Geschichte der Pfarrgemeinde Reimerswalde - Raunau; Korrektur für ALBRECHT BALDENSHEIM BERENDT BUCHHOLZ; Neu: Namenindex von FABIAN bis FRÖLICH

Hallo Listenmitglieder,

nachfolgend die 1. Fortsetzung �ber den Beitrag
"Geschichte der Pfarrgemeinde Reimerswalde-Ranau",
von Anneliese TRILLER, geb. BIRCH-HIRSCHFELD,
in: Zeitschrift f�r die Geschichte und Altertumskunde Ermlands,
29. Band, Heft 3. Der ganzen Folge Heft 88,
Osnabr�ck 1958, S. 534-621; siehe auch
// http://www.historischer-verein-ermland.de/texte/VER�FHVE.pdf.

Korrektur zur 1. Mail v. 06.04.2006 f�r nachfolgenden Namen

ALBRECHT 557;
BALDENSHEIM 550;
BERENDT 568;
BUCHHOLZ 588.

ALBRECHT 557
Der Bauern Joseph ALBRECHT erschlug
(laut Reimerswalder Sterbebuch v. 1785)
bei einer Pr�gelei im Hause des
Workeimer Schulzen Joseph HINTZ
den Schmied Michael WOIDER;

BALDENSHEIM 550
In Raunau gab es nur einen silbernen Kelch mit Patene
und einer Inschrift, die auf seine Stiftung durch den
ehemaligen Guttst�dter Domherrn und erml�ndischen
Landmesser Wilhelm BALDENSHEIM
aus Mansfeld (+ 1593) hinwies 43).
43) Vgl. Liste der Guttst�dter Domherren in
Di�zesanarchiv Frauenburg u. Altpr.
Biographie (K�nigsberg 1941) S. 28.;

BERENDT 568
Bischof POTOCKI verlieh 1722 dem Heilsberger
Maler Mathias MEYER das frei gewordene Bauerngeh�ft 3 1/2,
von allem Scharwerk und allen Abgaben befreite Hufen zu
Reimerswalde, die ehedem ein Bauer Michael BERENDT
besessen hatte und die nun w�st lagen;

BUCHHOLZ 588
BUCHHOLZ, Gutsbesitzer in Schulkeim �ber Nautzken Kr. Labiau,
ein Sohnes von Pfarrer RADOLINSKIs Nichte Lucia BUCHHOLZ,
geb. RADOLINSKI, letzter bekannter Besitzer des Tagebuchs von
Pfarrer RADOLINSKI (siehe dort).

Neue Ausz�ge/Informationen f�r die Namen:

FABIAN 542;
FANTA 591, 592, 603;
FAVRAT 576;
FEIFFER (PFEIFER) 565;
FERBER 541;
FISAHN 570;
FOTSCHKI 584, 585, 586, 616;
FRENZEL 595;
FRIESE 592;
FROLICH 541;
FR�LICH 616.

FABIAN 542
"Vom Gute Sperwatten erfahren wir aus jener Zeit, da� die
6 eigentlichen Gutshufen w�hrend des Reiterkrieges an den bisch�f-
lichen Tisch zur�ckgefallen waren. Bischof Mauritius FERBER verlieh
sie dann am 18. Dez. 1525 an Johann CREVI�, d. i. Krebs (vielleicht ein
Nachkomme des Lokatoren von Raunau Peter KREBS), dem sie schon
von Bischof FABIAN (1512-23) in Aussicht gestellt worden waren 26)."
26) Bisch�fliches Archiv Frauenburg (BAFrbg.) C Nr. 3 fol. 167
v. R�HRICH in EZ XX S. 121 liest f�lschlich
CRENIS statt CREVIS (= Krebs).;

FANTA 591, 592, 603
FANTA, Lehrer in Reimerswalde, erw. 1845 u. 1872;

