Jarotschin / Posen und Koritau/Kartau (Korytow) Kr. Glatz

Hallo Alfred!

Danke f�r Deine eMail von heute hinsichtlich Posen.

M�tterlicherseits mu� ich auch noch im Kreis Glatz forschen. Unser Ur-Gro�vater
August WILHELM *14.3.1842 kommnt aus Koritau / Kartau Kr. Glatz. Vermutlich
wegen der Zuckerfabrik in Klettendorf Kr. Breslau machte er sich auf den Weg
nach dort, wo er arbeitete und 1924 starb.

Vielleicht wei� jemand wann die Zuckerfabrik in Klettendorf gebaut worden ist?

Viele Gr��e aus K�ln

Martin Kluge

Hallo Martin,
im Jahrbuch der Schlesier 2001 ist ein Bericht ueber bekannte schlesische
Zuckerfabriken von Dr. Horst-Dieter Loebner. Auch die Zuckerfabrik
Klettendorf AG ist dabei. Der Artikel beginnt:
"Die weit ueber Breslau hinaus durch die Gruendung der Breslauer
Liebichshoehe bekannten Gebr. Liebich errichteten 1839 auf ihrem
landwirtschaftlichen Besitz in Klettendorf eine Zuckerfabrik fuer den
Eigenbedarf. 1862 ging dieser landwirtschaftliche Grundbesitz der Liebichs,
der aus 274 Morgen Acker sowie 116 Morgen Pachtacker der Rittergueter
Bettlern und Lohe bestand, zusammen mit der Zuckerfabrik Klettendorf f�r
71.117 Taler an Rudolf Schoeller in der Firma "Schoellersche
Kammgarnspinnerei" ueber. Die Familie Schoeller besa� damals schon die
Zuckerfabriken Rosenthal und Mochbern, die dann gemeinsam mit Klettendorf
den Kranz der Zuckerfabriken um Breslau herum bildeten......"

Viele Gr��e
Monika
monika@w-nicolaus.de

Hallo Martin, hallo Liste,

bin im Kreis Wohlau, Dyhernfurth und Auras aufgewachsen. Die dortigen
Äckerböden waren Waldhumus und darunter die schönsten Sandarten.
Im Krieg wurden dort Panzergräben ausgeschachtet, 4x4 meter.
Auf der anderen Oderseite, Brandschütz Kr. Neumarkt gab es nur
Lehmboden, bei Regen blieben die Schuhe stecken. In der Gegend waren
einige grössere Güter die immer mit zwei Dampfmaschienen, dazwischen ein
grösser Pflug an einem Stahlseil, die riesigen Äcker gepflügt haben.

Angebaut wurde im wechsel Weizen und Zuckerrüben. An etwas anderes
kann ich mich nicht erinnern. Wir durften damals jede Menge bei der Ernte
abgerissene Zuckerrübenspitzen ausgraben. Die Spitzen hatten den meisten
Zucker und daraus entstanden Kanisterweise Zuckerrübensirup.

Wo die Zuckerfabriken waren weiss ich nicht, wenn ich mich richtig erinnere
fuhren Oderschiffe beladen mit Rohzucker in Richtung Breslau also
flussaufwärts. Wer weiss es genauer ? Vieleicht wurde er dort nur noch
weiterverarbeitet.
Sicher kann ein dort aufgewachsener und etwas älterer Ahnenforscher helfen.

Vielleicht weiß jemand wann die Zuckerfabrik in Klettendorf gebaut worden
ist? Oder gab es noch andere die nur Rohzucker machten.

Vieleicht hat die Zuckerindustrie ein Archiv ?

Da Auras eine Schiffswerft und viele Schiffseigner hatte machten die mal fest
um ihre Familie zu besuchen, der Rohzucker war immer ein beliebte
Bereicherung der Lebensmittel Rationen.
Ganz sicher musste ein Oderhafen in der Nähe der Fabriken sein um diese
Mengen Zucker zu verladen.

Viele Grüsse, Alfred