Die Genealogie erfreut sich in Frankreich großer Beliebtheit. Laut einer Studie bekunden 71 % der Franzosen Interesse an ihren Wurzeln und ihrer Herkunft. Dank digitaler Werkzeuge, des Internets und künstlicher Intelligenz (KI) wird diese Tendenz weiter verstärkt.
Unterstützung durch künstliche Intelligenz
KI hilft bei der Entzifferung alter Schriften und der Restaurierung alter Fotos. Tools zur Zeichenerkennung sparen Zeit bei der Transkription jahrhundertealter Texte. Allerdings müssen schlecht transkribierte juristische Begriffe korrigiert werden.
Beispiel eines „Neogenealogen 2.0“
Hadrien Brunet Peiffer, ein 21-jähriger Grafikdesignstudent, ist ein Beispiel für einen „Neogenealogen 2.0“. Er verbringt täglich etwa zwei Stunden und an Wochenenden bis zu sechs Stunden mit der Ahnenforschung. Dank der Online-Forschung und dem Austausch mit anderen Genealogen konnte er seinen Stammbaum bis etwa 1400 zurückverfolgen.
Durchschnittsalter und Trends bei Genealogen
Das Durchschnittsalter der Hobby-Genealogen liegt bei 42 Jahren. Dies ist laut Marie-Odile Mergnac, Historikerin und Autorin zahlreicher Genealogie-Handbücher, auf die Entwicklung des Bildungssystems, die Freizeit und die Verfügbarkeit digitaler Werkzeuge zurückzuführen. Die Digitalisierung von Personenstandsregistern seit 2004 und die Zunahme genealogischer Netzwerke erleichtern die Forschung. Allerdings sollte man bei KI-basierten Porträts von Vorfahren auf der Grundlage schriftlicher Beschreibungen vorsichtig sein.
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