Leibeigene Kurpfalz-Mainz im 17. Jhdt

Oberdischingen, 28. August 2024

Sehr geehrte Listengemeinde !

Im späten 17. Jhdt. dachte die kurpfälzische Regierung an einen großen Austausch von Leibeigenen mit Kurmainz. Dazu mußte erst einmal festgestellt werden, wie viele kurmainzische Leibeigene in der Kurpfalz lebten und umgekehrt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung liegen in Akte 77/4488 des Generallandesarchivs Karlsruhe:
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-4669256

Die von dieser Akte hergestellten Kopien hat ein Listenmitglied vor Jahren abgeschrieben. Nochmals besten Dank dafür. Leider kann ich nicht mehr sagen, wer das damals war, und habe auch die Korrespondenz nicht mehr.

Hier noch einige Hinweise zum Verständnis:
Die zwischen zwei senkrechten Strichen stehenden Zahlen sind fiktive Seitenzahlen, mit denen ich die Kopien numeriert habe. Die Zahlen kommen im Original nicht vor.
Die Orte wurden durch eine Kombination aus Buchstaben (hier MZ und MX) und laufenden Nummern codiert.
Viele Personen kommen mehrfach vor. Eine Zusammenstellung nach Familien habe ich nicht versucht.
Gelegentlich werden Wildfänge genannt. Das sind Personen, die von der Kurpfalz in die Leibeigenschaft gezwungen wurden.

Ob der Austausch von Leibeigenen jemals zustande kam, weiß ich nicht.

Für pfälzische Genealogen sind natürlich die Listen aus dem Gebiet westlich von Mainz am wichtigsten. Daneben gab es auch im Norden des pfälzischen Oberamts Mosbach und im angrenzenden mainzischen Gebiet viele fremde Leibeigene. Die sind eher für baden-württembergische Genealogen von Bedeutung, aber ich lasse sie dennoch hier drin.

Rückmeldungen für den Fall, daß jemand Nutzen aus dieser Datei zieht, sind willkommen.

Einstweilen freundliche Grüße, Friedrich R. Wollmershäuser

MZ1681.TXT (156 KB)