Göritten etc

Ich bin derzeit dabei, unseren Stammbaum anhand einer Ahnentafel
nachzuvollziehen

Mein Urgro�vater, Friedrich Kummetat (* 31.03.1869, + 02.01.1919) ist noch
in der Sch�ferei G�ritten geboren, bevor er gegen 1890 in das Elsa� zog.

Mich w�rden einige Daten interessieren, die ich nur unvollst�ndig oder gar
nicht habe, weil die Ahnentafel recht unvollst�ndig ist.

Insbesondere interessiere ich mich f�r folgende Namen
- Kummetat
- Kumetta
- Kukius (Kukkys / Kukys / Kukkis)
- Kutkinatis
- Karkate (Karkatis)
- Lepinate (Lopinat)
- Bakkis (Bakies / Backiute)
und die dort bestehenden Verwandschaftsverh�ltnisse.

Im Zusammenhang mit diesen Namen tauchen folgende Ortschaften auf :
G�ritten, Sausleszowen, Matzutkehmen, Wiepeninken, Raradeninken, Wabeln,
Stallup�nen, Szittkehmen, Goldap, Norkitten, Insterburg

Ich bin auch gerne bereit, die von mir gesammelten Daten zur Verf�gung zu
stellen.

Gru�,
Christoph Kummetat

Mit freundlichem Gru�
Christoph Kummetat

Sehr geehrter Herr Kummetat,

vor einigen Tagen hatte ich schon eine l�ngere Abhandlung �ber G�ritten in die Liste gestellt. Zu den von Ihnen erw�hnten Namen kann ich nichts beitragen. Zu den von Ihnen angegebenen Orten habe ich folgendes:

Wiepeninken:
Verzeichnis s�mtlicher Chausseen Kreis Insterburg
Staatschaussee von Taplacken �ber Insterburg, Gumbinnen, Stallup�nen nach Eydtkuhnen. Von dieser zweigen sich ab: von Norkitten nach Saalau, von Wiepeninken nach Obelischken, von Insterburg nach Jodlauken pp, von Insterburg nach Georgenburg und von dort nach Au-low�hnen-Berschkallen u. Kraupischken. Von Gumbinnen nach Nemmersdorf - von Gumbin-nen nach Walterkemen - von Stallup�nen nach Pillkallen - von Stallup�nen nach Goldap. Von Aulow�hnen nach Gr�nheide - von Steipehnen nach Pelleningken.

Stallup�nen u. a.:
Die ersten Salzburger trafen in Gumbinnen am 17. und 21. Juni 1732 ein. Ihnen folgten sp�ter mehrere Kolonnen; im Juni, Juli und August, 4500 im Ganzen. Im Sommer 1734 wurde eine Z�hlung derselben vorgenommen und es waren in den St�dten Insterburg 130, Goldap 117, Darkemen 168, Gumbinnen 237 und Stallup�nen 72. In den �mtern Althof Insterburg 91, Bredauen 385, Daubkemen 193, Gandischkemen 176, G�ritten 238, Nassawen 288, Kattenau 369, K�nigsfelde 75, Mallischkemen 125, Plicken 132, Stannaitschen 342, Trakehnen 206, Waldaukadel 58, Brakup�nen 312, Bunglien 76, Budweitschen 350, Dinglauken 112, Geor-genburg 425, Gudwallen 211, Jurgaitschen 109, Kiauten 435, Lapp�nen 395, Mapgunischken 106, Salau 161, Zigup�nen 528, Tollmingken 211, Wedern 69

Goldap:
1865 - Im Dezember wurde Siehr Landrat in Goldap, und von Gohsler Landrat in Darkemen, sp�ter Kultusminister.

