Hallo Gunnhild Fenia,
Sind Angaben von Pfarr- und Standesämtern, Familienbibeln ev. genauer, erfolgsversprechender?
Und einmal im Netz = immer im Netz. Einmal in Netz, hast keiner mehr eine Kontrolle über seine Angaben.
Persönlich nehme ich nach diesem genaueren Hinsehen Abstand davon einen DNA Test zu machen, egal bei welchem Anbieter.
MFG Gunnhild Fenia<<
da haben sich schon sehr Viele ihre Gedanken darum gemacht. Ich habe da meine Lösung gefunden.
1. Mein kompletter Stammbaum ist bei Ancestry hinterlegt (ca. 70.000 Personen) da der Umfang des Stammbaums dort keine Rolle spielt und auch ohne Gebühr ein kostenloser im Umfang endlos freier Stammbaum erstellt werden kann.
2. Ich habe Basisstammbäume (direkte Vorfahren, also nur ein paar Hundert) mit rudimentären Angaben bei anderen Anbietern hinterlegt. So ist sichergestellt das wenigstens jeder der eventuell mit mir zusammenhängt, mich auch findet.
3. Anbieter wie Ancestry haben zum Teil bereits Kirchenbücher etc. bis in die Anfangszeit zurück Online. Bei den Polen oder Franzosen etc. zu weiten Teilen auch und sogar kostenlos.
4. Bei Ancestry habe ich den Teilprivatmodus eingestellt. Das bedeutet, nur wer nach einer bestimmten Person sucht, wird einen Indexhinweis erhalten das ich eventuell die gleiche Person im Stammbaum habe. Speziell bei der DNA Genealogie essentiell.
5. Die DNA Tests auch bei Geneanet hochzuladen ist meines Erachtens momentan sinnlos, da der Anbieter keine relevanten Unterstützungsmöglichkeiten (wie GedMatch) oder eigene Tests anbietet. Also nur Trittbrettfahrer.
6. Ancestry bietet im Gegensatz zu MyHeritage nicht die Möglichkeit, einfach mal einen ganzen Stammbaum eines anderen Forschers einfach bei sich anzuhängen und es dann als gedcom runterzuladen. Man muss also von "Hand" klauen und das ist Vielen viel zu mühsam.
7. Ich lade nur Verwandte oder langjährige Mitforscher aus den gleichen Interessengebieten zu meinem Stammbaum ein. Wenn ein Verwandter meine Ergebnisse bei sich zu seiner eigenen Linie einarbeitet habe ich damit kein Problem. Warum sollte sich der Andere eine Doppelarbeit machen. Es wird dadurch aber nie der gesamte Stammbaum Online sein. Im Umkehrschluss kriege ich dafür die jüngeren Stammergänzungen des anderen Forschers, die ich wegen des Datenschutzes sonst nicht bekommen würde.
8. Wie bei 7. beschrieben ist es oft notwendig auch die jüngeren Daten aus anderen Linien für die DNA Genealogie zu erhalten. Nicht immer antworten getestete Personen, da sie oft die Tests aus anderen Gründen gemacht haben, wie zum Beispiel bei 23andme. Ich hatte es aber schon mehrfach das ich nahe Verwandte der Personen aus anderen DNA Testunternehmen wie bei AncestryDNA etc. kenne und diese mir dann sagten, wer der Andere ist, damit ich ihn treffend zuordnen kann.
9. Ich habe dank der DNA Tests bereits mehrfach tote Enden überwinden können und das trotz streckenweiser zerstörter KB. Das klappt zwar primär nur bei selteneren Familiennamen, aber es klappt. Und ich finde es toll das man bei deutschen Kolonisten in Posen/Polen etc. oft bereits anhand der DNA Tests erkennen kann, woher die Kolonisten eigentlich stammten, durch Triangulation mit anderen DNA Testern.
10. Du bist doch gar nicht verpflichtet einen Stammbaum für deine DNA Tests einzustellen. Du schaust ja eh bei anderen rein, die ihren Stammbaum Online haben, dafür brauchst du die Abgleichfunktion nicht. Aber du wirst auch Verwandte stoßen, zu deren Verbleib ihrer Linien du nie weitergekommen wärst. Natürlich ist das eine andere Stufe der Genealogie. Wer von Uns hat denn in den letzten Jahren alle Nachfahren aller Linien erforscht. Dafür braucht man eh mehr als ein Leben. Aber zu sehen das da noch gmeinsame DNA Abschnitte von vor 1650 da sind. Oder Verwandten in Übersee (Kanada, USA, Brasilien etc.) mitteilen zu können, wo sie ihre "Brickwall" durchbrechen können, finde ich toll, denn die suchen verzweifelt danach und kommen durch die Verzweiflung oft zu falschen Schlüssen.
Zugeben muss ich lediglich, dass die Forschung zum Beispiel in Niederschlesien, mangels deutscher Tester sehr viel schwieriger ist. Das sehe ich auch in Brandenburg oder Mecklenburg. Besser erforscht sind da inzwischen die Familien aus Posen, Polen, Wolhynien oder Baden-Württemberg wegen vieler guter Quellen wie die der SGGEE etc.
Es muss jeder selbst wissen was er macht. Wenn du der Ansicht bist, dass die Papierforschung genügt, ist das doch in Ordnung. Ich für meinen Teil weiß inzwischen, dass ich in zwei Fällen die unehelichen aber genannten Vaterschaften von Vorfahren bestätigen konnte, was bei der Papierforschung immer unsicher ist. Auch kann ich bereits sagen das entweder in zwei Fällen eine Vorfahrin meinerseits oder bei den Gegenseiten ein Vorfahr untreu geworden sind. Mit genügend anderen Tests kann man über kurz oder lang selbst das anhand der DNA Test klären. Viele haben beim Aufkommen der PC's und später des Internets, diese Möglichkeiten wegen des Missbrauchspotentials abgelehnt, es aber nicht verhindert. Das gleiche passiert nun bei den DNA Tests. Unsere Generationen sind im Endeffekt die Pioniere, Hauländer oder Kolonisten, die noch vor 200 Jahren umherzogen um brachliegendes Land zu besiedeln und neue Erkenntnisse zu treffen. Dafür hat es damals eine Portion Mut gebraucht und Heute auch. Ja es kann schief gehen, ja man wird auf Leute stoßen die es missbrauchen. Aber man wird am Ende auf mehr Menschen stoßen, mit denen man Arbeiten kann und die dich am Ende sogar unterstützen. Ich habe meine Entscheidung nie bereut, alles mitzunehmen.
Grüße aus der fast Coronafreien Prignitz, Brandenburg, Maik (Senninger)
Immer auf der Suche nach Funden zum Familiennamen SENNINGER und den diversen Varianten wie; Senniger, Seninger, Senniger, Seniger, Senging, Senginger, Sinninger, Sinniger, Seiniger, Seininger, Sennenger, Senger, Zenninger, Selinger, Seyning, Seling??w, Seyninger, Zeyniger, Zeynigerow, Seliger, Zeylinger, Zeyninger, Zejnigier,Simminger, Semminger, Symminger