From: Eva Holtkamp
Sent: Thursday, February 3, 2022 12:44 PM
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter Januar 2022
Von: „Stadt Münster“ noreplyvth@stadt-muenster.de
Datum: 24.01.2022, 09:33
AKTUELL
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter
Themen des Newsletters Januar 2022
Neuigkeiten
- Geschichtsoffener Montag!
- Schicksale von Verfolgten reflektieren und beLEUCHTEN
Ausblick - „Ganz normale Männer - Der „vergessene Holocaust““
- Schattenstunde: Filmvorführung im Cinema
- Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung
- Fortbildung: Münster.Geschichte - ein außerschulisches Curriculum
Rückblick - Organisation und Begleitung: Verbrechen der Geheimen Staatspolizei und
Ordnungspolizei - Rechtsextremismus im Jahr 2021
- Wege aus dem alten Teufelskreis zwischen Vereinnahmung, Vorurteil und
Völkermord
Guten Tag!
Ein neues Jahr ist angebrochen und auch, wenn uns noch einige Themen aus den letzten Monaten beschäftigen, freuen wir uns auf all die neuen Ideen,
Projekte und Veränderungen, die uns 2022 erwarten. Einiges wurde bereits
angestoßen: So haben wir in dieser Woche erstmalig am Montagabend unsere
Ausstellung geöffnet und freuen uns künftig auf viele Besuche - natürlich an
all unseren Öffnungstagen!
Im Folgenden werfen wir einen Blick zurück auf das, was uns in den letzten
Wochen im Geschichtsort beschäftigt hat und auf geplante Aktivitäten in den
nächsten Tagen. Dabei laden wir Sie zur Beteiligung ein! Aber lesen Sie
selbst…
Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre unseres Newsletters!
Neuigkeiten
Geschichtsoffener Montag!
Neues Jahr, neue Zeiten: Ab dem Januar 2022 öffnen wir unsere Ausstellung zu folgenden Zeiten: - Montag 18 - 21 Uhr
- Mittwoch 18 - 21 Uhr
- Donnerstag 18 - 21 Uhr
- Samstag 14 - 17 Uhr
- Sonntag 14 - 17 Uhr
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Schicksale von Verfolgten reflektieren und beLEUCHTEN
Hunderte als jüdisch markierte Männer, Frauen und Kinder wurden seit dem
Winter 1941/42 aus dem Münsterland in Ghettos und Konzentrationslager in den Osten Europas deportiert. Am 27. Januar 1942 erfolgte die zweite Deportation von jüdischen Familien aus Münster nach Riga.
Heute vergegenwärtigen Stolpersteine diese Verbrechen und erinnern an die
Verfolgten des Nationalsozialismus. Aber auch die vielen Stolpersteine
unterbrechen unseren Alltag zu Fuß längst nicht immer. Wie kann das
Schicksal der Deportierten sichtbarer gemacht werden?
Der Geschichtsort Villa ten Hompel fordert dazu auf, am Donnerstag, 27.
Januar, - gleichzeitig Tag des Gedenkens an die Opfer des
Nationalsozialismus - um 19 Uhr für zehn Minuten ein Zeichen gegen die
Dunkelheit zu setzen: Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein,
buchstäblich Licht auf Stolpersteine in Münster zu werfen und durch die
Beleuchtung das Schicksal einer bzw. eines Verfolgten sichtbar zu machen.
Das Anzünden einer Kerze oder einfach der Lichtkegel der
Smartphone-Taschenlampe - all dies können Lichter gegen die Dunkelheit sein.
Die temporären Licht-Zeichen möchten wir auch über die sozialen Medien
sichtbar machen und laden Sie deshalb dazu ein, Bilder und Videos der Aktion
und Informationen zu den Verfolgten unter den Hashtags
#DeportationenSichtbarMachen, #LichterGegenDunkelheit und #MünsterGedenkt über Instagram und Twitter zu teilen.
Recherchehilfen und Informationen zu den Schicksalen der im
Nationalsozialismus Verfolgten stellen Mitarbeitende des Geschichtsortes auf
Anfrage über tenhomp@stadt-muenster.de
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=1
gerne zur Verfügung. Wessen Schicksal möchten SIE, möchtet IHR sichtbar
machen?
Mehr zur Aktion „DeportationenSichtbarMachen“
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=2
Ausblick
„Ganz normale Männer - Der „vergessene Holocaust““
Sechs Millionen jüdische Menschen wurden während des zweiten Weltkrieges
ermordet. Wenig bekannt ist dabei allerdings die Rolle, die die
Ordnungspolizei bei der Massenvernichtung der europäischen Jüdinnen und
Juden spielte, im sogenannten „Holocaust durch Kugeln“. Hunderttausende
Opfer wurden in Massenerschießungen durch deutsche Polizisten umgebracht.
Den Verbrechen von Männern in Polizeibataillonen und Einsatzgruppen und dem Nürnberger Einsatzgruppenprozess widmet sich nun eine Dokumentation der Broadway TV GmbH im Auftrag des ZDF, für die auch Recherchen in der Villa ten Hompel angestellt wurden. Unter dem Titel "Ganz normale Männer - der „vergessene Holocaust“ wird der Film am Dienstag, 25. Januar, um 20.35 im ZDF gezeigt und ist vorher bereits in der Mediathek zu sehen.
Zum Film
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=3
Schattenstunde: Filmvorführung im Cinema
Romane, Gedichte, Texte für Hörfunkprogramme und Lieder. Viele Texte, auch
Tagebücher schrieb Jochen Klepper, der als einer der bedeutendsten
christlichen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts gilt. Der letzte
Tagebucheintrag stammt vom 10. Dezember 1942: Dem Tag, an dem Jochen Klepper sich, zusammen mit seiner Frau und seiner jüngsten Stieftochter, das Leben nahm. Um der nationalsozialistischen Verfolgung, der Zwangsscheidung von seiner jüdischen Frau Johanna, und der Deportation von Frau und Stieftochter zu entgehen.
