Lieber Werner,
der FN KÖNIG kann im Mittelalter gebildet worden sein, wenn jemand als "König" einer Pilgergruppe zurückkam, d.h. als der erste, der die Pilgerstätte
- von weitem sah
- erreichte
Oder auf der Reise als Chef fungierte, u.a.
So entstanden die frz. Namen LEROY, LE ROY, ROY, REY und ähnlich.
Es gibt aber sicher noch andere Ursprünge, besonders in Deutschland. Im Genwiki wird der FN vom Vornamen Konrad abgeleitet König (Familienname) – GenWiki
Gruss aus Frankreich
Colette (Llorca)
www.llorcahome.org
Hallo Werner,
die deutschen Namen sind ein interessantes, wenn auch schwieriges Kapitel, da sie großes territoriale Unterschiede aufweisen.
Namen wie Junker, König etc lassen sich einfach erklären. Neben dem an Bauern ausgetanen Besitz, gab es auch Herrenhöfe (Fronhöfe von Fro= Herr), die sich in adligem Besitz befanden. Vielfach wurde der Hof dann als Hof der Junkers bezeichnet und der auf ihm wirtschaftende Bauer als Junkers Heinrich. Da auch die Grafen-, Herzogs- und Königsfamilien über Eigenbesitz verfügten, lässt sich das bei Junkers aufgeführte System leicht weiterführen. Daneben gab es auch noch Spitznamen, die zu Familiennamen wurden .
Gruss
Frank Stupp
Guten Tag liebe Ahnenforscher,
habe kurz mal bei Bahlow reingeschaut.
König, wie Kaiser, Herzog, Graf, Fürst zu beurteilen
(sei es als Bauer auf einem Königsgut, also sozial bedingt,
sei es als Schützen-, Zunft-, Spielmanns-König;)
Schönen Tach auch und Glück Auf aus Dortmund
Martin Janz
Gesendet von Mail<Outlook; für Windows 10
Wobei der gute Bahlow unter Sprachforschern längst nicht mehr das Maß aller Dinge ist, so fleißig er auch war. Seine Lexika - teils 70 Jahre alt (Schlesien-Ausgabe) - wimmeln von Fehlern und Vereinfachungen.
Viele Grüße, Karl
Hallo Karl,
habe noch andere Namenslexika!
Z.B. Horst Naumann und den TV-Star Udolph.
Aber Bahlow, meine Ausgabe von 1972, ist meiner Meinung nach
immer noch das Standartwerk.
Nix für Ungut.
Glück Auf
Martin
Gesendet von Mail<Outlook; für Windows 10
Liebe Liste,
die Namenslexika sind eine schöne Hilfe, doch das Wichtigste ist, herauszufinden, wie die älteste Schreibung des Namens lautete. Denn ein Name, der im 18. Jahrhundert z.B. König geschrieben wurde, konnte im 16. Jahrhundert noch eine völlig andere Bedeutung und Schreibweise gehabt haben. Darüber hinaus können Namen in Dialekten eine völlig andere Bedeutung haben, als man auf den ersten Blick vermutet. Ein gutes Beispiel dafür ist der Familienname Schiffer. Da ist doch eigentlich klar, welchen Ursprung dieser Name hatte: jemand, der ein Schiff besaß und Transportunternehmer war. Der Blick in die verschiedensten Namenslexika wird diese Vermutung auch bestätigen. Doch lebte der Namensträger im Rheinland (zwischen Köln-Aachen-Bonn) würde man sich in diesem Fall völlig auf dem Holzweg befinden. Denn hier bezeichnet der Schiffer einen Schäfer.
Also erst einmal versuchen die älteste Schreibweise herauszufinden und dann kann man mit Hilfe der Namenslexika möglicherweise weitersuchen und -kommen.
Viele Grüße
Frank Stupp