Hallo Kollegen,
Wer weiß wie es um die Kirchenbücher von Magdeburg steht? Ich wäre an folgenden Informationen interessiert:
1. Wieviele evangelische Pfarreien gab es zwischen 1650 und 1750 in
Magdeburg?
2. Sind die Kirchenbücher nach dem 30-jährigen Krieg noch vorhanden?
3. Wo sind diese einzusehen? Im Original oder verfilmt?
4. Sind alphabetische Namenregister angelegt?
Wäre jemand bereit für mich in den Registern dieser eventuell noch vorhandenen Kirchenbücher nachzusehen, ob der Familie Tuve in der Zeit zwischen 1650 und 1700 überhaupt vorkommt?
Herzliche Grüße
Heinz Ebenhög
Weinheim/Bergstrasse
Hallo,
Mit den Kirchenb�chern von Magdeburg sieht es leider sehr schlecht aus.
Viele wurden im 2. Weltkrieg zerst�rt.
Die noch vorhandenen KB liegen im Kirchenbuchamt, Lutherstr. 30, Tel.
0391-6224899. Die Damen dort sind sehr freundlich und geben bereitwillig
dar�ber Auskunft, was genau noch vorhanden ist.
Von vor dem 30j�hrigen Krieg war aber schon vor dem 2. Weltkrieg nichts mehr
vorhanden, damals begannen die fr�hesten B�cher (Heilig Geist) 1659, zur
Neustadt Magdeburg begannen die B�cher schon 1639.
Zu den Kirchenb�cher von Magdeburg hatte mir Herr Wagner vor einiger Zeit
aus einem Kirchenbuchverzeichnis von 1925 folgende Auflistung geschickt :
Magdeburg
St Johannis * 1656, oo 1656 (L�cke 1667-1729), + 1686
St Ulrich und Levin: 1656, 1656, 1656
Heiliger Geist: 1652, 1652, 1652
St Katharinen: 1679, 1679, 1679
St Jacobi: 1659, 1659, 1659
St Petri: 1689, 1690, 1689
St Nicolai (Neustadt) 1639, 1638, 1638
Martins-Kirche (Neustadt): 1902, 1902, 1902
St Ambrosii (Sudenburg) 1722, 1722, 1722, vorher Dom
Luther-Kirche (Friedrichstadt) 1736, 1738, 1738, vorher St. Johannis
Paulus-Kirche (Wilhelmstadt) 1901, 1901, 1901, vorher St Ulrich und Levin
Dar�ber hinaus gibt es einen Arbeitsgemeinschaft Genealogie Magdeburg, der
Herr K�tz (Horst.Koetz@t-online.de) leitet. Diese Arbeitsgemeinschaft
besitzt eine genealogische Datenbank und hat auch eine Internetseite, die
Adresse habe ich im Moment aber leider nicht parat.
Sch�ne Gr��e,
Ingolf Vogel
Guten Tag,
nach Machholz, Ernst: Die Kirchenb�cher der evangelischen Kirchen in der
Provinz Sachsen, Leipzig 1925, S 10, w�re zu nennen:
Dom ab 1665; St. Johannis ab 1656 (ohne oo 1667/1729), St. Ulrich u Levin ab
1656, Heiliger Geist ab 1652, St. Katharinen ab 1679, St. Jacobi ab 1659,
St. Petri ab 1689, St. Nicolai ab 1639, Martinskirche ab 1902, St. Ambrosii
ab 1722, Lutherkirche ab 1736, Pauluskirche ab 1901.
Machholz schrieb 1925 zus�tzlich: "Im Stadtarchiv steht bei den B�rgerrollen
ein Foliant, der die Proklamationen aus den Kirchen der Altstadt (St.
Johannis, St. Ulrich u Levin, Heiliger Geist, St. Katharinen, St. Jacobi,
und St. Petri) aus den Jahren 1656 - 1683 nachweist, und im Archiv des
Klosters Unserer Lieben Frauen ruht ein Foliant, der die in den Jahren
1779 - 1825 in der Klostergemeinde Verstorbenen meldet."
Hierzu sollten Kriegsverluste bedacht werden.
Im �brigen verweist Machholz auf Herold, Berlin 1925 S 29 bis 47 und
Familiengeschichtliche Bl�tter Leipzig 1922 S 74 - 76.
Viel Erfolg!
J�rgen Wagner
Hallo J�rgen - zu Deinen Ausf�hrungen gibt es noch folgende Erg�nzungen:
Teilweise sind zwar die B�cher selbst kriegsverlustig aber daf�r sind z.T.
die Registerb�cher erhalten geblieben.
�brigens hat man mir im Kirchenbuchamt erz�hlt, das, zu DDR-Zeiten, jemand
an sie heran getreten sei und 2 B�cher zum Kauf angeboten h�tte. Diese
B�cher waren aber so schlecht erhalten, das man nicht`s mehr daraus lesen
konnte - diese Person hatte sie wohl jahrelang in seinem Schrebergarten
gelagert - man reagierte damit, das man ihm klar machte, das er froh sein
k�nne, wenn man von einer Anzeige Abstand n�hme.
Ein �lterer Verwandter von mir berichtete, das B�cher der St. Ulrich Kirche
nach der Zerst�rung dort bei der Kirche herum gelegen h�tten.
Nicht besonders schlau war ja auch die Entscheidung, alte Kirchenb�cher im
2. unteren Keller eines Hauses der Leiterstra�e zu lagern - gerade diese
Stra�e bekam einen Volltreffer!
MfG
Hans
Ps.
Besitze �brigens eine Kopie des Adressbuchs Magdeburg von 1817