Diese Entscheidung, die ausweglose Situation und den letzten Tag von Jochen
Klepper und seiner Familie thematisiert der Film „Schattenstunde“ von
Benjamin Martins, den das Cinema & Kurbelkiste Münster ab Donnerstag, 27.
Januar zeigt. Die erste Vorführung des als Kammerspiel inszenierten Films
findet am 27. Januar um 19.30 Uhr statt. Vor dem Film wird Stefan Querl,
stellvertretender Leiter der Villa ten Hompel, eine thematische Einführung
geben. Mehr zum Film und Ticketverkauf
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=4
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung
Auch in diesem Jahr können Interessierte einen Blick in unsere
Dauerausstellung „Geschichte - Gewalt - Gewissen“ werfen - z. B. bei unserer
ersten öffentlichen Führung im Jahr 2022 am Sonntag, 30. Januar! Die Führung beginnt um 15 Uhr und dauert ca. eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zur Führung und zu den Corona-Schutzmaßnahmen
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=5
Fortbildung: Münster.Geschichte - ein außerschulisches Curriculum
Gerne weisen wir auf eine Fortbildungsveranstaltung des Kompetenzteams Stadt Münster am 7. März von 14 bis 17 Uhr hin: Vorgestellt wird das
Münster.Geschichte-Curriculum für außerschulische Lernorte. Die hierfür
weiterentwickelten pädagogischen Angebote der Lernorte können in diesem
Sinne miteinander kombiniert und aufeinander aufgebaut werden. So erfahren
die Schülerinnen und Schüler sukzessive, wie Geschichte konstruiert und
dekonstruiert werden kann und wie gesellschaftliche Geschichtskultur
entsteht. Gleichzeitig können Schüler/-innen erfahren, wie sie an
Geschichtskultur aktiv teilhaben. Teilnehmende Lehrkräfte bringen bitte ein
digitales Endgerät mit, da ihnen Material über einen Padlet-Link zu gestellt
wird.
Zur Anmeldung
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=6
Rückblick
Organisation und Begleitung: Verbrechen der Geheimen Staatspolizei und
Ordnungspolizei
Unter Aufsicht und Begleitung der Ordnungspolizei wurden ab Dezember 1941
Jüdinnen und Juden aus dem Münsterland deportiert. Die wenigsten überlebten
die Inhaftierung in Ghettos und Konzentrationslagern, die Zwangsarbeit und
schlechten Lebensbedingungen. Doch die Deportationen verliefen nicht allein
unter Mitwirkung der uniformierten Polizei.
Verantwortlich für die Organisation der Deportationen war die Geheime
Staatspolizei (Gestapo). Zum 80. Jahrestag der Deportationen aus dem
Münsterland haben FSJlerin Jule Richter und Volontärin Kim Sommerer mit
Margarete Zimmermann, Mitarbeiterin in den Gedenkstätten Gestapokeller und
Augustaschacht in Osnabrück, gesprochen und gefragt: Welche Verbindungen gab es zwischen der Gestapo und Ordnungspolizei? Wie arbeiteten beide
Polizeibehörden und andere Organisationen bei Deportationen zusammen?
Mehr zum Besuch in der Gedenkstätte Gestapokeller
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=7
Rechtsextremismus im Jahr 2021
Proteste, in denen teils antisemitische und extrem rechte Positionen geteilt
wurden, ein Demonstrationszug nach dem Tod eines Neonazis. Allein diese zwei Beispiele machen deutlich, dass rechte und extrem rechte Akteure und
Akteurinnen mit ihren Positionen auch im Jahr 2021 offen auftraten - und
keine Neu- oder Seltenheit darstell(t)en, wie auch die Gewalttaten des NSU
zeigten, dessen Selbstenttarnung sich im November zum zehnten Mal jährte.
Michael Sturm von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Münster wirft einen Blick zurück auf rechtsextreme Aktivitäten in NRW im letzten Jahr.
Nicht ohne zu erwähnen, dass all diese Aktionen nicht ohne Gegenbewegungen blieben, sondern sich Einzelpersonen und Gruppierungen wie das Bündnis Keinen Meter den Nazis Münster engagierten und etwa zu Gegendemonstrationen aufriefen.
Zum Bericht im Portal Belltower.News
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=8
Wege aus dem alten Teufelskreis zwischen Vereinnahmung, Vorurteil und
Völkermord
Interreligiös und überparteilich analysierte am 11. Januar ein
Diskussionspodium des Katholischen Studentenvereins Markomannia in Münster Strategien gegen Antisemitismus. Auf Einladung des Vorsitzenden und
Moderators Christoph Stemann diskutierten die Antisemitismusbeauftragte des
Landes NRW Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der Leiter des Katholischen Büros bei Landtag und Regierung in NRW Dr. Antonius Hamers, Maxim Alexander Olijnik als Gesamzvizesprecher des Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerks und Stefan Querl vom Geschichtsort Villa ten Hompel.
Mehr zur Podiumsdiskussion
https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-01-1?mid=2511&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=9
Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter
erscheint Mitte Februar 2022.
INFO
Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unser Homepage
Stadt Münster: Villa ten Hompel - Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel! - Startseite, auf Facebook
Geschichtsort Villa ten Hompel, sowie auf Instagram
www.instagram.com/villatenhompel. Folgen Sie uns gerne - und bleiben Sie
gesund!
Kim Sommerer
Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
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