Knieriemen

Hallo Anneliese, Doris und Heidrun sowie sonstige Knieriemen-Bearbeiter
(streng alphabetisch ! :wink: )

im Raum nördlich von Kaiserslautern ist das späte 17.Jahrhundert offenbar ein Riesenproblem: zum einen ist die Einwanderung immens, d.h. es taucht eine Vielzahl neuer Familiennamen (in aller Regel ohne Herkunftsbezeichnung) auf, die Quellen (Kirchenbücher und sonstige) sind zudem vor 1700 ausgesprochen dürftig. Im Extrem gilt das für Otterberg und Erlenbach. Ausgiebige Bearbeitung dieser KB (sie liegen durchweg in der Otterberger Stadtverwaltung) ergab nicht nur übliche Probleme mit Lücken etc - die KB sind zudem konfessionsreich (deutsch-reformiert, französisch-reformiert, lutherisch, katholisch; daneben muß es mennonitische gegeben haben), zersplittert (Erlenbach und die umgebenden Höfe gehörten zeitweise zu Kaiserslautern, mal zu Otterberg und mitunter zu anderen Gemeinden) und zerstört (es liegen einzelne, oft angeschmorte Blätter zerstörter und nicht mehr zuzuordnender Kirchenbücher im Tresor).

Auf dieser Basis fand ich es eher angebracht, Zurückhaltung bei der Zuordnung der Knieriemen zu einer Familie zu üben. Aber ein Zusammenhang drängt sich schon auf: insbesondere die "Leitnamen" Paul, Martin und Theobald wiederholen sich in allen Zweigen sehr oft, auch sind Patenschaften zwischen den Zweigen nachweisbar (was herzlich Probleme schafft, da die gleichnamigen, gleichzeitig lebenden Personen in den Quellen oft nicht eindeutig zu identifizieren sind).

"Meinen" Martin Knieriemen, * um 1650 (in Sembach, in Otterbach ?) identifiziere ich mit demjenigen bei Herzog, Heinrich: Kaiserslautern IV, Nr.4268 und N 4268; "meinen" Paul Knieriemen, * 1674 err., keine Daten vor 1701, kann ich nicht weiter zurückführen. Auch über die angefragte Salomea habe ich leider keine weiteren Angaben.

Die Identifizierung oder Verifizierung der Zusammenhänge zwischen den Knieriemen nördlich Kaiserslauterns erfordert m.E. erheblichen Aufwand: es müssten alle Namensträger systematisch aus den KB Otterbergs und der Umgebung erfaßt sowie die Archivalien durchforstet werden. Berufsbedingt kann ich auf absehbare Zeit hierzu wohl keinen Beitrag leisten. Nachstehend gebe ich deshalb nur ein paar Hinweise auf bearbeitete Quellen und biete jedem (und hier wohl vor allem: jeder) Interessierten auf Anfrage eine längere Liste einschlägiger Publikationen und Archivalien an, die ich noch nicht bearbeiten konnte (FHeudorf@t-online.de).

Erste Knieriemen in den KB Otterbergs:
* 1700, Ehe 1726 (deutsch-reformiert)
* 1689, Ehe 1695 (katholisch)
keine Knieriemen in:
Kaller, Gerhard: Geschichte von Kloster und Stadt Otterberg. Bd.2 (d.h. keine Erwähnung in Einwohner- oder Steuerlisten Otterbergs)
Ruby, Arnold: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn

In Vertrauen und Hoffnung auf Forscherdrang und -lust (vor allem Doris´ und Heidruns) mit besten Grüßen

Frank Heudorf