FAVRAT 576
Das preu�ische Heer zog viele Soldaten (ab Sept. 1772 im Ermland),
zumeist Bauern-, K�tner- u. Instmanners�hne f�r mehrere Jahre
(aus der Reimerswalder Gegend meist zu dem Regiment v. FAVRAT) ein.
"Vor allem beim Lehrerstand wirkte indessen diese Milit�rdienstpflicht
oft unangenehm, da die Schulen lange verwaist standen, weil es f�r
die Pfarrer schwer war, dann geeignete Vertreter f�r die
Kirchschulen zu finden.";

FEIFFER (PFEIFER) 565
Thomas PFEIFER oder FEIFFER,
ca. 1729-45 Lehrer in Reimerswalde;

FERBER 541
Bischof Mauritius FERBER (1523-37) stellte f�r Launau am 13.09.1527
eine neue Handfeste aus 24), da das Dorf, wie es darin hei�t,
"mitsampt dem Schulzamt in Kriegsl�ufen verderbet, l�ngst w�ste
gelegen und sich niemand des Schulzamts unternommen hat oder
unternehmen wollt, dadurch das Dorf je l�nger je mehr verwachsen
und ungebaut geblieben" - siehe bei SCHMUGER 541 sowie
bei CREVI� 549
24) Ebenda S. 620 nach BAFrbg. C Nr. 3 fol. 167 r.;

FISAHN 570
"1572 erfahren wir von einem Streit um den einen Launauer Dorf-
krug zwischen Georg FISAHN und seinem Sohne Georg, der dem
Vater nicht den richtigen Kaufpreis f�r den Krug erlegen wollte und
daher von der Landesherrschaft verurteilt wurde.";

FOTSCHKI 584, 585, 586, 616
Martin FOTSCHKI, geb. 1772 in Guttstadt als Kaufmannssohn;
war Domvikar und Sekret�r des Dompropstes Matthy in Frauenburg,
erhielt nach HO�MANNs Tod (1809) die Pfarrei Reimerswalde vorerst
nur als Kommende, also als Verwalter, seine eigentliche Institution als
Pfarrer
daselbst fand erst am 2. Februar 1817 statt, weil der erml�ndische Bischof
Josef v. HOHENZOLLERN selbst der politischen Verh�ltnisse wegen erst
1817 seine apostolische Best�tigung und bisch�fliche Konsekration empfing,
also vor diesem Zeitpunkt keine eigentlichen bisch�flichen Amtshandlungen
vornehmen konnte, wurde 1820 zum Generaloffizial und sp�ter auch zum
erml�ndischen Domdechanten ernannt, im Oktober 1830 resignierte
FOTSCHKI auf die Pfarrei, er verstarb 1835 als Dompropst in Frauenburg,
nachdem er sich besonders um die Schulreform in der Di�zese Ermland
verdient gemacht hatte;

FRENZEL 595
"Am 8. August (1857) langte der Hochw. Herr Weihbischof Dr. FRENZEL
in Begleitung seines Kaplans NEUMANN hier an, um tags darauf
(Dom. 10 post Pent.) die Konsekration der Raunauschen Kirche zu
vollziehn. Sie geschah denn auch, beg�nstigt vom sch�nsten Wetter,
unter Zustr�mung einer gro�en Menschenmenge aufs feierlichste. Der
Hochaltar, welcher bisher in der fr�her abgebrannten Kirche nur ein
Portatile hatte, wurde zu einem fixen gemacht, und die mitgebrachten
Reliquien SS. Martyrum Severi et Theophili in einer blechernen
B�chse darin vermauert.";

FRIESE 592
"Der alte halbtaube K�ster HOFBAUER hatte ruhig in seinem St�bchen im
Schulhause gesessen, bis das Dach fast verbrannt war und der Lehrer STEFFEN
vom obern Ende des Dorfes, wo er beim Stellmacher FRIESE gegessen und sich
dann dort beim Feuer besch�ftigt hatte, hereingesprungen kam und ihn
aufrief.
Beide haben fast gar nichts von ihren Habseligkeiten gerettet; dem Alten
sind noch mehrere Taler Geld verbrannt, auch alle seine recht guten
Kleiderchen."
(betrifft Brand v. 17.05.1845 in Raunau);

FROLICH 541
Jakob FROLICH, Kr�ger, erw. (ca. 1527) in Launau;

FR�LICH 616
"Der t�chtige Lehrer Andreas FR�LICH in Raunau wurde leider schon bald
zum Milit�r eingezogen, wie auch sein Vorg�nger Johann GENG den
preu�ischen Soldatenrock hatte anziehen m�ssen und 1795 in S�d-
preu�en verstorben war.".

wird fortgesetzt

MfG
Andreas

Hallo Listenmitglieder,

nachfolgend die 2. Fortsetzung �ber den Beitrag
"Geschichte der Pfarrgemeinde Reimerswalde-Ranau",
von Anneliese TRILLER, geb. BIRCH-HIRSCHFELD,
in: Zeitschrift f�r die Geschichte und Altertumskunde Ermlands,
29. Band, Heft 3. Der ganzen Folge Heft 88,
Osnabr�ck 1958, S. 534-621; siehe auch
// http://www.historischer-verein-ermland.de/texte/VER�FHVE.pdf.

Neue Ausz�ge/Informationen f�r die Namen:

GARTMANN 620;
GEBLER 583;
GEI�LER 609;
GENG 616;
GERIGK 551, 554, 555, 561, 562, 576, 600, 607;
GERIKE 541;
GERITZ 571, 594, 595;
GERKO 535
GERLACH 586
GERMAN 573, 574;
GIESE 542;
GORGS 558, 560;
GORX 539;
GRABOWSKI 572;
GRAW 565;
GRITTEN 542;
GRO� 555;
GRUNENBERG 593, 594;
GRZYMALA 561;
GUNTEN 538;
GUNTHE 535;
HASE 564;
HATTEN 581, 582, 616.

GARTMANN 620
GARTMANN, 1945 Dompfarrer in Osnabr�ck;

GEBLER 583
Valentin GEBLER, 19j�hrige Eigent�mersohn in Reimerswalde,
wird im M�rz 1807 von Russen get�tet, weil er diesen
"aus gerechtem Grunde" nicht den Weg nach Heilsberg
zeigen wollte.;

GEI�LER 609
"Doch gab es im Jahre 1876, wie der Pfarrer berichtet,
noch manche Bauernh�user des alterml�ndischen Typus
in Reimerswalde, wo Wohnhaus, Scheunen und Stallungen,
unter einem Strohdach vereinigt, einen rechteckigen Hof
umstanden. Die gro�e Feuergef�hrlichkeit dieser Geh�fte
lie� sie allerdings nach und nach ein Opfer der Flammen
werden, wie das Haus des Halbhufners GEI�LER, das der
Pfarrer erw�hnt. Weit n�chternere, aber praktischere
Einzelbauten traten dann an ihre Stelle.";

GENG 616
"Der t�chtige Lehrer Andreas FR�LICH in Raunau wurde leider
schon bald zum Milit�r eingezogen, wie auch sein Vorg�nger
Johann GENG den preu�ischen Soldatenrock hatte anziehen
m�ssen und 1795 in S�dpreu�en verstorben war.";

GERICK 600, 607
GERICK, erw. 1842 als Pfarrer aus Frauendorf, als Pensioner
kaufte er 1869 in Raunau an und siedelte �ber, wo er nun t�glich
zelebrierte, dies bedeutete f�r den Reimerswalder
Seelsorger so manche Entlastung;

GERIGK 551, 554, 555, 561
"Auf Pfarrer DAUL folgte etwa 1613 Pfarrer Andreas GERIGK,
geb�rtig aus Open. Er war ein weitgereister Mann; denn er hatte,
was im Ermland ungew�hnlich war, nicht nur in Braunsberg, sondern
an der Universit�t Wien Theologie studiert. Sein Hauswesen, dem
auch zwei Br�der des Pfarrers angeh�rten, die wahrscheinlich die
Pfarrhufen bewirtschafteten, wurde von seiner Mutter geleitet. 52
Jahre lang (+ vor/um 1666), eine ungew�hnlich lange Zeit,
verwaltete er das Kirchspiel (Reimerswalde).";

