bausteine" (einer pro Auflage).

Mit dem "Verlust" der 1:1 Beziehung zwischen "Baustein" und "Lang-Artikel" ist natürlich auch die Namensgebung nicht mehr so zwingend erforderlich, wie ich das ursprünglich für gut hielt.

Damit kann man natürlich auch bei Mehrbändigkeit eines Werkes 1 Baustein pro Band anlegen (auch wenn ich bei Mehrbändigkeit, die volumenbedingt ist, wie das bei den meisten Lexika der Fall ist, die Zitation in einem Band zusammemfasst hätte. Bei inhaltlich begründeter Mehrbändigkeit ist es eh' klar, dass mehrere "Bausteine" erforderlich wären. Dann wären aber auch mehrere "Lang-Artikel" sinnvoll).

Woran ich aber weiterhin denke:
Für jeden "Baustein" (bzw. jetzt für jede "Baustein"-Serie) sollte gleich ein "Lang-Artikel" angelegt werden.
Auch wenn dessen Inhalt zunächst eher "kurz" ist (wenn er zunächst mal nur den Baustein anzieht):
- Es ist wenig Mehr-Aufwand,
- frißt kaum Brot,
- wäre ein "Container" für Erweiterungen, Kommentare usw. und
- könnte (gleich oder später) kategorisiert werden.

Wenn es einen "Container" schon gibt, wirft auch mal jemand etwas hinein (im übertragenen Sinne).

Wenn man diese Dualität zwischen "Baustein" und "Langartikel" gleich von vorneherein vorsieht, ist es m.E. einfacher.

Später noch zu einem Baustein einen Lang-Artikel anlegen, dann sucht man den zugehörigen Baustein. (und umgekehrt)

Zum Thema "Was gehört in den Baustein, also in die Zitation":
Nach den Normen (Zitierregeln sind *eigentlich* genormt) richtet sich eh' kaum einer, Wissenschaftler meist nicht, Wikipedia und GenWiki praktisch gar nicht (bezogen auf die Zitierregeln).

Aber zwei Statements aus der DIN 1505 Teil 2, Januar 1984 "Titelangaben von Dokumenten - Zitierregeln" möchte ich mal hier hereinwerfen:

"Der Verlag wurde früher bei Zitaten oft unterdrückt, er ist aber sowohl zur Beurteilung einer Quelle wie zur Beschaffung meist wichtiger als der Erscheinungsort."

und

"Die ISBN wird zunehmend wichtig zur Identifikation einer bestimmten Ausgabe eines Werks."

Praktisch ist die von Uwe überarbeitete Weiterleitung der ISBN-Links allerdings. Mit wenigen Klicks kann ich jetzt herausfinden, ob irgendeine und welche der hessischen Bibliotheken das Werk besitzt (da ich nicht in einer Bibliothek wohne, ist das schon relevant).

Sie [die ISBN] sollte nur in die Langversion.

> Wer die damit verknüpften Möglichkeiten der Bibliotheks- und Buchhandelssuche
> nutzen will, kann ja auf die Langversion gehen.

Hier spricht das Argument mit "mehreren Auflagen" dagegen.
Bei jeder Auflage gibts eine neue ISBN, und deshalb muss die ISBN mit der Auflage verküpft sein.

Evtl. sollte man sogar die Vorlage, wenn sie vollständig und in Ordnung ist,

> gg. Veränderungen sperren, damit nicht ein Gutmeinender plötzlich die Auflage
> aktualisiert.

kann ich nachvollziehen.
Dann machen wir eine Sperrvorschlagsliste, die gelegentlich von einem Admin "abgearbeitet" wird?

Grüße
mario