Handscanner

Hallo Listies,
war nun auf der Cebit und habe diesen Handscanner unter realen Bedingungen getestet. Es wurde dabei von echtem Kirchenbuchpapier mit echten Eintragungen gescannt.
Also so, wie man es vor Ort vorfindet - auch leicht gewellt. Es wurde die Graustufenabtastung gewählt - das Ergebnis könnt ihr euch unter :

http://mitglied.lycos.de/Genealogy/Scanner

ansehen - ich meine, daß das Ergebnis überraschend gut ausgefallen ist. Die Abtastgeschwindigkeit war eigentlich recht flott. Die Datei war dann 63 MB groß, konnte aber, wie in diesem Fall, auf 1,66MB (jpg) reduziert werden. Das Gerät liegt auch gut in der Hand.
Der Vergleich mit dem Original war zufriedenstellend. Das Gerät läßt sich natürlich ohne Anschlußkabel am Objekt führen - es hat unterwärts Rollen.
Es wird von einer kanadische Firma vertrieben, die auch an einer Live Demonstration in den Vereinen Interesse zeigte - ich habe sie an Genealogy.net verwiesen.
Der Preis könnte sich auch noch leicht nach unten bewegen. Auf der Cebit hätte ich es für 200€ kaufen können.
So, das war´s - Prozente bekomme ich nicht für diese Werbung!

MfG

    Hans D. Gregor

Hallo Liste,

mal eine Frage:
Handscanner ist ja interessant. Was ist aber der Vorteil gegenueber einer normalen Digital-Kamera? In der Regel wird man doch eher eine Kamera anschaffen, die man fuer andere Zwecke ebenso nutzen kann. Ferner tut die beruehrungslose Aufnahme dem Bild und dem Kirchenbuch gut; siehe auch Welligkeit (vgl. unten).

Hat man Vorteile mit der Ausleuchtung, unter der Annahme dass Blitzen nicht erwuenscht ist? Oder liegt die Motivation darin, dass man unauffaellig - z.B. als Stift getarnt - operieren kann?

Gruss

Markus

Markus Hemprich

Ich erforsche alle Vorkommen HEMPRICH

Hans D. Gregor schrieb:

Liebe Mitglieder!

ich besitze einen Handscanner und kann daher auf 2 Jahre Erfahrung zurückblicken. Der Scanner arbeitet nicht auf jedem Papier. Oft muss man dann quer scannen, später unter immensem Aufwand nacharbeiten, drehen, spiegeln, zusammensetzen und so weiter. Oft fehlen bei den Scans Anfang und Ende, weil das Licht leuchtet, erwartet man auch einen Scan und ist dann enttäuscht, wenn ausgerechnet die Jahreszahl fehlt. Oder der Rand, weil eben nur eine bestimmte Fläche gescannt wird, die Kirchenbücher aber breiter sind. Etwa 50 Seiten werden erfaßt, das ist eine große Menge, davon ist aber ungefähr die Hälfte Schrott. Es fehlen ganze Zeilen, weil man zu langsam oder zu schnell war oder wegen der Papierqualität nicht gleichmäßig scannen konnte. Daher liebe Freunde, es gibt super Kameras, die schneller und effektiver arbeiten. Und wer doch einen Handscanner möchte, dem empfehle ich ein Vorführstück, das ist wesentlich billiger zu haben. Die Garantiezeit der Handscanner beträgt nur wenige Monate. Mit Gruß, Anne Raab

"Martina und Markus Hemprich" <hemprich@gmx.de> schrieb:

Hallo Markus,

<< Ferner tut die beruehrungslose Aufnahme dem Bild und dem Kirchenbuch gut >>

da stimme ich Dir auf jeden Fall zu!

In KB sollte man damit keinesfalls herumwerken, denn der Handscanner beschädigt bei Kontakt mit der Seite durchaus mechanisch deren
Oberfläche. Im übrigen arbeiten Scanner stets mit Lichtemission, und schädigen auch dadurch zusätzlich Papier und Tinte.

Ich halte es für unverantwortlich, damit als Laie in KB und anderen derartigen Urkunden zu arbeiten oder arbeiten zu wollen. Die
Erfassung von KB-Inhalten mit optischen Mitteln sollte man Profis und deren Techniken überlassen.

Derartige Scanner darf man (aus verantwortungsvoller Selbstdisziplin heraus) nur bspw. beim Scannen aus entsprechend unempfindlichen
Büchern jüngeren Druckdatums einsetzen.

Die von Dir angesprochene Verwendung einer guten Digitalkamera mit ihren Vorteilen, ohne Blitz eingesetzt, ist bei KB die derzeit
wohl einzig verantwortungsbewußte private Nutzung.

Viele Grüße,

Jürgen