Hallo Suchende,
ich suche Daten zu Lieske (Liselotte?) Fanknowski aus Friedrichsdorf
Mehlauken.
Sie ist mit Ihrem Mann und Ihrer Tochter im Dezember Januar 1945? nach
Kᅵnigsberg geflohen um den "letzten Zug" nach Deutschland zu erreichen.
Die Familie ist in Kᅵnigsberg getrennt wurden, nur Vater und Tochter
haben es geschafft.
Meine Fragen sind, wann fuhren die letzten Zᅵge nach Deutschland und
wurden in Kᅵnigsberg Zivilisten die gestorben waren und natᅵrlich
Papiere bei sich hatten, dokumentiert oder hatte in den Wirren des
Krieges dafᅵr keiner Nerven und Zeit?
Einen schᅵnen Abend noch!
Michael Welcker
Hallo Michael,
nach Aussagen meiner Mutter fuhr am 13. Januar 1945 der letzte Zug von Jorksdorf (Kr. Labiau) nach K�nigsberg.
Und, dass sie den Zug von K�nigsberg nach Berlin an diesem Tage mit uns erreichte. Es soll der Letzte gewesen sein.
Es mu� mit der Sprengung der Weichselbr�cke zusammengehangen haben.
Ob es wirklich der letzte war? Lt. Ansage sollte noch einer fahren, u.U. eine Beruhigungsdurchsage, denn was da auf dem Bahnhof los war, mu� unvorstellbar gewesen sein. Auch unsere Fam. (Mutter + 5 Kinder) h�tte es beihnahe auseiandergerissen.
Sch�ne Gr��e von
KLaus (Binder)
Hallo Michael,
abgesehen davon, dass die Genannte in K�nigsberg bereits in Deutschland war, ist der letzte Zug aus Ostpreu�en wohl der 'Hohensteiner Bauzug' gewesen, der am 22.01.45 fuhr. Die Dirschauer Weichselbr�cke d�rfte in diesem Zusammenhang keine Rolle gespielt haben, denn sie wurde erst am 08.03.45 gesprengt, nachdem sie bereits 1939 ein �hnliches Schicksal ereilt hatte, aber wieder repariert worden war.
Der Zugverkehr kam in Ostpreu�en im Verlauf des Januar 1945 schrittweise zum Erliegen. Meine Familie hat beispielsweise am 26.01.45 morgens auf dem Bahnhof K�nigsberg-Juditten vergeblich auf einen Zug nach Pillau gewartet, da der Roten Armee bereits ein vor�bergehender Vorsto� ins Samland gelungen war, der eine Zug-Verbindung an dem Tag und zumindest am folgenden unm�glich machte, denn wir haben am 27.01.45 Juditten in Richtung Fischhausen/Pillau �ber die Stra�enverbindung verlassen.
Gru�
Rolf-Peter
Hallo Michael,
gemäß Tagebuch meiner Mutter haben wir Liebenfelde (Mehlauken) am 20.01.1945
mit dem Zug verlassen. Es mußte ein Umweg über Insterburg gefahren werden.
Insterburg war schon evakuiert. In Königsburg sind wir in einen Lazarettzug
gestiegen, er hatte einige Personenwagen und viele Güterwagen, hauptsächlich
offene. Die Reise endete bei Berlin. Über andere Personen kann ich leider
keine Angaben machen.
Mit freundlichen Grüßen
Gerd
Hallo Rolf-Peter,
nach einem mir vorliegenden Bericht aus dem Jahre 1974 hat der Zugf�hrer einen in K�nigsberg eingesetzten Fronturlauberzug als letzten Zug aus Ostpreu�en gef�hrt. Der Zug war nur m��ig mit Soldaten besetzt. Der Zugf�hrer hat aus eigener Entscheidung auf dem Bahnsteig wartende Frauen und Kinder mitgenommen. Bei der Fahrt durch Elbing war alles dunkel und die Signale standen auf freie Fahrt. In Schneidem�hl hatte man diesen Zug nicht mehr erwartet, weil Elbing bereits eingeschlossen war.
Desweiteren habe ich auch einen Augenzeugenbericht, bei dem es sich um einen Bauzug aus Hohenstein gehandelt haben soll.
Bei den Z�gen von K�nigsberg nach Pillau handelte es sich um Zubringerz�ge f�r die Flucht �ber die Ostsee.
Sch�ne Gr��e,
Heinz (Timmreck)
Hallo Heinz,
darf ich mir erlauben, meine Reaktionen gleich zwischen Deine Zeilen zu schreiben?
Hallo Rolf-Peter,
nach einem mir vorliegenden Bericht aus dem Jahre 1974 hat der Zugf�hrer einen in K�nigsberg eingesetzten Fronturlauberzug als letzten Zug aus Ostpreu�en gef�hrt. Der Zug war nur m��ig mit Soldaten besetzt. Der Zugf�hrer hat aus eigener Entscheidung auf dem Bahnsteig wartende Frauen und Kinder mitgenommen. Bei der Fahrt durch Elbing war alles dunkel und die Signale standen auf freie Fahrt. In Schneidem�hl hatte man diesen Zug nicht mehr erwartet, weil Elbing bereits eingeschlossen war.