Durch allerh�chsten Erla� vom 16.4.1866 wurden dem Kreise Goldap die fiskalischen Vor-rechte f�r den Bau und die Unterhaltung folgender Chausseen verliehen. 1. Von Goldap �ber Warkallen, Kiauten, Darkehmen bis zur Gumbinner Kreisgrenze. 2. Von Kiauten �ber Texeln, Didszutten, Tollmingkemen, Oszeninken bis zur Stallup�ner Kreisgrenze bei Werxnen. 3. Von Szittkemen �ber Wyszup�nen, Kallweitschen bis zur Stallup�ner Kreisgrenze. 4. Von Goldap �ber Butkuhnen, Rakowken, Kotzielken, Rogainen nach Dubeningken. 5. Von Goldap �ber Wronken, Markynowen nach Grabowen. Dem Kreise wurde das Privileg erteilt dazu 80.000 Rth Kreisobligationen ausfertigen zu d�rfen.

18.6.1824, dem Ged�chtnistage der Schlacht von Belle Alliance wurde auf Veranlassung des Oberlandesgerichtsrates Lohmann in Insterburg auf dem Kaniswikus-Berge ein 13 Fu� hohes eisernes Kreuz auf einer 60 Fu� hohen S�ule errichtet. Ma. von Pfarrer Schr�der Goldap.
Johann Rhehe war 1639 B�rgermeister in Goldap. Von ihm befand sich in der Kirche ein h�l-zerner Hirschkopf mit einem sehr starken Geweih, das nachher in Besitz des Oberf�rsters Reiff in Nassawen �berging. Den Hirsch soll Rehe selbst erlegt haben.
Belle de l�Aunay war Provincial-Akzise-Kontrolleur, wohnte in Goldap und zog 1784 nach L�tzen. (Schr�der, Gesch. von Goldap S. 23)
Die Kirche und Geistlichen in Goldap f�hrten von 1778 bis 1800 einen Proze� gegen die Einwohner von Kummetschen, welche verurteilt wurden Dezem und Getreide-Kalende gleich den anderen Eingewidmeten zu entrichten.
Die beiden Pfarrer Theod. Frdr. und Heinr. Ephr. Trentovius in Puschdorf waren S�hne des Pfarrers Johann Trentovius, der 1700 in Lyck geboren und dessen Vater Pfarrer in Pisautzen war. Dieser letztere stammte aus dem alten Geschlecht derer von Grzymata, nannte sich aber von seinem Gute Trentowski, woraus lateinisiert Trentovius wurde.
Das Gut Niederwitz wurde vom General von Lohsow auf 5 st�dtischen Hufen gegr�ndet. Er nannte es Niederwitz weil sein Vater ein Gut Oberwitz besa�. (von Wittich)
Der Rektor Gorray war in Goldap der erste der Torf stechen lie�. Er wurde von Goldap 1773 nach Ortelsburg versetzt.

Carl Gotthard Keber. Sein Nekrolog erschien in den Preu�. Provinzial Bl�ttern 1835 XIII 413-417. Geboren am 25.10.1756 zu Gerdauen, wo sein Vater Pfarrer war. Besuchte bis Ostern 1773 die Schule in Gerdauen und studierte dann in K�nigsberg Jura. Das Studium sagte ihm nicht zu und er wurde Hauslehrer bei einem russischen Etatsrat in K�nigsberg. Dann in Cah-suben, zwei Meilen von Stallup�nen. Hier lernte er bei Daniel Frdr. Mielke, damals Pfarrer in Mehlkemen litauisch. 1779 ging er wieder nach K�nigsberg und widmete sich ganz der Theologie. 1781 holte ihn Generalleutnant von Lohsow, Chef eines Husaren- und Bosniaken Regiments in Goldap, als Feldprediger an der damals bestehenden Garnison und reformierten Kirche. Dieses Amt trat er am 2. Sonntage nach Ostern 1782 an und bekleidete es f�nf Jahre. Unterm 1.2.1787 wurde ihm die Probst-Stelle in Gumbinnen �bertragen, in die er am 22.9.1787 eingef�hrt wurde. 1806 erhielt er den Titel Superintendent und am 22.12.1808 wurde er Konsistorialrat. Am 23.2.1832 feierte er sein 50j�hriges Jubil�um. Gestorben am 7.1.1835. Von ihm sind ohne seinen Namen erschienen : 1. Kurzer Inbegriff der christlichen Religions-Lehre zum Unterricht der Jugend in der vereinigten evangelischen Kirche. Gum-binnen 1826 in der Meltzerschen Buchdruckerei in mehreren Auflagen. 2. Die Geschichte des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilands Jesu Christi nach dem Evangelisten Mat-h�us, zur Vorlesung am Karfreitag, mit zwischengesetzten Liederversen. Ein vom Herausge-ber auch in litauischer Sprache zusammengestelltes Passionsb�chlein, da� hier noch jetzt bei Fr. Kraseneck u. Sohn erscheint, die das alleinige Verlagsrecht 1832 vertragsm��ig erworben haben. Au�erdem teilt Superintendent Jordan in Ragnit mit, da� Keber zum litauischen Kir-chengesangsbuch einen sp�ter wieder beseitigten und anderweitig ersetzten Anfang geliefert habe, in dem sich auch viele von ihm selbst aus der zweiten H�lfte des sogenannten neuen Gesangsbuches ins Litauische �bersetzte Lieder bef�nden.

