Kirchen in Bartenstein - Zugehörigkeit

Hallo Irmi!

ja, diese Unterteilung von Land- u. Stadtgemeinde kenne ich auch aus
anderen Gegenden. Aber die Bewohner der bei Bartenstein gelegenen Orte
Damerau, Wehrwilten, Loyden usw. gehörten ja vor 1874 zu einer ganz
anderen Kirche - nämlich zu St. Johann Bartenstein. Die müssten dann die
Kirche gewechselt haben - kann das sein?

Theoretisch ja, denn Umpfarrungen kamen durchaus aus unterschiedlichen Gründen vor. Mein Hinweis führte freilich insofern in die Irre, da ich nicht bedacht hatte, dass Bartenstein bereits seit der Zeit vor der Reformation zwei Kirchen hatte. Laut dem ostpreußischen Pfarralmanach von 1912 gehörten Damerau, Wehrwilten, Loyden zu St. Johann Bartenstein. Die Grenze zwischen den Krchspielen St. Johann und Bartenstein scheint direkt durch die Stadt gegangen zu sein, und zu beiden Kirchspielen gehörten jeweils eine Handvoll Dörfer. Insgesamt gehörten zur Stadtkirche allerdings mehr als doppelt so viele Personen als zu St. Johann. Das könnte auch erklären, warum bei der Stadtkirche noch mal die Unterscheidung zwischen Stadt- und Landgemeinde getroffen wurde, bei St. Johann anscheinend aber nicht.
Deine Fragen

>> Kann mir jemand sagen, welche Orte bei der Angabe 'Bartenstein-Land'
>> gemeint sind ? Besteht die Möglichkeit, dort auch die Bewohner von
>> Wehrwilten zu finden?

sind nun folgendermaßen zu beantworten:
1. Aßmanns, Brostkersten, Buchau, Fuchshöfen, Glittehnen, Ernsthof, Hermenhagen Gut und Dorf, Hilff, Kinkeim, Losgehnen Gut und Dorf, Mekienen, Nohnen Gut und Dorf, Passarienhof, Passarien, Pöhnen, Plensen, Polenzhof, Perkuiken, Rothgörken, Groß und Klein Schwaraunen, Sandlack, Tromitten, Talowo, Wordommen
2. Nein, es sei denn, sie sind verwandtschaftliche Verbindungen mit Bewohnern obengenannter Dörfer eingegangen.

Viele Grüße

Carsten