Initiator der Hamburger „Schlesienhilfe“ gestorben<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Am 20. Dezember verstarb im Alter von 78 Jahren Pastor Wolfgang Meißler in Hamburg. In einem eindrucksvollen Trauergottesdienst, den der Breslauer Bischof Ryszard Borski hielt, nahmen seine Familie und Freunde, die Hamburger Schlesiergemeinde, die Gemeinschaft evangelischer Schlesier und Mitglieder des Johanniterordens von ihm Abschied. Pastor Meißler stammte aus Liegnitz und war der letzte deutsche Pastor im polnisch gewordenen Schlesien, der bis zur zwangsweisen Aussiedlung 1962 zurückgebliebene evangelische Deutsche betreute. In Deutschland war er zunächst Referent bei der Gemeinschaft evangelischer Schlesier und von 1965 an Pastor einer Hamburger Gemeinde. Daneben begründete er mit viel Geschick die Hamburger Schlesiergemeinde und seine „Schlesienhilfe“, die ab 1982 die früheren niederschlesischen Gemeinden unterstützt und sich vor allem für den Erhalt der Liegnitzer Liebfrauenkirche engagiert. Besonders nach seiner Pensionierung hielt Pfarrer Meißler viele Vertretungsgottesdienste in Niederschlesien, geradezu berühmt wurden seine Erntedankgottesdienste in der Liegnitzer Liebfrauenkirche. 1995 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. (Schles. Gottesfreund 2/07
Gruss
Wolfgang R. Thun