Freiherrn von Schr�tter. Otto von Schr�tter Landvogt der Waldst�tten hatte vier S�hne. Der vierte hie� Augustin, war Ritter des Deutschen Ordens.
Verlie� aber mit Albrecht von Brandenburg den Orden, verm�hlte sich und schlug seinen Wohnsitz in Preu�en auf. Sein Sohn Johann, Offizier im Heer des Kurf�rsten Friedrich Wil-helm von Brandenburg, hatte einen einzigen Sohn, Justus, Vater des Johannes von Schr�tter, welcher letztere f�r seine treuen Dienste am 26.5.1685 vom K�nig von Polen das Indigenat des polnischen Ritterstandes erhielt. Am 13.3.1700 erhob ihn Kaiser Leopold I. in den erbli-chen Stand der Magnaten und Barone des K�nigreichs Ungarn und aller �sterreichischen Er-blande. Dieser erste Freiherr von Schr�tter besa� neben Gehlweiden auch Maulen, Wohnsdorf und (Arglitten ?). Aus seiner Ehe mit Amalie von Wenediger hinterlie� er vier S�hne, von de-nen Friedrich Wilhelm das Majorat Wohnsdorf stiftete. Sein Sohn war Friedrich Leopold von Sch. geb. am 1.2.1743 k�niglich preu�ischer Staatsminister, der, nachdem sein �lterer Bruder, Ludwig Heinrich, dem Majorat entsagt hatte, in demselben sukzedierte. Ihm folgte in dem Majorat sein Sohn Leopold Friedrich Heinrich von Sch. Aus einem j�ngeren Zweige dieser Wohnsdorfer Linie stammt Carl Wilhelm von Sch. Kanzler des K�nigreichs Preu�en, Chef-pr�sident des Ostpreu�ischen Obertribunals, auch Johannes Carl Bruno von Sch. geboren 17.8.1816, Landrat des Kreises Goldap.

