Gedanken zu "Vertreibungsdebatte" von Knut Barde

Guten Abend,
treffender kann man es m.E. kaum vormulieren; "lohnen" tut sich die Diskussion
sowieso nicht, sie geh�rte zudem nicht in diese Liste.
Ein sch�nes und friedliches Pfingstfest w�nschend
Uli

Guten Abend,
treffender kann man es m.E. kaum vormulieren; "lohnen" tut sich die Diskussion
sowieso nicht, sie geh�rte zudem nicht in diese Liste.
Ein sch�nes und friedliches Pfingstfest w�nschend
Uli

Hallo,
ich wollte mit diesem Thema auch "keinem auf dem Schlips treten".

Wie gesagt, ich lehne ja solche extremen Haltungen auch ab und bin
f�r ein friedliches Miteinander im neuen Europa.
Ich finde bloss, wir als Ahnenforscher sollten auch zu unseren deutschen Wurzeln stehen,
auch wenn vielleicht viel "Schlechtes" in der Geschichte von Deutschland ausgegangen ist.
Es gab aber auch vor den Weltkriegen gute Zeiten und unsere Gr�nderv�ter
um 1900 herum haben ja viel f�r den Aufbau von Deutschland getan.
Wollen wir das heute einfach alles wegwerfen ?

Es w�re aber mal interessant zu wissen, auf welchen Listen
diese "Vertreibungsdebatte" SACHLICH und ohne Propaganda diskutiert wird.
Vielen Dank und ein friedliches Pfingsten allen.

Gruss, Stefan Hartmann.

Hallo an alle Listigen,

ich muss hier meinen Vorrednern (bzw. Vorschreibern) absolut recht geben.
Auf der einen Seite lohnt sich die Debatte schon auf Grund ihrer
Unergiebigkeit nicht. Es wird sich auch hier - in dieser Liste - kaum eine
einstimmige Meinung dazu herausbilden.

Nur möchte auch ich derartige "Handgranaten" (wie ein Vorredner sie nannte)
nicht unkommentiert in diesem Forum stehen lassen.

Ich denke, dass im Beitrag von Herrn Hartmann auch einige Dinge falsch
ausgelegt worden sind.

Mit der Unterzeichnung des so genannten "2+4-Vertrages" erhielt Deutschland
die volle Souveränität zurück, abgesegnet durch die Siegermächte des 2.
Weltkriegs. Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie war - so weit ich weiss -
Bestandteil auch dieses Vertrages. Juristisch gesehen stellt das einen
Friedensvertrag dar, der auch die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als
Ostgrenze der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich festschreibt.

Ob man mit diesem Vertrag nun konform geht oder nicht ist also irrelevant.
Ich will damit aber nicht die Tatsache schönreden, dass die Vertreibung der
Deutschen aus den Ostgebieten völkerrechtlich ein unendschuldbares
Verbrechen ist, das von der Weltöffentlichkeit hingenommen wurde. Aber damit
wurden historische Fakten geschaffen.

Wenn ich solche Formulierungen lese, wie "ohne neuen Krieg", frage ich mich
allerdings ernsthaft, wess Geistes Kind der Autor ist. In das allgemeine
Verständniss eines demokratischen Rechtsstaates passt das jedenfalls nicht
so recht.

Schlussendlich treffen wir uns in dieser Liste aber, um Dinge über unsere
Ahnen zu erfahren und uns gegenseitig bei dieser Suche zu unterstützen. Ich
denke daher, dass der ganze Disskussionsaufruf nicht hier her gehört.

Liebe Grüße an alle

Bodo Eggert
Görlitz (Ja, tatsächlich einer, der direkt an der Oder-Neiße-Linie wohnt !)

-------Original-Meldung-------

Mit der Unterzeichnung des so genannten "2+4-Vertrages" erhielt Deutschland

<die volle Souver�nit�t zur�ck, abgesegnet durch die Siegerm�chte des 2.
<Weltkriegs. Die Anerkennung der Oder-Nei�e-Linie war - so weit ich weiss -
<Bestandteil auch dieses Vertrages. Juristisch gesehen stellt das einen
<Friedensvertrag dar, der auch die Anerkennung der Oder-Nei�e-Linie als
<Ostgrenze der Bundesrepublik Deutschland v�lkerrechtlich festschreibt.