GERIGK 562, 576
Josef Michael GERIGK, seit 1745 Pfarrer in Reimerswalde, kannte das
Kirchspiel schon von seinen Kaplansjahren her und lie� sich von seiner
Pfarrei Heiligenthal nach Reimerswalde versetzen, wo er 79j�hrig im
Jahre 1777 verschied. GERIGK nahm bald nach seinem Amtsantritt, den
v�lligen Neubau des Pfarrhauses in Angriff, wozu er selbst manches Opfer
brachte. In Reimerswalde wird sein Andenken heute noch besonders
durch das 1760 von ihm gestiftete sch�ne Sandsteinkreuz am Dorfeingang
an der Heilsberger Chaussee aufrecht erhalten 32).
Unter ihm wurde im Jahre 1749, eine neue Glocke f�r die Kirche
beschafft.
32) Ermld. Presbyterologie S. 132.;

GERIKE 541
Steffen GERIKE, Bauer, �bernahm in Launau neu 6 Zinshufen 1543,
erhielt dabei die Erlaubnis, wegen des sumpfigen Gel�ndes seine
Geb�ude etwas abseits, mitten im Dorfe auf dem Dorfanger,
zu errichten, wof�r er der Dorfgemeinde eine j�hrliche Abgabe
leistete 24).
24) Ebenda S. 620 nach BAFrbg. C Nr. 3 fol. 167 r.;

GERITZ 571
Der Launauer Krug an der Stra�e nach Wormditt ging 1678 in den
Besitz des bisch�flichen Notars Matth�us HOFFMANN �ber 20);
von dessen Familie gelangte er dann 1771 kurz vor der preu�ischen
Okkupation an den Wormditter B�rgermeister Caspar GERITZ 21).
20) Ebenda A Nr. 13 fol. 222; 1688 besa� ihn noch dess. Witwe;
vgl. Bauernlisten S. 43.
21) BAFrbg. C Nr. 5 fol. 20.;

GERITZ 594, 595
Joseph Ambrosio GERITZ, erml�ndische Bischof (1841-67) spendete
den Abgebrannten bald nach dem Brand (v. 17.05.1845 in Raunau)
ein gr��eres Geldgeschenk. Auch f�r den Wiederaufbau der zerst�rten
Raunauer Kirche spendete er (vor/um 1848) eine namhafte Summe.
Die Arbeiten wurden schnell gef�rdert, denn bereits Mitte Juli (1848)
wurde das Kirchendach errichtet und die sogenannte "B�hrung"
(= Richtfest) gefeiert 49).
49) Tagebuch zum 15. VII. 1848. In den kupfernen Turmknopf wurde ein
B�chschen mit folgender Inschrift eingel�tet: "Anno 1845 die 17. m. Maji
Sabb. ante Festum SS. Trinitatis incendium horribile per negligentiam
exortum paene totam villam Raunau una cum ecclesla conflagravit.
Reaediflcatum est templum hoc spaciosius ac elegantius anno 1848 sub
episcopo Varmiensi Josepho Ambrosio GERITZ, me parocho Reimerswaldensi
ac Raunawiensi Ottone RADOLINSKI, capellano Francisco KUHN et vitricis
ecclesiae Simone HIPPEL, sculteto in Bogen, necnon Josepho GRUNENBERG
sculteto in Raunaw. Possessores praedii Sperwatten Petrus et
Carolus BRAUN de erigendo templo hoc optime meriti.
Providentia divina aedificium hoc a calamitatibus omnibus in posterum
benigne custodiat!".;

GERKO 535
"Lokator des Dorfes (Reimerswalde, entstand in den Jahren zwischen
1334 und 1339), dem der Bistumsvogt die Gesch�fte der Dorf-
besiedlung �bertragen hatte und der das Schulzenamt daselbst mit
allen Pflichten und Rechten �bernahm, hie� jedoch nicht REIMER,
sondern GERKO. Er erhielt, wie �blich, von den f�r die Dorffl�che
bestimmten 74 kulmischen Hufen den zehnten Teil, d. h. 7 Hufen
12 Morgen als Freihufen f�r sich und seine Nachfolger zu dauerndem
Besitz. Au�erdem bekam der Lokator wie �berall die Einnahmen der
kleinen Gerichte, den dritten Teil von den gro�en, dazu die H�lfte
aller Zinseinnahmen aus den Dorfkr�gen.";

GERLACH 586
In einem Gedenkblatt f�r Bischof Josef von HOHENZOLLERN
hei�t es von FOTSCHKI:
"Vir fuit eruditus, sollers, benevolus, eximia humanitate insignis.
Instituta litteraria, quorum fautor fuit egregius, memoriam ei
servabunt fidelem atque diuturnam 30)."
30) Direktor Gideon GERLACH in seiner "Memoria Josephi
ab HOHENZOLLERN" vom Jahre 1837; vgl. ebenda S. 670;

GERMAN 573
Georg GERMAN und Josef STEFFEN,
(1784) M�ller der Wasserm�hle in Bogen;

GERMAN 574
Die Schulzenfamilie GERMAN,
Joachim GERMAN, bezeugt f�r 1582-89,
Georg GERMAN 1626-33,
Ertman GERMAN 1660,
Andreas GERMAN 1679-1710
sa�en in Workeim auf einem Schulzengrundst�ck von 6 Hufen.
W�hrend des Schwedeneinfalls 1626 wurde der Schulze
Georg GERMAN mit einem seiner Nachbarn von den
Schweden gefangen, verschleppt und so lange festgehalten,
bis man von ihm die hohe Summe von 1000 Gulden erpre�t
hatte; andernfalls hatte man das ganze Dorf anzustecken
gedroht. Nach Friedensschlu� wandte sich GERMAN 1633
an das Erml�ndische Domkapitel mit der Bitte, ihm bei der
Wiedererlangung dieser Gelder von der Dorfschaft doch
behilflich zu sein 46).
46) Act. Cap. Warm. zum 19. VIII. 1633 und Bibl. Warm. IV S. 199;

GIESE 542
Bischof Tidemann GIESE stellte am 11. April 1550 ein Privileg
�ber das gesamte Gut Sperwatten dem Burggrafen Georg PADELUCHE
von Heilsberg als Entgelt f�r seine Dienste aus.;

GORGS 558
Die 77j�hrige Euphrosyna, + 1683, Ehefrau des Eigenk�tners
Christoph GORGS, vermachte der Kirche (Reimerswalde) den
Betrag von 60 Mark, damals eine namhafte Summe Geldes.;

GORGS 560
Elisabeth, die Ehefrau des Bauern Mathias GORGS zu Raunau
wurde 1706 bei einem n�chtlichen Brande ihres Hauses
vom einst�rzenden Dache erschlagen.;

GORX 539
Noch im 18. Jahrhundert finden sich im Reimerswalder Kirchspiel
laut Kirchenb�chern folgende h�chstwahrscheinlich altpreu�ische
Familiennamen: WOIDA, RUNAU, BELAU, KATIRIGK,
TREBBAU, GORX, KEWITSCH, ROGALL, SPILL u. a.;

GRABOWSKI 572
Die n�chste Verleihung (des Gratialgut Bogen) ordnete 1739
ein Privileg des Bischofs SZEMBEK f�r seinen Neffen an,
den Frauenburger Domherrn Michael OSSOLINSKI;
diese Urkunde wurde 1743 von SZEMBEKs Nachfolger
Bischof GRABOWSKI erneuert 33).
33) Ebenda A Nr. 34 fol. 21.;

GRAW 565
Andreas GRAW, ca. 1698-1702 Lehrer in Reimerswalde;

GRITTEN 542
"Die zehn wahrscheinlich w�st liegenden bisherigen
Zinshufen hatte (Georg) PADELUCHE schon fr�her (vor
dem 11. April 1550) von seinem Landesherrn verliehen
bekommen, die 6 eigentlichen Gutshufen hatte er sich
"von der alten GRITTEN von Sperwern" (vielleicht der
Witwe des Vorbesitzers Johannes CREVI�) erworben."
- siehe auch bei CREVI�, ELDITTEN u. PADELUCHE;

