[HN] Verurteilung zu Zuchthaus in Hamburg/Altona; und HOFFMANN, BOJENS,LORENZ,DEHLING,HEIDENREICH,LEHNERT,MORDHORST,HOLST;BECKER;PLS,MEWES,POPPE,KAJUS,STEHR,BRANDT,MERCKEL,HARRE;BARTELS,HEIL,PETERSEN,LAU,LERCH,SETTEMEYER,BEDNARZ,MEINS,SCHWINDT,ABRÖDAT

"Wilfried Petersen" <Wilfried.Petersen@t-online.de> schrieb:

<320097756779-0001@t-online.de> schrieb:

...

> Hallo Petra Kuske,
>
> für die Zeit 1919 bis 1945 gibt es die lesenswerte "Schwarze Chronik einer Weltstadt von Helmut EBELING, Hamburg.Ernst Kabel Verlag 1980.

> Den Namen STÜNKEL habe ich im schon 7 Seiten umfassenden Personenverzeichnis der Schwarzen Chronik ... nachgeschlagen: negativ.

Hallo Petra, hallo Hans Peter Albers,

da das genannte Werk erst 1919 beginnt, das Ereignis aber bereits 10 Jahre vorher stattfand, ist es ja nicht verwunderlich, wenn der Name dort nicht auftaucht.

Freundliche Grüße,
Wilfried Petersen

Hallo Wilfried Petersen,

neben dem allgemeinen Hinweis auf die Nützlichkeit von Ebelings Arbeit, dokumentiert diese, dass es Akten gibt, die die Zeiten überdauert haben. Man kann von daher spekulieren, dass wenn diese nach 1919 aufbewahrt wurden dasselbe auch mit früheren geschehen ist. Da auf die anderen mitgeteilten und aufgeklärten Verbrechen zumeist die Todesstrafe stand, war der gesuchte STÜNKEL mit seinem 5-Jahres-Urteil sicher durch ein minder schweres Delikt belastet gewesen. Auch gab es ja hohe Strafen für Delikte, die heute keine mehr sind. Man denke etwa an den § 175 zur Homosexualität. Da einmal begonnene Karrieren im Milieu durchaus lebenslang angelegt waren, ist das Fehlen entsprechender Nachrichten nach 1919 immerhin auch eine Nach-richt und 5 Jahre gab es ansonsten wohl auch um 1910 nicht für Mundraub oder einfachen Ladendiebstahl. Nichtsdestotrotz bleibt natürlich zu hoffen, dass sich am Ende schließlich das Schicksal von diesem STÜNKEL als lediglich irgendwie unglückselige Verstrickung zeigt.

Als Genealoge kann man natürlich nur sine ira et studio berichten. Wir müssen unsere Vorfah-ren so annehmen, wie sie nun einmal gewesen sind. Die Ergebnisse unserer Forschung können uns positiv wie negativ überraschen. Leider sind es ja oft gerade diese Momente in den Biogra-phien, über die andere Vorfahren gerne das ".. Tuch des wohlmeinenden schweigenden Vergessens der Geschichte..." gehüllt haben, was es schwierig macht für den Genealogen, den toten Punkt zu überwinden. Gerade von daher fand ich den Ansatz von Ebeling konzentriert bei Biographien im Zusammenhang mit Verbrechen anzusetzen durchaus für fruchtbar.

mit bestem Gruß Hans Peter Albers, Bienenbüttel

<320097756779-0001@t-online.de> schrieb:

Hallo Wilfried Petersen,

neben dem allgemeinen Hinweis auf die Nützlichkeit von Ebelings Arbeit, dokumentiert diese, dass es Akten gibt, die die Zeiten überdauert haben. Man kann von daher spekulieren, dass wenn diese nach 1919 aufbewahrt wurden dasselbe auch mit früheren geschehen ist. Da auf die anderen mitgeteilten und aufgeklärten Verbrechen zumeist die Todesstrafe stand, war der gesuchte STÜNKEL mit seinem 5-Jahres-Urteil sicher durch ein minder schweres Delikt belastet gewesen. Auch gab es ja hohe Strafen für Delikte, die heute keine mehr sind. Man denke etwa an den § 175 zur Homosexualität. Da einmal begonnene Karrieren im Milieu durchaus lebenslang angelegt waren, ist das Fehlen entsprechender Nachrichten nach 1919 immerhin auch eine Nach-richt und 5 Jahre gab es ansonsten wohl auch um 1910 nicht für Mundraub oder einfachen Ladendiebstahl. Nichtsdestotrotz bleibt natürlich zu hoffen, dass sich am Ende schließlich das Schicksal von diesem STÜNKEL als lediglich irgendwie unglückselige Verstrickung zeigt.

Hallo Hans Peter Albers,

ich wollte den Wert des Hinweises auf Ebeling keinesfalls in Zweifel ziehen. Sollte dieser Eindruck entstanden sein, bitte ich um Entschuldigung. Die Antworten aus Bienenbüttel sind ja immer sehr fundiert und haben mit Sicherheit schon vielen Forschern weitergeholfen. Dafür hier mal ein ganz besonderer allgemeiner Dank.

Den obigen Ausführungen ist voll und ganz zuzustimmen. Mein Hinweis auf die Zeitdifferenz sollte gerade in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit etwaiger Trugschlüsse aus dem Fehlen des Namens dort hinweisen, zumal der Betreffende durch seine Ausweisung aus Hamburg s. Z. wohl ohnehin (zumindest zeitweise) aus dem "Dunstkreis" der Weltstadt verschwunden ist.

Beste Grüße in die Heide und noch einen schönen Sonntagabend,
Wilfried Petersen