GEGNER - Name und Herkunft

Liebe Mitleser -

ich schreibe ganz eifrig an der Chronik meiner ostpreu�ischen Vorfahren.
Leider fehlt mir ein Namenslexikon, in dem ich etwas �ber Herkunft und
Deutung des Namens GEGNER finde.

Ich erinnere mich, gelesen zu habe, da� in irgend einem Lexikon so etwas
wie 'der aus der Gegend kommt' stand - aber ich h�tte so gern den
genauen Wortlaut und die Quelle.

Au�erdem �berlege ich noch immer, weshalb und auf welche Weise meine
Gegner-Vorfahren wohl in Ostpreu�en 'gelandet' sind. Der erste Eintrag
im Kirchenbuch von Eichhorn, Pr. Eylau, stammt aus dem Jahre 1677 - sie
sind also nicht erst im Zuge der Neu-Besiedelung nach der Pest gekommen.

Hat vielleicht jemand eine Idee?

Gru� von Irmi

Laut Hans Bahlow-Deutsches Namenslexikon ist der FN Ggener so gedeutet: obd.
aus der umgebenden Landschaft, Gegend ~ mhd. gegene; Eberhard Geginer 1280
Mengen/Württemberg

MfG
Peter (Meister)

Hallo Irmi,
Bahlow schreibt: "Gegner, (obd): aus der umgebenden Landschaft, Gegend (mhd. gegene). Eberh. Geginer 1280 Mengen/ W�rtt."

M�glich w�re in Ostpreu�en auch eine Angleichung eines urspr�nglich pru�ischen Namens an einen deutschen. Gerullis erw�hnt den Ort Gegelawcken, 1507 erw�hnt, sp�ter Jeglacken im Kreis Rastenburg. "gege" ist die Wiese, "lawcken" ist eine falsche Schreibweise von "laukas" (Feld, Acker).

Beate

Ganz herzlichen Dank f�r die zahlreichen Antworten, die ich schon jetzt
bekommen habe. Ich kenne nun den genauen Wortlaut aus Bahlows
Namenslexikon.

Auch dir vielen Dank, Beate, f�r den Hinweis auf den m�glichen
pru�ischen Ursprung. Ich glaube dennoch eher an eine Zuwanderung aus dem
s�ddeutschen Bereich. Ich habe anhand des Telefonbuches vor einigen
Jahren mal eine Graphik erstellt, aus der ganz deutlich hervorgeht, da�
das 'Nest' der Gegner in der Gegend um W�rzburg liegt.

Aber - falls das so sein sollte - weshalb sollten sie so fr�h (vor 1670)
von dort aus nach Ostpreu�en gegangen sein?
M�glicherweise aus Glaubensgr�nden?

Gru� von Irmi

Liebe Irmi,
ich lese gerade das Buch "Geschichte des Deutschen Ordens" von Uwe Ziegler, 2003. Darin sind auch die Hochmeister des Ordens aufgelistet. Darunter:
Konrad von Feuchtwangen (Hochmeister 1291-1296) und
Siegfried von Feuchtwangen (Hm 1303-1311). Feuchtwangen liegt südlich von Würzburg.
Ein Großteil der Mitglieder ( und damit wohl auch deren Bedienstete) kamen danach aus Mittel- und Süddeutschland. Möglich, dass der FN bereits im Spätmittelalter mit dem Deutschen Orden nach Ostpreußen kam.
Mit besten Grüßen
Angela (Daberkow)

----- Original Nachricht ----

Hallo Irmi,
vielleicht findest du hier die Erkl�rung:
http://www.prussen.org/besiedelung-bevoelkerungsentwicklung-ostpreussen.htm

Beate