GRO� 555
Johannes GRO�, 1644 Kaplan (Hilfsgeistlicher) beim
Pfarrer Andreas GERIGK in Reimerswalde -
"Von einer besonderen Kaplanei h�ren wir bis ins
19. Jahrhundert hinein noch nichts. Der jeweilige
Kaplan wohnte also wohl mit im Pfarrhaus, wo er
auch am Tische teilnahm.";

GRUNENBERG 593, 594
"Traurig stehen die Mauern der Kirche (Betrifft Brand
v. 17.05.1845 in Raunau), der Vordergiebel hatte sich
ganz nach innen zur�ckgebogen, darin hing noch die
Signaturglocke. Zimmermeister (Joseph) GRUNENBERG,
wiewohl ich es ihm stark widerriet, war doch nach meiner
Entfernung bis oben hinangeklettert und brachte die
unversehrte Glocke herunter: Eine Stunde sp�ter war die
Wand zusammengefallen, der Mann h�tte ungl�cklich sein
k�nnen." - Quelle: RADOLINSKIs Tagebuch,
siehe auch bei Joseph Ambrosio GERITZ;

GRZYMALA 561
Adalbert Ludwig v. GRZYMALA, 1701-1706 Pfarrer in
Reimerswalde, verwaltete gleichzeitig die Hofkaplans-
stelle im Heilsberger Schlo� bei Bischof Andreas ZALUSKI
(1698-1711) -
"GRZYMALA entstammte einem alten polnischen
Adelsgeschlecht und war 1672 als Sohn des Allensteiner
Burggrafen Johann Georg Edler v. GRZYMALA auf dem Gute
Trautzig bei Allenstein geboren worden. Bereits Anfang
1706 verlie� er wieder seine Pfarrei, um als Erzpriester
nach Heilsberg zu gehen, von wo aus er sp�ter weiter zum
erml�ndischen Domkantor aufstieg und wiederholt als
Bistumsstatthalter t�tig war, bis er 1737 zu Frauenburg
starb. Auch GRZYMALA war eine bedeutende Pers�nlichkeit,
die als "vir prudens, severus, hospitalis et justi-
tiam amans" von den Zeitgenossen ger�hmt wird 29)."
29) Ermld. Presbyterologie S. 156 im Di�zesanarchiv Frbg.;

GUNTEN 538
"Als letztes der Kirchspielsd�rfer wurde Launau, altpreu�isch:
Lunyn, sp�ter Launaw, gegr�ndet. Bischof Hermann von PRAG (1337-49)
hatte einigen in der Gegend beg�terten Altpreu�en ihren Besitz
abgekauft und �bertrug 15) am 13. Dez. 1349 einem von ihnen namens
GUNTEN als Lokator die Aufgabe der Gr�ndung. Da� es sich bei dem
g�nstig im fruchtbaren und verkehrsreichen Alletal gelegenen Launau
um eine bereits �ltere altpreu�ische Ortschaft handelt, geht schon
daraus hervor, da� in der Verschreibungsurkunde ein bereits beste-
hender Dorfkrug erw�hnt wird, der der Landesherrschaft geh�rte."
15) Ebenda II S. 148 ff:; vgl. EZ XX S. 108 ff.;

GUNTHE 535
Namen altpreu�ischer Grundbesitzer, erw. in �ltesten Urkunden,
z. B. die des Gedike von NOSGEWICZ und seiner Neffen GUNTHE, WAMIR,
WARPUNE und SANDER, der Br�der TUNGI und der Br�der TARPE und
COITITE im Gebiete von "Lunyn", des heutigen Launau 1).
1) Codex Diplomaticus Warmiensis (= CDW) Bd. II S. 148;

HASE 564
Blasius HASE, (1585-1589) Lehrer in Reimerswalde;

HATTEN 581, 582, 616
Stanislaus v. HATTEN, hielt als Frauenburger Domherr
die Kirchenvisitation von 1798 ab, wurde sp�ter der
erml�ndischer Bischof - siehe auch bei CAROLUS;

wird fortgesetzt

MfG
Andreas