Hallo Uwe und alle,
ich fragte mich auch schon �fters - was der Pfarrer verlangte, um die Identit�t von Brautleuten zu kl�ren, die er nicht kannte. Mein Verstand sagt mir, er schrieb einen Brief an die Pfarrei des angegebenen Herkunftsortes und bat um Beglaubigung der Angaben � ist das dieser Manumissionsbrief ?
Denkst Du dieser Manumissionsbrief war nicht nur f�r ein Standesamt von Bedeutung?
Ich kannte so etwas bisher nur aus der Napoleonischen Zeit in den besetzten deutschen Gebieten, Anfang des 19ten Jhrhs., wo solche Beglaubigungen von den ?Kirchen�mtern angefordert wurden.
Ferner frage ich mich, was der Vormund und was der Treuh�nder von minderj�hrigen Vollwaisen damals (anno 1732) f�r Aufgaben hatten? Die Verheiratung der herangewachsen M�dchen war auch zu regeln.
Das Rechtsempfinden sagt mir � der Vormund. Aber da war die Mitgift im Spiel, also in der Praxis hatte wohl eher der Treuh�nder das Sagen, so nehme ich an.
Ferner - ob Zieglergesellen damals auf die Walz gingen?
Da der Vater von Peter Koller schon mindestens seit 1719 in Katzweiler weilte, ist sonst nicht einzusehen wie er die Susanne kennenlernen konnte (die Entfernung zwischen Forbach und Katztweiler sind gut 80 km)
Die andere Vorstellung geht eben davon aus, dass die Susanne mit jemanden umherzog (z.B. mit einem H�ndler), der auch in die Pfalz kam.
An diesem Fall sieht man sch�n, dass es eines breiten Wissens bedarf, um solche Ans�tze verifizieren zu k�nnen.
Ich gebe deshalb diese �berlegungen in die grosse Runde und hoffe auf das reichhaltiges Expertenwissen.
Beste Gr�sse
Manfred Schlang