Graf Br�hl, der gegen Friedrich den Gro�en sehr �bel gelaunt war, sandte den s�chsischen Kammerjunker von Osten nach der Ukraine auf Werbung einiger Tausend Reiter. Von diesen kam nur ein kleiner Haufen unter Rittmeister Serkis bis an die preu�ische Grenze. Serkis, ein geborener Arnaut, vormals Juwelenh�ndler, hatte zwei T�rken, Osman sein Leutnant und Ali sein Kornett. Die ganze Schar bestand aus 72 Mann. Serkis kam in den traurigsten Verh�ltnissen an und lie� seine Dienste Friedr. d. Gr. anbieten. Die Leute f�hrten jeder eine Lanze. Serkis, der die Bosnier als gewandte Reiter kannte, nannte seine Leute Bosniaken, obwohl vielleicht kein einziger Bosnier unter ihnen war. Friedrich d. Gro�e sandte die Bosniaken an Oberst von Ruesch mit dem Auftrage, zu pr�fen, ob die Leute mit ihren Lanzen zu brauchen w�ren. Ruesch empfing sie ungern. Als sie aber eine brave Attacke gemacht hatten, stiegen sie in seiner Gunst. Nach dem bald erfolgenden Dresdener Friede mu�te Ruesch sie mit nach Preu�en nehmen, wo Goldap ihre Garnison wurde. Der Gemeine hatte sein eigenes Pferd, bewaffnete und bekleidete sich selbst, an Sold erhielt derselbe monatlich 2 Dukaten. Ihr Dienst war unbedeutend, zogen selten auf Wache, bei Man�vern gaben sie Feldwachen und Vorposten. Jeder kleidete sich wie er wollte. Erg�nzt wurden sie nicht und sie schienen auf dem Aussterbe-Etat zu stehen.
Dies war ihr Schicksal bis zum 7j�hrigen Krieg. Serkis lie� seine Frau aus Polen kommen. Er war ein ruhiger, gesitteter, ordentlicher, h�uslicher Mann. Das Deutsche lernte er nur mangel-haft. In seiner Unterhaltung mengte er daher Worte der verschiedenartigsten Sprachen unter-einander. Er war griechischer Konfession, auch seine Frau, bekannte sich aber hier zur katho-lischen Konfession, was dem General von Ruesch sehr angenehm war, der auch strenger Ka-tholik war. Serkis starb, seine Familie zog nach Polen. Kornett Ali, ein T�rke, nach andern ein Perser, war ein starker, mutiger, aber roher Mensch. Da er sah, da� Serkis aus seiner Bekeh-rung zum Katholizismus Nutzen hatte, ging er nach Polen und wurde auch Katholik. Von sei-nem Paten nahm er nach der Taufe den Namen Ohsowski an, wurde im 7j�hrigen Krieg Leut-nant und am Ende desselben entlassen. Mit Weib und Kind in gro�er Not kam er in Verdacht einen polnischen Juden ermordet und beraubt zu haben. In der eingeleiteten Untersuchung leugnete er hartn�ckig, verteidigte sich gewandt, trotzdem stieg der Verdacht und er kam auf einige Zeit auf die Festung. 1764 sa� er auf der Festung Friedrichsburg. 1769 diente ein Sohn von ihm bei den damaligen gelben Husaren. Osman, sch�n, gro�, dem Islam treu ergeben, kannte viele Stellen aus dem Koran auswendig. Feierte die mohamedanischen Feste mit sei-nen Glaubensgenossen und vertrat dabei die Stelle des Iman. Dies tat er zweimal �ffentlich, als zwei Muselm�nner von den Bosniaken in Goldap starben. Er lie� sie auf einer Insel im Goldap-Flu� nach ihrer Sitte beerdigen und verrichtete dabei einige Zeremonien.
Er handelte mit Waffen, Pferden, Kleidern, Tabak, Pfeifenk�pfen und lieh Geld ge-gen hohe Zinsen aus. Einige Zeit kleidete er sich noch als T�rke. Sein langer Bart, die blo�e Brust, die nackten Arme, das gro�e Messer im G�rtel fielen widerlich auf und die Frau von Baczko ver-lie� stets das Zimmer wenn er ihren Mann besuchte, mit dem allein er wallachisch sprach. Als ihm von Baczko auf sein Befragen erz�hlte, da� dies blo� wegen seiner Tracht geschehe, legte er diese ab, schnitt den Bart ab und trug fortan eine rote Husaren Uniform. Er sprach und schrieb deutsch. Von einem Dienstm�dchen hatte er Zwillingss�hne. Das M�dchen wurde wegen ihres Umganges mit einem Nichtchristen zur Bestrafung gezogen und deswegen nach Lyck gebracht. Osman nahm sich der Kinder an, tat alles m�gliche f�r die Befreiung der Ge-fangenen und schrieb endlich an den K�nig, �als Mohamedaner k�nne er sich hier nicht ver-heiraten, obwohl ihm Vielweiberei erlaubt sei, habe er sich mit einer begn�gt und diese sei nun als Verbrecherin verhaftet, er bittet um ihre Freiheit und die Erlaubnis zur ferneren Ver-bindung mit ihr�. Der K�nig ordnete die Freilassung an, Osman eilte nach Lyck und weil er glaubte, da� der dortige Erzpriester an allem Schuld sei, lud er ihn ein, der Beschneidung sei-ner beiden S�hne beizuwohnen, woraus aber nichts wurde. General von Ruesch war oft un-willig �ber Osman, der seinen Abschied forderte und auch erhielt. Er fuhr nach K�nigsberg, kaufte Bernstein und reiste nach seiner Heimat damit ab.
Durch Remonte Offiziere wurde sein Eintreffen in Choczim und Abreise nach Konstantinopel ermittelt, sonst hat man nichts weiter von ihm geh�rt. Zum Unterhalt seiner S�hne sollte er hier eine Summe zur�cklassen. Er h�ndigte diese dem Magistrat in Goldap aus. Den Kindern wurde ein Vormund zugewiesen. Der eine wurde Fleischer und sp�ter Unteroffizier bei den Bosniaken.
Ein merkw�rdiger Mann war Major Lipski, ein geborener Kalm�cke mit National Physio-gnomie. W�hrend des 7j�hrigen Krieges hat er sich sehr ausgezeichnet und war oft verwun-det. Durch einen schlecht geheilten S�belhieb war sein Mund ganz schief geworden. Der Re-giments-Chirurg wollte das wieder gerade machen und Lipski erschien mit einem schwarzen Pflaster auf der Parade. Die Kameraden lachten dar�ber, er mit, dadurch ri� die Heftung, er lief ins n�chste Haus, wo ein Frauenzimmer wieder alles zusammen n�hte, wodurch eine sehr unf�rmige Narbe entstand. Friedrich d. Gro�e sch�tzte ihn, er starb als Bosniaken Major. Er war zweimal verheiratet. Zuerst mit der Tochter des B�rgers Uhl zu Goldap und dann mit der zivil geschiedenen Baronin von Eulenburg, geborene Schulz, deren Mutter auf Rogallen, zwi-schen Sensburg und Ortelsburg, wohnte. Er stand 1774 mit den Bosniaken zu Passenheim und obschon bei Jahren, war er ein guter Pistolen- Sch�tze. Er war ein sanfter, rundlicher Mann, er hatte sich auch zur katholischen Kirche bekehrt, deren Gebr�uche er mit gro�er P�nktlichkeit beachtete.

