Gleiche Kinder Vornamen in einer Familie

Hallo zusammen,

ich habe hier einen "selstamen Fall", den ich in dieser Reihenfolge noch
nicht hatte. Nur andersrum.

Eine Familie im 18. Jahrhundert hatten bei drei Kindern jeweils den
Vornamen Mathias gewählt.

Einer davon überlebte (ist zumindest nur einer bekannt). Nach meiner
Erfahrung sind die beiden ersten Kinder verstorben.

Nun stellt sich heraus, dass der Mathias, der geheiratet hatte, der
erste von den dreien ist.

Mathias I. * 1761
Mathais II. * 1763 (Todesangaben fehlen)
Mathias II: * 1768 (laut Totenbuch starb dieses Kind im November 1768
acht Wochen alt, passt)

Bei seiner ersten Ehe 1786 wird er als 25jähriger bezeichnet = 1761 geboren.
Bei seiner zweiten Ehe 1797 als 36jähriger = 1761 geboren.
Bei seinem Tod im Juli 1832 steht sein Alter: 71 Jahre, 5 Monate (= 1761
geboren)

Und die richtigen Eltern stehen beim Todeseintrag auch dabei, wie auch
bei den anderen späteren Kindern namens Mathias.

Hattet Ihr schonmal solch einen Fall?

Viele Grüße,
Daniel (Oswald

Hallo Daniel,
den Fall hatte ich tatsächlich schon einmal. Es waren 2 Söhne mit demselben
Vornamen und auch der ältere war verheiratet. Leider weiß ich jetzt im
Moment nicht, welche Familie das war.

Viele Grüße
Monika

Hallo Daniel,

wo und wann? Familienname?

VG

Steffi

Dazu der Artikel von Ernst C. Haag: Kinder mit genau gleichen Vornamen in einer Familie, SWDB 34/2016
Im Mitgliederverzeichnis der Meßkircher Martinsbruderschaft im 16. Jh. sind aufgeführt:
Hanns Hirligag der alt, unnd Hennslin sein bruder

-----Original-Nachricht-----

Kann es sein dass bei den Ehe- und Todeseinträgen dann ein Zweitname auftaucht?

Ich hatte schon mehrmals den Fall das im Taufbuch z.B. nur Anton steht.

Bei der Heirat oder im Sterbeeintrag dann Josef Anton.

Ich denke für uns sind die Matrikelbücher „sacrosanct“

aber:

Es gab definitiv Pfarrer die es mit Einträgen nicht genau nahmen, oder?

Hallo Steffi,

wer und wo hab ich eigentlich bewußt weggelassen, da es sich nur um ein
Beispiel handelt und nicht um die Fragestellung, ob richtig recherchiert
wurde.

LG

Daniel

Hallo Wolfgang,

in diesem Fall steht bei keinem Eintrag kein zweiter Vorname dabei. Habe
bie meinen Vorfahren auch einen Fall gehabt, dass der Vater bei seinen
eigenen Kindstaufen immer "Johann Georg" hieß, aber als ich seine Taufe
suchte, hatte ich nur einen Georg im Táufbuch finden können.

Und ja, auch Pfarrer waren mal ungenau mit ihren Einträgen, wie wir
Menschen heute auch manchmal sind. Da muss man abwägen, was plausibel ist.

Viele Grüße
Daniel

Hallo Daniel,

ich habe das unter den Vorfahren meiner Familie in verschiedenen Regionen mehrfach angetroffen.

Meine Erklärung war, dass der jeweilige Pastor/Pfarrer nicht mit der Familie/ dem Betroffenen gesprochen hat, sondern sich auf den Eintrag des älteren Geschwisters im Kirchenbuch bezogen hat.

Der jüngste Fall bezieht sich auf eine meiner Urgroßmütter vor Einführung der Standesämter .

Viele Grüße

Hans

Hallo Daniel,
ich hatte es bei einem Pfarrer, der bei Doppelnamen nur den einen eingetragen hat. Im Standesbuch tauchte später der zweite Namen auf.
So wurden aus Josef Karl, Josef Wilhelm usw. nur ein Josef und schon hatte ich dein Problem.
Oder der Todeseintrag wurde später gefunden und ein paar Tage nach dem Tode des ersten kam der zweite Josef auf die Welt.

Schönen Sonntag

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz R. Müller
Familienforschung Müller

Homepage:
k-hr-muellerfamilienforschung.jimdo.com
Info's Forschungsgebiet, Bücher und Wappen der Familie Müller

Hallo Daniel, hallo midnand,

schon der Eintrag Nr. II könnte aus der reihe tanzen. Mathais könnte auch ein Mathäus/Mathees sein.

Hatte das bei den vielen Johann auch in allen Varianten, vor allem bei J. Baptist oder J. Evangelist, ebenso bei Franz Xaver und Franz Josef. Keine/r spricht von Maria, die so häufig vorkommt.

Und ich habe bei meiner eigenen Mutter erlebt, dass sowohl Pfarrer als auch Standesamt mit 25.11.1922 exakt Tag und Monat des älteren Bruders (25.11.1921) eingetragen haben.

Richtig wäre gewesen 26.11.1922. Einzig allein auf die Mutter, meine Oma, war Verlass, denn sie hatte das Kind "am Sunndig-Moorge under de Kirch" geboren und das war der 26.11. Erst als die Nazis die Kennkarte eingeführt hatten, wurde der Fehler offenbar. Weil aber Kirche und Staat gleich falsch lagen, musste es ja richtig sein. Die real gebärende Mutter konnte noch so lange auf einer Änderung beharren. Ja, das ist Obrigkeitsstaat.

Erst war der Geburtstag neben dem Namenstag zwar ohne Belang. Später hatten die beiden ihr Leben lang das Theater gehabt, am gleichen Tag Geburtstag zu haben :wink:

Nur an ein Forschungsergebnis glaube ich: Dass die Eltern so dusselig/dubelig waren, zwei lebende Kinder mit exakt demselben Namen zu haben. Da müssen wir einfach solange forschen, bis es klar ist oder uns mit Krücken behelfen.

Ganz abgesehen davon musste ja der Pfarrer (=Standesbeamte) auch darauf achten, dass es in derselben Familie keine Doppelgänger gibt, zumal es in den Dörfern durch enge Verwandtschaftsverhältnisse schon genug Personen mit gleichen Vor- und Zunamen gab.

Viel Grüeß und droggene Füeß

Franz Xaver

18.07.2021 um 13:20 schrieb Karl-Heinz Mueller via Oberschwaben-l: