Frau Koesling,
Ihre polemische Stellungnahme löst bei mir etwas Verwirrung aus.
Generalfeldmarschall "Hindenburg" hat wie jeder andere Offizier keine
"Befehle zum Töten" gegeben, sondern militärisch, v.a. strategisch
notwendige Entscheidungen getroffen. Und selbst wenn er ein Todesurteil
unterschrieben hätte, so wäre dies unter den Gesichtspunkten des
Kriegsrechtes zu beurteilen.
"Hindenburg" war und ist für Ostpreußen "der Held", wobei man leider
gern den Ludendorff unterschlägt, weil er das Land mit einer strategisch
hervorragenden Leistung aus der Zange zweier übermächtiger russischer
Armeen befreit hat.
Was ihm vorgeworfen wird, ist etwas ganz anderes, nämlich, dass er als
Reichspräsident Hitler zum Reichskanzler ernannt hat, doch dazu hatte er
legal keine andere Wahl. Hitler hat juristisch alle Voraussetzungen
erfüllt, und sich zu dieser Zeit auch noch politisch geschickt verhalten.
In dieser heutigen Republik haben die meisten Bürger anscheinend keine
Ahnung von Hindenburg. Er wird mit Kaiser und Hitler in einen Topf
geworden, und spätestens daran erkennt man wie unsinnig das ganze ist.
Man sollte versuchen, Geschichte im Kontext ihrer Zeit beurteilen!
Th. Salein