Den Bewohnern von Goldap ist in ihrem Privilegio von 1510 erlaubt, also auch, da� sie ihre Waaren auf der Goldappe ungehindert auf und ab schiffen m�gen. Es wurde auch von da Holz nach K�nigsberg gefl��t, wozu gegenw�rtig (1792) das Fl��chen nicht mehr Wasser genug enth�lt. von Baczko I. 54

Zum Erzpriestertum Stallup�nen geh�rten die Kirchen :
Stallup�nen, Goldap, Bilderweitschen, Pillup�nen, Szitkemen, Wilhelmsberg, Zirgup�nen, Szabienen Patr. von Ostau, Melkemen.

Das Regiment von Platen, welches seinen Kanton in Insterburg und Umgebung hatte, das Hu-saren - und Bosniakenregiment von Ruesch, das in Goldap stand, schlugen sich bei J�gersdorf mit gro�er Unerschrockenheit. Hielten sich bei Zorndorf brav und fochten bei Landshut mit L�wenmut. Doch blieb Frdr. d. Gr. den National-Regimentern abgeneigt. Die der Kaiserin geleistete Huldigung schien er nicht vergessen zu k�nnen. Nie kam er wieder in die Provinz, blo� immer bis Graudenz und Marienwerder das er oft besuchte behufs der Revuen.

1823 Seemann Landrat in Goldap

Friedrich von Tyszka feierte 7.12.1784 sein 50. Amts- und Ehejubil�um als Pfarrer in Goldap. Gestorben 19.12.1788.

