Ich habe eine Anfrage an die Kirchenbuchstelle der Pfalz geschrieben und auch Auskunft erhalten.
Mir wurde mitgeteilt, dass für einen Zeitraum von 20 Jahren die Eintragungen fehlen.(ca1810-1790)
Weiß jemand den Grund dafür?
Ich habe eine Anfrage an die Kirchenbuchstelle der Pfalz geschrieben und auch Auskunft erhalten.
Mir wurde mitgeteilt, dass f�r einen Zeitraum von 20 Jahren die Eintragungen fehlen.(ca1810-1790)
Wei� jemand den Grund daf�r?
nicht nur im Kirchenbuch von Gimmeldingen gibt es zwischen 1790 und 1810 Lücken. Die Größe der Lücke ist in den einzelnen Pfarreien unterschiedlich.
Ich habe gesehen, dass z. B. im kath. KB von Glan-Münchweiler zwischen dem 8.11.1791 und 26.1.1809 keine Heirat vorhanden ist. 1790 und 1791 gab es je 5 Heiraten und 1809 sogar 9 Heiraten. Daraus schloss ich, dass pro Jahr 6 Heiraten fehlen, insgesamt rund 100 Heiratseinträge. Auch bei den Taufeinträgen und Sterbeeinträgen gewann ich den Eindruck, dass 1792/93 Einträge fehlen.
Wie Sie fragte ich nach der Ursache. Ein zentraler Grund ist das Eintreffen der französischen Revolutionsarmee in der Westpfalz im Oktober 1792. Die Unruhen dauerten mehrere Jahre bis zur Beruhigung der Lage 1797. Dazwischen lag die Schlacht bei Morlautern vom 28. - 30. November 1793, der Plünderwinter 1793/94, die Niederbrennung von Schloss Carlsberg, die Niederbrennung von Kusel am 26. Juli 1794 u. a.
Während der Herrschaft der Franzosen mussten die Pfarrer die Kirchenbücher abgeben und eine ordentliche Kirchenbuchführung wurde verboten und verhindert. Pfarrer wurden verfolgt, flohen oder versteckten sich. Kirchenbücher gingen verloren oder nur sporatisch geführt.
Ich kenne einige Mosaiksteinchen, habe aber kein komplettes Bild über das, was unsere Vorfahren in dieser Zeit erleiden mussten.
wurden die Daten der entsprechenden Ereignisse auf Grund der Wirren gar nicht mehr beurkundet oder befinden sich die entsprechenden Daten in den Standes�mtern?
Viele Gr��e H.Reitzig
f�r fehlende Eintr�ge vor 1798 gibt es keinen Ersatz. Entweder sind die Eintr�ge durch die kriegerischen Ereignisse und Vorgaben der Besatzungsmacht nie erfolgt oder verloren gegangen.
Anders ist es ab 1798. Mit Einf�hrung der Standes�mter in der Pfalz sollten dort alle Eintr�ge vorhanden sein.
Das Beispiel Bruchm�hlbach zeigt, dass sehr verschiedene Situationen zu beachten sind. Dort mussten zwischen 1798 und 1804 die Kirchenb�cher bei der �rtlichen B�rgermeisterei abgegeben werden und wurden nur �u�erst l�ckenhaft weitergef�hrt. Die standesamtlichen Unterlagen wurden dagegen besser gef�hrt.
f�r fehlende Eintr�ge vor 1798 gibt es keinen Ersatz. Entweder sind die
Eintr�ge durch die kriegerischen Ereignisse und Vorgaben der Besatzungsmacht
nie erfolgt oder verloren gegangen.
Anders ist es ab 1798. Mit Einf�hrung der Standes�mter in der Pfalz sollten
dort alle Eintr�ge vorhanden sein.
Das Beispiel Bruchm�hlbach zeigt, dass sehr verschiedene Situationen zu
beachten sind. Dort mussten zwischen 1798 und 1804 die Kirchenb�cher bei der
�rtlichen B�rgermeisterei abgegeben werden und wurden nur �u�erst l�ckenhaft
weitergef�hrt. Die standesamtlichen Unterlagen wurden dagegen besser
gef�hrt.
Gr��e
Dr. Hermann M�ller, Heppenheim
KH zur�ck :
Hallo Herr Dr. M�ller !
Etwas versp�tet melde ich mich zu Wort. Es sollen Gimmeldinger Eintr�ge in Hambacher Kirchenb�cher vorhanden sein. Der Grund war angeblich, da� sich der Pfarrer vor den Franzosen abgesetzt hatte und die B�rger mit Taufen, Heiraten ect. in andere Gemeinden ausweichen mu�ten, wo der Pfarrer dageblieben war.
Falls Sie etwas in Gimmeldingen suchen, versuchen Sie mal in der Nachbarschaft.
mfg
Alfred Brauch
12.11.08