Kindestötung in Kredenbach Ende d. 18.Jhdt

Liebe ForscherkollegInnen,
mir liegt die Geschichte "Herr Pastur, dat es Horchlersch Siffe! - Selbst auf dem Weg zum Galgen blieb Kredenbacher Frau unerschüttert" aus dem Siegerländer Heimatkalender 1984, S.160 vor. Ein Verfasser ist leider nicht angegeben.
Es handelt sich um die Geschichte einer Frau, die ihr krankes, verwachsenes Mädchen, das viel Pflege und Zeit benötigte, in die Jauchegrube warf, um es zu töten. Sie war dabei von einem Nachbarn aber beobachtet worden, wurde angezeigt und wegen Kindestötung zum Tod durch den Strang verurteilt.
Sie wurde zum Galgen vom Ferndorfer Pastor als Seelsorger auf dem Weg zum Heidfeld (heute Kreuztal) zwischen Ernsdorf und Eichen begleitet, zeigte sich aber wenig beeindruckt von dem, was auf sie zukam. Sie blieb ruhig , ließ sich die Funktion des Aufhängens erklären und bestieg den Galgen. Nach einer halben Stunde war alles vorbei.
I. d. Geschichte ist ihr Name mit "Frau Jane G. aus Kredenbach" angegeben. Weiß jemand, welcher Name sich dahinter verbirgt. Könnte der Name Johanna Geisweid gelautet haben ? Kennt einer die genauen Daten der Familie und den Todestag ?Gibt es noch eine Gerichtsakte über den Vorfall ?Weiß man den Namen des Zeugen und Anzeigers dieses Verbrechens ?
Auch der erwähnte Galgen "auf dem Heidfeld" interessiert mich. Weiß man mehr über diese Richtstätte, z.B. von wann bis wann dort Urteile vollstreckt wurden ? Kennt man die Namen der Henker ?Bis Anfang der 1960er Jahre gab es im Eichener Ortsteil Hammerhaus an der B 54 in Richtung Krombach auf der linken Seite eine Gaststätte "Zur Zwinge", die mein Vater mit einem früheren Galgen in Verbindung brachte. Diese liegt aber eindeutig auf Eichener Gebiet, wenn auch unmittelbar an das Heidfeld angrenzend, das m.W. immer zu Ernsdorf gehört hat.
Wer weiß etwas ?
Freundliche GrüßeDietrich Klein

Hallo Forscherfreunde,
noch ein Nachtrag : Die Darstellung der Geschichte aus Kredenbach, der genannte Name"Jane G." sowie die Zeitangabe "Ende des 18.Jhdt." sowie die Worte des Pastors "Kredenbach und Buschhütten haben mir graue Haare gemacht", das Ende am Galgen auf dem Heidfeld in Eichen bzw. Ernsdorf, lassen keinen Zweifel für mich offen, dass diese Geschichte wirklich passiert ist.
Viele Grüße aus dem verregneten Sauerland Dietrich Klein