Es ist eben die Frage, ob das auch die Mehrheit der Deutschen so sieht,
oder ob sich die Politiker da nicht einfach �ber unsere K�pfe und besonders
�ber die K�pfe der Vertriebenen hinweggesetzt hat ?

Ich kann mich noch gut an einen Videofilm erinnern,
den ich mal gesehn habe.
Dort hielt Helmut Kohl auf einem Tag des Bundes der Vertriebenen eine Rede und bestand
auf der Oder-Nei�e-Linie als Ostgrenze der Bundesrepublik Deutschland.
Er wurde er gnadenlos ausgebuht !

Ob man mit diesem Vertrag nun konform geht oder nicht ist also irrelevant.

Vielleicht h�tte es ja ein Volksabstimmung �ber so ein wichtiges Thema geben sollen...?

Ich will damit aber nicht die Tatsache sch�nreden, dass die Vertreibung der
Deutschen aus den Ostgebieten v�lkerrechtlich ein unendschuldbares
Verbrechen ist, das von der Welt�ffentlichkeit hingenommen wurde.

Genau, das Verbrechen wurde hingenommen. Vollkommen richtig erkannt.

Aber damit
wurden historische Fakten geschaffen.

Na kar, es waren ja auch die Nachkriegszeiten mit kaltem Krieg und
Aufteilung des restlichen Deutschlandes in 2 "feindliche Lager ".
Was hier 45 Jahre in Deutschland ablief, war doch die reinste "Muppet-show"...

Hier herrschte doch Siegerpropaganda, sowohl auf �stlicher sowie auf westlicher Seite...
Wir wurden doch die ganze Zeit zwichen den Bl�cken "zerrieben"...

Wir k�nnen im Nachhinein nat�rlich froh sein, dass es damals nicht zu einem nuklearen
Konflikt zwischen der UDSSR und der USA gekommen ist, denn die Atomraketen
w�ren wahrscheinlich zuerst auf deutschem Boden eingeschlagen....

Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Eltern in den 60er Jahren,
als ich noch ein kleiner Junge war, immer Schiss hatten, dass die Russen kommen...

Wenn ich solche Formulierungen lese, wie "ohne neuen Krieg", frage ich mich
allerdings ernsthaft, wess Geistes Kind der Autor ist. In das allgemeine
Verst�ndniss eines demokratischen Rechtsstaates passt das jedenfalls nicht
so recht.

Da haben Sie was falsch verstanden.
Ich meinte ja nicht, dass wir deshalb einen Krieg anzetteln SOLLEN , sondern,
dass, wenn wir die Polen heute aus den ehemalig deutschen Gebieten vertreiben w�rden,
es zu solchen Spannungen kommen k�nnte, dass es leicht in einen neuen Krieg ausl�sen k�nnte...
und dass will ja nun keiner !

Denn wer l�sst sich schon gerne freiwillig vertreiben ? Keiner !

Deshalb bin ich ja auch f�r ein friedliches Miteinander im grossen Europa.

Schlussendlich treffen wir uns in dieser Liste aber, um Dinge �ber unsere
Ahnen zu erfahren und uns gegenseitig bei dieser Suche zu unterst�tzen. Ich
denke daher, dass der ganze Disskussionsaufruf nicht hier her geh�rt.

Ja stimmt, ich hatte das Thema ja auch nur angesprochen,
weil hier dauernd �ber die B�cher der Vertreibung gepostet wurde und ich
gerade mit einem Bekannten selber �ber das Thema streite...

Ein Friedliches Pfingfest !
Gruss, Stefan Hartmann.

betr.
oder ob sich die Politiker da nicht einfach |ber unsere Kvpfe und
besonders

ber die Kvpfe der Vertriebenen hinweggesetzt hat ?

