Moin Erich,
zumindest zur FPN 61948 (falls es die deutsche FPN und keine sowjetische Nummer anderer Bedeutung ist, s. u.!) kann ich Dir Auskunft geben. Sie war an diese beiden Truppenteile vergeben worden:
*61948*
Im Vergabezeitraum 8.9.1943-22.4.1944 zugeteilt am 31.3.1944 an
*schwere Flak-Batterie z.b.V. 4208*.
Im Vergabezeitraum 23.4.1944-24.11.1944 zugeteilt am 25.7.1944 an
*1. Batterie gemischte Flak-Abteilung 675 (v)*.
Die deutsche FPN gibt allerdings nur Auskunft zur Truppenzugehörigkeit zu einem bestimmten Datum bzw. Zeitraum, in dem der Soldat die FPN als Absender verwenden mußte, um aus Geheimhaltungsgründen nicht seine Einheit und deren Position im Klartext zu verwenden.
Eine deutsche FPN gibt jedoch - natürlich - keine Auskunft zu Kriegsgefangenschaft, etc.. Selbst wenn man die übergeordneten Verbände und Großverbände dieser beiden Einheiten in Betracht ziehen würde, weiß man immer noch nicht, wann und wo und unter welchen Umständen genau dieser Soldat in Kgf. geriet. Anhand der genannten FPN wäre ja nicht einmal klar, in welchem Zeitraum und somit bei welchem der beiden Truppenteile er in Kgf. geriet!
Wichtig wäre daher, diese Zusammenhänge erst mal zu ermitteln. Das dürfte nur über seine _sowjetischen Kgf-Akten_ festzustellen sein.
*Ich gehe aufgrund des Kontexts Deiner Angaben davon aus, daß es sich bei "61948" nicht um eine deutsche FPN, sondern um eine **_sowjetische Nummer_**handelte, die damals im Zusammenhang mit dem sowjetischen Entlassungslager bzw. deutschen Heimkehrerlager Gronenfelde bei Frankfurt/Oder (<https://de.wikipedia.org/wiki/Heimkehrerlager_Gronenfelde>\) stand.*
Anfragen zu sowjetischen Papieren mit dieser Nummer tauchen immer wieder auf. Die oben angesprochenen Fragen (wann und wo und unter welchen Umständen in Kgf.) müssen daher im Zusammenhang mit dieser Nummer untersucht werden. Aus einer entsprechenden Auskunft sollte dann auch seine Truppenzugehörigkeit hervorgehen.
Das heutige russische Militärarchiv (das frühere Zentrale Staatsarchiv der Roten Armee bzw. später das Zentrale Staatsarchiv der sowjetischen Armee) hat folgende Anschrift:
Rossijskij Gosudarstvennyj Voennyj Archiv (RGVA)
Ul. Admirala Makarowa 29
125212 Moskva
Rußland (Rossiya)
Auch die deutsche Stiftung Sächsischer Gedenkstäten (<https://www.stsg.de/cms/index.php>\) kann bei Recherchen behilflich sein.
Über Kampfräume, Kriegsgefangenenschaft, Gefangenentransporte und Lager im Osten informiert Dich dann bspw. das FdW unter <https://www.forum-der-wehrmacht.de/index.php?thread/9563-datenbank-zu-kriegsgefangenen-kampfräume-gefangenentransporte-und-lager-im-osten/&pageNo=1>\.
Viele Grüße,
Jürgen