Krieg 1870/71

Liebe Listenmitglieder,

von einem Vorfahren (Kurt SCHMIDT 1848-1889) wissen wir, dass er 1868-1872
in Berlin studierte (Technik), 1870 in den Krieg (Preu�en-Frankreich) zog
und im Januar 1871 in Paris war. In den siebziger Jahren wurde er
k�niglicher Beamter (Regierungsbaumeister bei der Eisenbahn). Sein Vater
(Landarzt bei Danzig) gab f�r seine �Milit�rsachen� 20 Taler aus und noch
einmal �23+2� Taler f�r die �Equipierung�.

L�sst sich aus diesen Angaben (leider sind keine weiteren Daten und
Unterlagen erhalten) vermuten, ob oder dass er auf irgendeinen Offiziersrang
hinarbeitete? Wenn ja, mindestens auf welchen? Gibt es Milit�rverzeichnisse
dar�ber, wer 1870/71 mit in den Krieg zog (in welchem Heeresteil) und in
welchem Rang? Wenn ja, wo kann man sie einsehen? Sind sie gedruckt?

Wir freuen uns �ber jeden Hinweis.

Viele Gr��e

Felicitas und Peter (Hestermann)

DAUERSUCHE:

- (Ostpreu�en; Raum Goldap?)
Eltern der 6 Geschw. BREMER: Gottlieb * ca 1770 (oo Herrcke), Johann,
Michael, Anna Maria (oo Baltikowski), Christina (oo Brinck), Dorothea (oo
Sittner (G�ttner?))

Da <auch> um 1870 der Wehrdienst als Wehrpflichtiger nicht umsonst sondern nur kostenlos
war, wissen wir, dass Kurt Schmidt nicht Grundwehrdienstleistender sondern "nur" Einjaehrig-Freiwilliger
gewesen ist: Hier musste der "Delinquent" sich selbst ausstatten, verpflegen und bekoestigen. wofuer Papa
23+2 Taler fuer die Uniform und noch einmal 20 Taler fuer den Lebensunterhalt bezahlen durfte.
<die +2 Taler duerften Kosten gewesen sein, die erst zum Ende der einjaehrigen Dienstzeit fuer die
Aenderung anlaesslich der Befoerderung zum Faehnrich angefallen sind. <Man brauchte ein neues
"langes Messer", neue Kragenstickereien und einen veraenderten Helm>

Den Spruch des Vaters: "Sohn, jetzt reicht's" hoere ich foermlich. 20 Mark war mehr als das Monatsgehalt eines schlichten evangelischen Landpfarrers. Damit waere unser Kurt bei der Garde in Berlin nicht mal in den Vorraum eines "Herrenausstatters" gelangt, geschweige denn bedient worden. Er war also mit Sicherheit bei einem Infanterie-Regiment im Bereich des I. <Koenigsberg/Danzig> oder V. <Posen> - Armee-Korps. und ist im Fruehjahr 1868 aus der Armee <als Faehnrich> entlassen worden. Rechtzeitig zur Aufnahme des Studiums und zur Einberufung als Reserve/Landwehrleutnant im Sommer 1870.

In der Preussischen Rangliste stehen zwar alle Offiziere des aktiven Standes, der Reserve und der
Landwehr aufgezeichnet, und natuerlich habe ich gleich mal in der von 1879 <mir fehlt die eine oder
andere Rangliste> nachgeschaut: Nicht sehr erfolgreich: die Herren Schmidt mit "dt" und dem Dienstgrad "Sekonde-Lieutenant" verbreiten sich ueber ein drei-viertel Spalten und die Suche nach unserem Kurt entspricht da einem verbotenen Gluecksspiel..... Das reizt natuerlich <grins>:

Also schauen wir mal bei
8.Ostpreussisches-Landwehr-Regiment Nr 45:
I. Bataillon (Danzig)
Companie-Stationierungs-Orte: 1. bis 4. Companie: Danzig <kleine unbedeutende Siedlung in der Naehe von Oliva und Langfuhr>

Infanterie:
Premier-Leutnant: Schmidt Eisernes Kreuz II. Klasse, Landwehr-Dienstauszeichnung 1.Klasse

<sonst sind da nur voellig unbekannte Namen wie: Hoffmann oder Schwartz-Hafter oder v. Unruh aufgelistet>

Ich bitte um Entschuldigung, wenn dies hilfreich war, soll bestimmz nicht wieder vorkommen (;-((((

Ernst