"...Bieberstedt zog nach Johannisdorf bei Tapiau, kaufte dann das Gut Damerau in jener Gegend von Behr, verkaufte das wieder und kaufte vom Grafen Klinkowstr�m Wartnicken. Weihs hatte inzwischen ein Grundst�ck nahe bei Goldap erworben, ergab sich dem Trunke und ging zu Grunde...."

General-Major Graf Friedrich zu Anhalt stand 1768 bis 79 in Bartenstein, ist in Petersburg begraben. 1795 zog diese Garnison unter dem Obersten Prinz von Hohenzollern (?) Ingelfin-gen nach Goldap und Umgegend um die Grenze zu decken

Zu dem Domainen Justizamt Goldap geh�rten1798 bis 1806 die �mter Buylen, Dinglauken, Kiauten, K�nigsfelde, Plicken. Justizamtmann war der Zeit J�rgens.

Den Herrnhutern in Gumbinnen und Goldap wurden ihre Konventikel am 12.4. 1782 unter-sagt, da �berhaupt keine Konventikel gestattet waren.

Anfangs der drei�iger Jahre des 18. Jahrhunderts war Friedrich Wilhelm I. auf ein paar Stun-den in Goldap. Der hiesige B�rgermeister Christoph Dullo, der 1738 starb, war dem K�nig als ein gr��er wohl gewachsener Mann, der solche Leute gern in seine Garde aufnahm, geschil-dert worden. Der B�rgermeister hatte die Ankunft des K�nigs erfahren und begab sich eilig zum Grafen Pusinna nach Polen, der sein G�nner war und ihm 2 sehr sch�ne gro�e junge M�nner von seinen Untertanen schenkte. Mit diesen eilte Dullo dem K�nig nach Gumbinnen nach, bat um Verzeihung, da� er bei des K�nigs Anwesenheit in Goldap nicht zugegen gewe-sen, er w�re nach Polen gereist um dem K�nig durch ein paar Garde Rekruten zu erfreuen. Der K�nig war sehr zufrieden und befahl dem Dullo sich eine Gnade auszubitten. Dieser erbat sich die damals gerade erledigte Pacht des Amtes Kiauten, die er auch erhielt.
Confer Intelligenz Blatt f�r Litauen, Gumbinnen 1825 p. 143

B�rgermeister Dullo in Goldap wurde am 12.2.1657 von den Tataren am Spie� gebraten.

General von Lohsow lie� 1774 die Schuch�sche Schauspieler-Gesellschaft auf mehrere Wochen aus K�nigsberg nach Goldap kommen.

Am 4.6.1830 brannten zu Goldap 22 Geb�ude ab und 17 wurden besch�digt.

Joh. George Wilh. Schroeder geboren am 16.4.1802 zu Goldap. Hierher ordiniert am 24.8.1832. Am 16.9.1832 introduziert.

Landrat Gotthilf Samuel Abraham Seemann, geboren 9.1.1772 zu Frankfurt an der Oder, starb am 10.11.1835 zu Goldap.

In der Nacht vom 15/16.10.1836 brannten in Goldap 266 Geb�ude ab. Darunter das Rathaus, Gerichtshaus, Gef�ngnis, Schulhaus, das Landratsamt, die Apotheke, 112 H�user, 83 St�lle, 30 Scheunen, 3 Schuppen, 17 Brannt- u. Brauh�user, Loh- und �lm�hlen. Die Regierung setzte 200 Rth f�r die Entdeckung des Brandstifters aus.

Friedrich Daniel von Lohsow, General Leutnant des Schwarzen Husaren und Bosniaken Re-giments gestorben zu Goldap 12.10.1783. - T�ppen Gesch. Mas. 363