Adalbert Goertz responds >>>>>>>>>>>>

Genau so ist es.

Dazu vielleicht noch diese Insider-Informationen.

http://www.deutschesreichsblatt.supervisionszentrum.de/interviewdrhaug177.htm

Wenn das stimmt , was hier behauptet wird,
ist es ein echter Knaller:

Frage:

Wie war die Wiedervereinigung beispielsweise von Russland geplant?

Wie war die Haltung Polens?

Antwort:

Aus dem Nachla� des �bersetzers Nagorny, der die Gespr�che zwischen Kohl, Genscher und Gorbatschow �bersetzte ist bekannt, dass
Gorbatschow die Deutschen Ostprovinzen jenseits der Oder Nei�e zur�ckgeben wollte. Die Uni Moskau wurde u.a. mit dem logistischen
Ablauf beauftragt.

Aus einem Zitat vom 18. Juli 1990 aus der "Welt" des polnischen Ministerpr�sidenten ist ebenfalls bekannt, dass Polen die
fremdverwalteten Ostgebiete, so wie es das V�lkerrecht vorsieht, zur�ckgeben wollte.

Kohl und Genscher hatten Gorbatschow und Polen bekniet, an der Oder Nei�e Grenze festzuhalten. Genscher w�rtlich: "Unser System w�re
sonst nicht mehr aufrecht zu halten gewesen".

Das hei�t ihre L�ge w�re nicht mehr aufrecht zu halten gewesen.

Aus einem Bundesverfassungsgerichtsurteil von 92 geht w�rtlich hervor (Zitat) "..dass die Gebiete jenseits der Oder Nei�e weiterhin
Deutschland zugeh�rig bleiben, jedoch nicht zur BRD geh�ren..".

Genscher hatte als Au�enminister der BRD keine hoheitliche Verf�gung f�r das Deutsche Reich. Er konnte diese Gebiete nicht abtreten
an Polen.

Das w�re wie wenn ich in der Abwesenheit meines Wohnungsnachbars dessen Wohnung verkaufen w�rde.

Ein solcher Vertrag hat nat�rlich keine G�ltigkeit.

Im v�lkerrechtlichen Sinne ebenfalls nicht. Dies kann nur durch Abstimmung des im betroffenen Gebiet lebenden Volk geschehen und
nicht durch einen Au�enminister.

Hallo Listies,

der einhelligen Ablehnung, hier eine "Rückhol"-Debatte zu führen, kann ich nur
beipflichten:

- Dies ist eine Ahnenforschungsliste, die jedwede Ahnen erforschen will;

- ich kenne keine Internet-Liste (kenne aber auch nicht viele), in der diese Art von o.g.
Debatte sachlich geführt wird (es würde für diese Liste nur bedeuten, dass Extremen ein
neues Forum geschaffen werden würde);

- "...zu unseren deutschen Wurzeln stehen"? Wir Ost- (und West-) Preußen haben wohl so
international gemischte Wurzeln wie kaum ein anderes "Völkchen";

- "...die Deutschen die rechtmässigen Eigentümer"? Deutschland hat 1945 BEDINGUNGSLOS
kapituliert, hat bindend auf die Ostgebiete verzichtet etc. (wie bereits gesagt);

- "...Gebiete zurückbekommt", weil ehemals deutsch? Dies verkennt, dass dann die
prußischen Ureinwohner Ostpreußens das selbe Anrecht hätten - was das Rad der Geschichte
um ca. 750 Jahre zurückdrehen müsste, aber nicht kann;

- "...ohne neuen Krieg"? Der einzig gangbare Weg ohne einen solchen läuft gegenwärtig ab
und hat den Namen Europäisierung.

Handgranaten wie irgendeine kauzige Reichs(!)regierung sollten wir schlicht und einfach
ignorieren.

Grüße & fröhliche Feiertage,
Hans
(da fällt mir ein, ich habe mich in dieser Liste noch nicht vorgestellt - muss ich mal
bei nächster Gelegenheit nachholen)

Bodo Eggert schrieb: