Suche Lesehilfe für den Beruf des Verstorbenen (Verlesexxx) und Erklärung desselben. Tod am 24.11.1818 in Brux b. Westensee.
Grüße sendet
Günter Helm
Suche Lesehilfe für den Beruf des Verstorbenen (Verlesexxx) und Erklärung desselben. Tod am 24.11.1818 in Brux b. Westensee.
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Günter Helm
Verbehetsmann, eine Art Hochzeitslader und Leichenbitter
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Hallo Günter,
er war Verlehensmann.
Grüße, Sabine Paap
Sehr geehrter Herr Helm,
Ich schließe mich der Lesart von Frau Paap an. Auch an anderer Stelle macht er seine mittigen -h- (die nicht in Namen stehen) genau so wie hier.
Ein -b- in der Lesart von Herrn Nilsson hingegen sehe ich nicht.
Allzeit viel Forschererfolg wünscht nebst einem schönen Badesee-Biergarten-Grill-Abend bei über 30°C
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Peren
Danke Frau Paap, danke Herr Peren und
Freundliche Grüße
Günter Helm
Hallo Arne Nilsson, ich tendiere zu der Lesart Verlehensmann
Freundlichen Gruß
Günter Helm
Hallo, im Wesentlichen besteht ja Einigkeit, außer dem Standardproblem l oder b und n oder t. Keine der erlesenen Berufsangaben ist in Google zu finden. Im weiteren Text (außer Namen, deren Schreibweise grundsätzlich anders sind) finden sich auch kleine b, die wie ein l aussehen, teilweise wie ein großes C.
Vor dem -mann findet sich aber auf gar keinen Fall ein s, welches an der Stelle ein Endungs-s sein muss, und nicht das hochragende s. Es ist eben ein t, wie Vergleiche in dem kurzen Text erkennen lassen. Hier müsste ein größerer Abschnitt desselben Schreibers herangezogen werden, oder eine Nennung desselben Berufs aufgesucht werden. Verbehetsmänner, Verbittelsmänner, Leichen- und Hochzeitsbitter werden aber nur sehr selten in Kirchenbüchern erwähnt. Ich habe bisher nur zwei Verbehetsmänner in Dithmarschen in der Vorfahrenschaft aufgefunden. Sozial scheint es sich um Altenteiler aus der örtlichen Oberschicht zu handeln, weil diese sozial für aufdringliche Besuche erträglich waren und ihr Sprüchlein eloquent vorführen können. Der örtliche Säufer, der nicht lesen konnte, kam da nicht in Frage, und der Job konnte wohl auch nicht wesentlich zum Lebensunterhalt beitragen, aber im Alter gesellig etwas herumkommen im Kirchspiel war schon für sich attraktiv.
Was dagegen ein Verlehensmann sein soll und was er tut, erscheint rätselhaft. Lexikalisch nicht auffindbar, im Kirchenbuch bundesweit bisher nicht begegnet und mit 78 noch aktiv - sehr seltsam. Und die Buchstaben geben es eher nicht her. Vielleicht ein Verlesensmann, ein Mann, der Wörter falsch entziffert ![]()
Mit freundlichen Grüßen
Arne Nilsson
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Hallo Herr Helm,
Google bietet einiges zu Verlehensmann, auch das Wörterbuchnetz „Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm“ bietet eine schlüssige Erklärung:
https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=V02478
Gruß
Ingrid Jakesch
Moin an alle,
ich lese auch „Verlehensmann“, das ist ein „Lehnsmann“.
Beste Grüße
Jörn Knabbe
Grandios, ein Altenteiler!
Dann gucke ich mir meine dithmarsischen zwei Verbehetsmänner auch noch einmal kritisch an. Die Schreibweise überzeugt mich aber immer noch nicht. Aber man hat ja schon viel komisches Zeug gesehen.
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