Die "freie Fahrt" durch Elbing erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich zu sein. Wie sollte ein Zug nachts die russischen Linien durchbrechen? Der letzte Zug aus K�nigsberg ins "Reich" mag dieser Fronturlauberzug gewesen sein, doch dann muss ere vor der Umfassung Elbings bis nach Pommern gelangt sein. Gegenteiliges halte ich f�r einen Mythos oder "Landmannsgarn". Gerade nach durchlebten schweren �ngsten werden ja in der Phase der Erleichterung gerne Garne gesponnen.
Was den "Hohensteiner Bauzug" angeht, so l�sst er sich auch ergooglen. Vielleicht kann man deshalb �ber das Internet an weitere Quellen zu diesem Zug gelangen?
Desweiteren habe ich auch einen Augenzeugenbericht, bei dem es sich um einen Bauzug aus Hohenstein gehandelt haben soll.
Bei den Z�gen von K�nigsberg nach Pillau handelte es sich um Zubringerz�ge f�r die Flucht �ber die Ostsee.
F�r uns, die wir aus K�nigsberg-Juditten stammen und Verwandte in Pillau hatten, war die Strecke K�nigsberg-Pillau nat�rlich zun�chst einmal eine ganz normale Verkehrsverbindung. Es stimmt aber nat�rlich, dass sie f�r viele Fl�chtlinge, die �ber die Provinzhauptstadt ausreisen wollten zur Zubringerstrecke zu den rettenden Schiffsverbindungen wurde. �ber Unterbrechungen dieser Verbindung in Metgethen durch die Rote Armee und die �rtlichen Folgen gibt das Internet ebenfalls Auskunft.
Vielen Dank auch f�r die M�glichkeit der Einsichtnahme in Dein Expos�. Ich w�nsche f�r die Ver�ffentlichung alles Gute! Wir wissen ja aus anderen F�llen von j�ngeren Ver�ffentlichungen zum Thema Kriegsende, dass daran nicht nur die damals erwachsene und heute aussterbende Erlebnisgeneration Interesse hat.
Sch�ne Gr��e,
Heinz (Timmreck)
Ebenfalls sch�ne Gr��e
Rolf-Peter (Perrey)
Hallo, auch ich kann dazu eine Kleinigkeit beitragen, wenn es dann dazu passt.
Aus Erz�hlungen von fr�her innerhalb der Familie wei� ich folgendes:
mein Opa war Rangiermeister, so weit mir bekannt ist, in Waplitz/Osterode, wo er auch gewohnt hat. Waplitz/Osterode ist ja nun auch nicht so weit weg von Hohenstein und hatte einen Bahnhof.
Die Angeh�rigen von meinem Opa, Frau und Kinder, hatten sich bereits auf die Flucht begeben, aber mein Opa durfte (noch) nicht fl�chten. Er musste als Rangiermeister warten, bis der letzte Zug durch war. So ist seine Frau vorab gefl�chtet, kam aber nicht sehr weit, sie wurde erschossen. Danach, als der letzte Zug durch war, ist mein Opa gefl�chtet. Und er hat es auch noch irgendwie geschafft, einigerma�en gesund durch zu kommen.
Ob es sich um diesen besprochenen "letzten Zug" handelt, das wei� ich nicht.
Gru� Klaus
Hallo OWP Listen-Leser;
Nachdem ich einige Zeit die Beiträge über "der letzte Zug" mitgelesen
habe sprach ich mit meiner Mutter (84 Jahre).
Sie war mit Ihren 2 Schwestern und Ihrer Mutter für über ein halbes Jahr
von Altenbögge-Bönen/Westf. nach Neuwedell bei Stargard zu Besuch bei
Familie FRÖHLICH.
Sie kann sich nicht mehr an das genaue Datum erinnern, aber als es hieß
"die Sowjets seien in "Hochzeit"(ein Ort oder Vorort), nahmen Sie den
"letzten Zug" von Neuwedell Richtung Westen, und kamen nach 10 Tagen mit
Unterbrechungen in Hamburg an(Zwischenstation Berlin).
Unterwegs nach der Abfahrt aus Neuwedell kamen Ihnen während eines
Haltes Wehrmachtssoldaten entgegen auf dem Wege an die vorrückende
Front, diese Soldaten verteilten an die Zuginsassen "Brot und sonstiges
essbares"
Was ist der Ort oder Vorort "Hochzeit"
Gruß
Dieter (Märte)
.
Was ist der Ort oder Vorort "Hochzeit"
Gru�
Dieter (M�rte)
Antwort:
Wikipeda:
"der deutsche Name des Dorfes Stare Osieczno in der polnischen Woiwodschaft Lebus
Klaus Meyer
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