Guten Morgen, lieber Dietger!
Entschuldigung für die vielen fehle in der Mail gestern Abend! Ich kam nicht mehr zum Durchlesen.
Heute Nacht habe ich noch gar nicht geschlafen. Ich musste Einiges verarbeitet, was mich im Unterbewusstsein beschäftigte: zum Teil Privates, zum Teil FF.
Es begann damit, dass ich vorgestern Abend bei meinem FF Programm Mist gemacht hatte.
Es hatte sich aufgehängt bei Personen, die ich total löschen wollte mit Kekule- und Indexnummer. Ich begann wahrscheinlich an der falschen Stelle. Jedenfalls hängte sich das Programm komplett auf, was noch nie passiert war. Ich schrieb vorgestern Abend eine Mail an Stefan Mettenbrink, den Entwickler dieses Programmes und erhielt schnell eine Antwort. Mir war klar, dass er den Fehler gleich entdecken würde und es eine schnelle Angelegenheit wäre. Er schrieb, dass er gestern Abend nur eventuell Zeit hätte und, dass er von heute bis Sonntag zu einem Kongress wäre. Da ich wegen meines Hexenschusses am Abend nicht zu einem Treffen mit Freunden konnte, war ich daheim und hatte alles vorbereitet. Stefan rief mich etwa 20 Uhr an .Er machte etwas, dann sollte ich ihm zeigen, was ich als Letztes gemacht hatte. Und sie da, es war alles in Ordnung.
Dann schaute er meinen Aufzeichnungen an. Es gab Einiges zu verbessern. Wir arbeiteten bis 21,30 Uhr. dann war ich fix und foxi. Vieles mache ich nicht optimal, weil er sein Programm seit 2013 immer weiter entwickelt und verbessert hat. Ich mache es eben so, wie ich es mir damals selber heruntergeladen und angeeignet habe. Einige wenige Neuigkeiten übernahm ich nach und nach.
Der Garten wächst uns über den Kopf. Wir müssen Beete reduzieren. Wir haben zu viele Rosen, die zu goß und alt sind und in diesem Jahr Krankheiten haben. Hermann ist für Rasen mähnen, gießen und Kochen zuständig. Ich bin für Unkraut entfernen, pflanzen, planen u.ä. zuständig. Lauter Dinge, die uns beiden immer schwerer fallen. Unsere Zugehfrau unterstützt mich beim Unkrautentfernen auf Terrassen und Garageneinfahrt usw. wenn sie gesund ist.
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Vor lauter Haus und Garten komme ich nicht zum Schwimmen in See oder Bad, was meinem Körper gut tut, nicht zum Musizieren, was meiner Seele gut tut, kaum zum Lesen und hätte keine Zeit fürs Fitnessstudio für meine Gelenke. Der Vertrag ruht wegen der OP. Zu TV und Entspannung komme ich kaum. Hermann nimmt sich Zeit für sich, zumal er wegen zu wenigen roten Blutkörperchen immer müde ist und jederzeit schlafen kann. Er muss sich jetzt jede Woche etwas zur Besserung spritzen. Darauf hoffen wir.
Das muss und wird sich ändern, auch, damit ich Besuche und Unternehmungen mit Kindern, Enkeln usw. wieder mehr genießen kann. Wegen der Beetauflösung habe ich schon eine Idee. Muss klären, ob dasjenige noch für die Kraftarbeiten Zeit hat. Zum Erneuern locker gewordener Mauern haben wir jemanden für den Herbst. Die großen Bäume müssen wir im zeitigen Frühling wieder von einer Firma schneiden lassen, wie seit in paar Jahren.
Den Tod unserer 93 jährigen Freundin habe ich in dieser Nacht, meine ich, verarbeitet. Sie war eine sehr tatkräftige, selbständige, interessierte Frau, die in ihrem Leben viel körperlich gearbeitet hat und viel durchgemacht hat: früher Tod ihres Mannes, 2 Scheidungen bei einem ihrer Söhne, jetzt wieder glücklich verheiratet, ein Sohn homosexuell, worüber wir nie direkt gesprochen haben. Sie hat mit ihren Mann sehr viel Schönes unternommen und nach seinem Tod viele Busreisen. Daran habe sie mehrmals erinnert und sie hat sich in der Erinnerung daran gefreut. Durch viele Gespräche mit ihr in all den Jahren und bei meine Besuchen in letzter Zeit fast jede Woche, außer als ich Durchfall hatte, habe ich viel von ihrem Kummer in ihrer Familie und sie in meiner Familie erfahren. Gerade unsere Gesprächen in letzter Zeit gingen ums Sterben, ihr Wunsch, dass ihre Kinder immer zusammen halten u.ä. Es fiel ihr schwer ihre Sorgen um die Kinder, Enkel und Urenkel loslassen können und sie hat sehr darunter litt, dass sie immer weniger beweglich war. Diese Gespräche haben ich auch darin bestärkt, dass es wichtig ist, so viel wie nur möglich und so lange wie möglich, zu unternehmen, gemeinsam und auch alleine. Das war immer meine Devise und ich machte es immer weniger.
Meine Ehe war lange Zeit kein Honigschlecken. Jetzt sind wir froh, dass wir uns gegenseitig unterstützen können. Manchmal wird mir allerdings Angst vor der Entwicklung von Hermanns Demenz. Das ist nicht meine Art. Ich bin dafür: abwarten, nicht vorher unken. Wenn der Zeitpunkt da ist, ist immer noch Zeit eine Entscheidung zu treffen und zu reagieren. Vorher verrückt machen nützt nichts. Dazu neigt mein Mann.
Wir merken, dass wir nicht mehr 70 sind und müssen die Konsequenzen ziehen. Das Zeitungslesen am Morgen bereitet keinen Spaß mehr, es geht alles nur abwärts und die vielen Kriegen….
So jetzt genug von den Gedanken in der Nacht. Ein neue Tag naht. Die Sonne geht bald auf, die Naur erwacht. Sehen wir das Positive! Wir können noch Vieles unternehmen, haben 3 tolle Kinder, liebenswerte Enkel und unterstützen uns gegenseitig im Alter.
Einen schönen Tag mit viel Erfreulichem
Gerti