Hadrian von Wendt, aus R�dern bei Soest in Westfalen war 1613 Rektor in Goldap

In der Kirche zu Goldap befand sich ein Bildnis des Genarals von Lohsow, welches die Offi-ziere des Schwarzen Husaren und Bosniaken Regiments ihrem verehrten Chef anfertigen lie-�en. B�rgermeister Schmidt von Goldap soll es in den achtzehnhundertsechziger Jahren an die Familie von Lohsow abgegeben haben. Das Monument das ihm in der Kirche errichtet ist, stellt Bellona mit dem Schwert in der Rechten rar, wie sie einen L�wen tritt, der einen Helm in den Klauen hat und um die Brust des Generals einen Lorbeerkranz windet. Ein Genius steht ihr gegen�ber eine Lampe ausl�schend und ein Tr�nenstrom rinnt ihm die Wangen herab. �ber dem Bildnis steht sein Wappen und neben ihm eine Urne, auf der man die Worte liest, Friedrich Daniel von Lohsow, General Leutnant, geb. 1721, gestorben 1783. - Cf. Histori-sches Taschenbuch f�r das Jahr 1789, enthaltend die Geschichte des 7j�hrigen Krieges von Archenholz. Die Beilage unter dem Titel �Der preu�ische Schwarze Husar�, Seite 333

Seit dem 1. Juli 1869 gibt es im Reg. Bezirk Gumbinnen 36 Oberf�rstereien, 6 Forstinspek-tionen. Zur Forstinspektion Gumbinnen-Goldap geh�ren : Oberf�rsterei Rominten, Goldap, Nahsawen, Warnen, Kranichbruch Astrawischken, Tzullkinnen und Eichwald. Zur Forstin-spektion Gumbinnen geh�rt Broedlauken (welches der Oberforstmeister unter eigener In-spektion hat). Zur Forstinspektion Gumbinnen-Insterburg geh�ren die Oberf�rstereien Padro-jen, Hohensprindt, Schunicken, Dingken und Ibenforst.

Zeitungsausschnitte 1869: Das in der Subhastation erstandene Gut Pru�berg, Kreis Goldap, Kirchspiel Tollmingkehmen wird zum Verkauf angeboten.
Goldap. Notwendiger Verkauf : Gut Gollubien Nr. 3, Besitzer Anton G�deke

In Goldap r�ckten am 25. Juni 1807 die Polen unter Dombrowski ein und blieben bis zum 23. Juli. Vom 21. bis 27. Juli fanden mehrere Durchz�ge unter Mortier und Lafatte statt, bis end-lich eine Eskadron preu�ischer Dragoner vom Regiment von Esebeck kam. Die ganze Gegend war von der Rinderpest heimgesucht. In Darkemen zahlte man 12 bis 16 Rth f�r eine Ziege, der Milch wegen. - Toeppen Gesch. Mas. 420.-

Anfangs Juni 1812 ging preu�ische Kavallerie durch Goldap nach Ru�land, ihr folgte General Vattien mit der franz�sischen Avantgarde und blieb 6 Tage. Am 16. Juni r�ckte Ney mit 15.000 Mann, 13 Generalen und 800 Offizieren, dem Kronprinzen und Prinzen Adam von W�rttemberg ein. - Toeppen Gesch. Mas. 427.-

In Goldap fing der Durchzug fl�chtender Franzosen am 15.12.1812 an. Die ersten Russen kamen 2.1.1813. -ebenda-

(Zeitungsausschnitt: Entlassung des von Schroetter)
(Anmerkung zu von Schr�tter :slight_smile: War fr�her Landrath in Goldap gewesen, manoais sujet, wur-de katholisch, trank, machte Schulden.

1682 wurde ein Unteroffizier des D�nhofschen, 1. Inf.Reg. in Goldap auf dem Markte erschlagen.

(Zeitungsausschnitte 1882: Herr Donalies-Milluhnen gestorben;
Pfarrer Deutschmann gestorben, war Pfarrer in Goldap;
Pfarrer Dittrich, fr�her Rektor in Goldap, 50j�hriges Jubil�um)

Goldap, Schlo� Rakowken abgebrannt (1886)

Emil und Carl "von" Horn hatten von ihrem Vater dem Major von Horn die Gehlweider G�ter bei Goldap 1863 �bernommen. Emil erhielt Gehlweiden, Carl Rakowken. Letzterer geriet bald in Verm�gens-Verfall, teils durch un�berlegte Wirtschaft, kostspielige Bauten, teils durch �berm��ige Ausgaben seiner Frau, geborene von Buchholz, ehemals Kapowen.