Heiratsmodalitäten im frühen 19ten Jahrhundert

Liebe Mitforschenden,

am 6.2.1834 heiratete einer meiner Vorfahren, Stephan Barbian, in Saarn (bei M�lheim) die Maria Rosendahl, B�gertochter zu Saarn.
Durch einiges an Unterst�tzung (u.a. auch von hier - danke nochmals daf�r) habe ich aus dem kirchlichen Heiratseintrag die Namen seiner und ihrer Eltern herausgefunden: Jacob Barbian und Anna Catharina Oesterreich - und alle 3 stammen sie aus Weiskirchen im heutigen Saarland.
Nun existiert ein Familienbuch von Weiskirchen - also hab ich dort beim Standesamt nachgefragt und heute freundlicherweise Antwort bekommen, in der eingescannt die relevanten Seiten zu sehen sind. Die Eltern sind beide aufgef�hrt und auch deren Kinder - aber ausgerechnet der, um den es mir geht, der Stephan, fehlt in der Liste.
Sein Geburtsjahr kann ich anhand von (leider divergierenden) Altersangaben beim Heirats- und Todeseintrag zwischen 1808 und 1811 eingrenzen. Leider geht die Liste der Kinder nur bis 1804.
Immerhin werden noch der Tod des Vaters (1818) und der Tod der Mutter (1826) genannt - Stephan wurde also recht fr�h Waise.
Das l�sst nur zwei Interpretationen zu:
1. Das Familienbuch wurde ausgerechnet in dieser Zeit nicht weitergef�hrt
2. die Eltern hatten keine weiteren Kinder
Im letzteren Fall w�re das fatal - denn das w�rde heissen, dass Stephan �ber seine Herkunft gelogen h�tte.
Daher frage ich mich (und hiermit auch Euch), wie eigentlich damals die Modalit�ten f�r Heiraten gewesen sind. Wurde die Identit�t eines Menschen �berpr�ft?
Einheitliche amtliche Ausweise, so wie wir sie kennen, waren damals weder allgemein �blich, noch waren sie fl�chendeckend verbreitet. Das Gebiet geh�rte zum Zeitpunkt seiner Geburt zu Frankreich, danach irgendwann zu Preussen - wie konnte man damals solche Daten �berhaupt abkl�ren? Oder wurde das gar nicht versucht?

mfG

Andreas