Liebe Mitforscherinnen und Mitforscher,
Claudius (auch Claudy) GINNET war Musterschreiber im Don (Hutro?)-Regiment
Frankenthal und starb dort vor 08.02.1653. Seine Tochter Ap(p)ollonia, eine
Wehmutter, heiratete in Dürkheim am 08.02.1653 den Bürger und Gerichtsbüttel
Pleickert Carl OTT und in zweiter Ehe am 21.01.1668 den Küfermeister Johann
Jacob ZERWICK/ZERWECK.
Hinweis: Frankenthal war noch 1649 von Spanien besetzt.
Gibt es weitere Spuren über Apollonia und Claudius GINNET in Frankenthal
bzw. deren Herkunft?
In Frankenthal gab es eine wallonische Familie "Gilles", auch "Gillos" und
"Schillis". Familiäre Zusammenhänge sind denkbar.
Im Türkensteuerregister werden 1584 in Frankenthal genannt (Quelle: "Das
Türkensteuerregister des kurpfälzischen Oberamtes Neustadt von 1584",
Arbeitsgemeinschaft f. Pfälzische Familien- u. Wappenkunde e.V., S. 56f,
bearbeitet von Dr. Helmut v. Jan):
- Peter GILLIS, ein Fuhr- und Baursman, 200 fl.
- Christian GILLIS Sohn Johannes; Vormunder Peter Burghagen (Burhaugen?) und
Peter GILLIS, Vermogen uf 300 fl.
Im Türkensteuerregister werden am 18.03.1585 in Lambrecht genannt (Quelle:
"Das Türkensteuerregister des kurpfälzischen Oberamtes Neustadt von 1584",
Arbeitsgemeinschaft f. Pfälzische Familien- u. Wappenkunde e.V., S. 105 und
107, bearbeitet von Dr. Helmut v. Jan):
- Nr. 16: Bertran Cillis, vermag nichts
- Nr. 98: Jeune Gilles Witwe, vermag uf 200 fl.
Gerber von Annweiler (Quelle: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 59.
Jahrgang, 2010, Band XVII, Heft 1, S. 2ff):
- GILLES (Beginn 17. Jahrhundert
- GILLES, Hans, Gerber, erste Nennung 1641
Im ältesten Schatzungsbuch Otterbergs (1591-1631) werden genannt:
- Toussaint GILLE (Erbauer des Blauen Hauses; publiziert in Kaiserslautern
Stadt und Land 2/79)
- David Gille ANTHONIE (Gerber, Erbauer der Alten Apotheke von 1608)
- GILLES, Gerard
- GILLE, Jean
- GILLE, le Marchant
- GILLE, Toussain
- GILLES, Tobias
- GINE, Jean
- GINE, Paul
- GINE, Pierre
- GUENET, Jean (auch Quine)
- GUIGNE, Daniel
- GUILBERT, Daniel
- GUILLEARD, Nicolaus
- GUINET, Paquay (auch Quinet geschrieben)
- GINOT, Pierre (Piron)
Quelle: Hans Steinebrei, Das älteste Schatzungsbuch Otterbergs, PRFK, Bd.
12, Heft 7, S. 347ff
In der PRFK, Bd. 13, Heft 7, S. 381 ff (Juli 1996) führt Alfred Hans Kuby in
seinem Artikel "Die Genet zwischen Neuchatel, Mannheim und Ostpreussen" wen
folgt auf:
Der Bauer Claude JUNIER/JENIER/GENAY aus Gorgier lässt am 08.12.1644 in
Saint Aubin am Neuenburger See seinen Sohn Abraham GENET taufen, welcher
1685 ein Haus in Archenweyer (Mannheim) hatte. Schreibweise auch JENET.
Am 17.01.1677 heiratete ein Bruder von Abraham: Imer GENÉ, * in "Gourgy" (=
Gorgier), Comté de Neuchatel, fils de Claude G., die Judith LE CONTE (auch
LE COMTE) aus "Fulenheim" (Abschrift des 1. Ehebuches der frz.-ref. Gemeinde
von Mannheim 1652-1821; "Fulenheim" = Feudenheim? Friesenheim? Fußgönheim?).
Die Schreibweise wechselt bei den Taufen der Söhne Isaac am 14.10.1677 und
Jean am 23.03.1679 wieder zu GENAY und JENAY.
Über zielführende Hinweise würde ich mich sehr freuen.
Mit genealogischen Grüßen,
Michael (Wolf)