gestern kam ein ersehnter Brief aus dem Archiv Allenstein, der
mir nun den Beweis weiterer direkter Vorfahren gebracht hat:
Wilhelmine Krokowski geb. Gebert
geboren ca. 1825/26 in Regerteln, + 1919 in Sonnenborn/Kreis Mohrungen;
Eltern:
Christoph Geb(bert) und Christine Krickhahn (beide evangelisch), vermutlich
mit Ihren Familien aus der Priegnitz oder Mittelmark ca. 1795 als Kolonisten in die Gegend um Bialystok eingewandert und von dort aus ca.
1815/16 nach Regerteln.
Bei der kleinen Gruppe der Priegnitzer handelt es sich um mehrere Familien,
die im Rahemen der Schrötterschen Kolonisation nach "Neuostpreußen" geworben wurden und nach dem dieses Gebiet nach dem Wiener KOngress dann
russich wurde, nach Ostpreueßen weitergewandert sind.
Ich suche nun nach Möglichkeiten in der Gegend um Bialystok in evangelischen
Kirchenbüchern weiterzuforschen. Die evangelische Gemeinde/Kirchenbücher
in Bialystok gab es erst später. Nun habe ich in einem Aufsatz von 1942 (!)
folgenden Hinweis gefunden:
"Wie in Schröttersdorf un Plock, so sind auch in Bialystok die Evangelischen vor der eigentlichen Gründung der Gemeinde von den Feldpredigern dort garnisonierender Truppenteile betreut worden, von 1796-1803 vom preußischen Feldprediger Brettschneider....."
Könnte mir evtl. ein Militärkirchenbuch weiterhelfen?
Welche Garnison war zu der Zeit (1793-1815)in der Bialystoker Gegend?
In einer Veröffentlichung hießen die damaligen Kolonisten-Siedlungen u.a.
Güntherswalde (Neu-Zgierszczyna), Günthersaue (Neu-Dubasiewszyna), Elisenau (Brody), Wilkendorf (Neu-Kumiallen)
in der Zeit nach der 3. polnischen Teilung war in dem Gebiet "Neuostpreußen"
das Regiment Towarczys Nr. 9 (ehem. Bosniaken-Korps) stationiert.
Die Militärkirchenbücher des Regiments sind im EZA in Berlin unter der
Archivnr M 201 vorhanden und umfassen die Jahre 1777 - 1833 für Taufen,
Trauungen und Tote. Das Regiment wurde 1808 bei dem Neuaufbau der
Preußischen Armee aufgelöst und das Personal zur Neuaufstellung der
Ulanenregimenter Nr. 1 und Nr. 2 gebraucht. Das Regimentskirchenbuch blieb
damals meist bei dem letzten Regimentsprediger und wurde dann als
Garnisonkirchenbuch weiter genutzt.
Ich hoffe, dass Sie mit Ihrer Suche Erfolg haben werden.
In einigen Urkunden um 1880 taucht der Name Schornsteinfegermeister Werdemann Johann GANZKE auf. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich bei dem Namen Werdemann um einen Vornamen, oder um eine spezielle Bezeichnung handelt.
obwohl Du sicher bist, den 'Werdemann' richtig gelesen zu haben und es wohl auch schon immer etwas aus dem Rahmen fallende Vornamen gegeben haben d�rfte, w�re hier die Frage zu stellen, ob das 'd' im Namen nicht vielleicht ein 'b' sein k�nnte. Dann h�tten wir einen 'Werbemann' und das war in unserem Interessengebiet ein Heiratsvermittler.
In einigen Urkunden um 1880 taucht der Name Schornsteinfegermeister
Werdemann Johann GANZKE auf. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich bei
dem Namen Werdemann um einen Vornamen, oder um eine spezielle
Bezeichnung handelt.
k�nnte es vielleicht bedeuten, dass der Herr GANZKE ein "angehender" Schornsteinfegermeister ist, also gerade dabei ist, seine Meisterpr�fung zu absolvieren ?