Kinderheim in Frankenstein

Hallo Jutta !

es ist vielleicht ein wenig umst�ndlich, aber kurzfristig die schnellste L�sung : in Wertheim wurde in 1966 an Walter Sch��ler, Pastor i.R. das Ehrenb�rgerrecht verliehen. Er hatte die Leitung der "diakonischen Anstalten" in Frankenstein vor WW II (und war verheiratet mit der Schwester des Gro�vaters meiner Frau..). Ich denke, bei der Stadt oder bei der Diakonie in Wertheim gibt es noch Unterlagen. Wenn du irgendwelche konkrete Fragen hast, kann ich dir (mit Hilfe seines Enkels) vielleicht weiterhelfen, melde dich dann bitte direkt bei mir !

Mit freundlichen Gr��en,

Arie van den Bos

Hallo Arie,
nat�rlich nehme ich gern Dein Unterst�tzungsangebot an. Mir geht es darum
herauszufinden, ob es Unterlagen �ber meine Mutter gibt, auf denen auch der
NAME ihres VATERS vermerkt ist.

Ohne Dich jetzt mit meiner kompletten Familiengeschichte �berh�ufen zu
wollen, nur soviel: Seit kurzem erst bin ich Listenmitglied und deshalb habe
ich nun seit ca. 14 Tagen schwarz-auf-wei�, dass mein Urgro�vater, der
unschuldig in den DENKE-Skandal verwickelt war, Eduard TRAUTMANN gewesen
ist.

Seine Tochter Elfrieda *19.05.1907 in Krelkau, die bei seiner Inhaftierung 3
Jahre und bei seiner Entlassung wohl 16 Jahre war, gebar 3 uneheliche
Kinder. Das mittlere, meine

Mutter Brigitte, *09.08.1928 geb. in M�nsterberg,

wurde zun�chst bei einem �lteren Ehepaar (Franke) in Frankenstein
untergebracht. Sp�ter wurde es den alten Herrschaften dann zu anstrengend,
sie behielten den 2 Jahre �lteren Bruder Heinz TRAUTMANN -vor einigen Jahren
verstorben- (dessen Vater ein Rittmeister war, zu dem er nach dem Krieg auch
Kontakt aufnahm), meine Mutter kam ins Waisenhaus und war dort in der
"Sternchen"-Gruppe. Sie wurde dann von einer Familie Arthur TAMKE aus
Heinrichsdorf Krs. Militsch adoptiert.

Diese Adoption war f�r meine Mutter aber absolut kein Gl�cksfall. Die
Stiefmutter, die sie sozusagen als Ersatz f�r die eigene verstorbene Tochter
Traude auch mit deren Namen anredete, behandelte sie schlecht. Der
Stiefvater bem�hte sich wohl hinter dem R�cken seiner Frau - sie hatte nach
dem Krieg auch sporadisch Kontakt zu ihm, der dann nach der Gefangenschaft
zur�ck gekommen in der N�he von Torgau lebte.

Meine Mutter wurde dann zu allem �berflu� auf der Flucht (im Fr�hling 1946
in Liegnitz) vergewaltigt. Mein Vater, poln. Jude, dessen Frau und Kinder
vergast worden waren, sah in ihr �hnlichkeiten mit seiner Frau. Parallel
versuche ich auch etwas �ber ihn herauszufinden.

Vielleicht gibt es ja tats�chlich noch Unterlagen �ber meine Mutter und
einen Hinweis auf deren Vater.

Freundliche Gr��e und danke f�r die Unterst�tzung !
Jutta (Gro�-Christoph)