Frühe Vorkommen Dauermann und Dautermann in der Rheinpfalz

Liebe ListenteilnehmerInnen,

als neues Mitglied dieser Liste möchte ich mich an Sie wenden. Ich betreibe Familienforschung seit mehr als 30 Jahren und da bearbeite ich im Besonderen die Namen meiner Vorfahren, u.z. TAUERMANN (Schreibweise bis ca. 1620), DAUTERMANN und TAUTERMANN, die im nordböhmischen Erzgebirge in der Nähe von Komotau (Chomutov) ansässig waren.

Im Zuge meiner Recherchen stieß ich auf den Namen DAUTERMANN auch in der Rheinpfalz, wo um 1700 die Familie des Hans Peter Dautermann in der Hahnmühle in Cölln-Bayerfeld gelebt hatte. Die Nachkommen dieser Familie leben heute in Deutschland und in den USA. Als Urahnen beziehen sie sich - so seinerzeit vom Chefredakteur der "Rheinpfalz", Dr. Wilhelm Dautermann, in einem Aufsatz angeführt - auf einen Mathes Dautenheimer (Ein Forscher, u.z. Herr Pfarrer Alfred Kuby, hatte seinerzeit die Theorie aufgestellt, dass sich Dautermann aus einer Verballhornung des Namens Dautenheimer über Daudemer so entwickelt hätte!) bzw. auf seinen Vater, einen Bäckermeister Otto Dautermann (Schreibweise?) aus Neu-Bamberg, der 1622 in einer Huldigungsliste der Herrschaft Falkenstein erwähnt worden sein soll. Bedauerlicherweise konnte ich bisher die Urkunden, die sich auf den Otto Dautermann beziehen, noch nicht finden. Eine diesbezügliche Anfrage im Landesarchiv Speyer wurde mir leider negativ beantwortet.

Nachdem meine Vorfahren in Nordböhmen den Namen in der heute in der Rheinpfalz üblichen Schreibweise schon ab ca.1620 einige Jahrzehnte trugen, kann ich mich mit der o.a. Theorie Dautenheimer hin zu Dautermann im Zeitraum 1622 bis 1700 nicht besonders anfreunden. Andererseits gibt es als älteste gefundene Quelle in einer Einwohnerliste der Stadt Gau-Algesheim im Jahr 1618 als "Ausmärker" einen Michael DAUTMANN zu Ockenheim. Inwieweit es da einen Zusammenhang gibt, ist leider bisher nicht geklärt.

Aus diesem Grund wende ich mich mit der Bitte an Sie, sollte Ihnen ein frühes Vorkommen des Namens Dautermann und ähnlich untergekommen sein, um Ihre Mitteilung. Vielen Dank im Voraus.
Über meine Familie können Sie, sollte es Sie interessieren, einiges auf meiner Homepage http://www.8ung.at/tmchronicles erfahren.

Recht freundliche Grüße aus dem "eiszeitlichen" Wien sendet

Helmuth Tautermann

Hallo Herr Tautermann,

Bei den Dautermanns handelt es sich scheinbar um eine Müllerfamilie, die
auch in St. Alban und Münsterappel ihre Spuren hinterlassen hat. St. Alban
und Münsterappel sind nicht weit von Cölln bzw. Bayerfeld entfernt.
Im folgenden meine frühesten Daten von St. Alban:

Vater:
Johann Martin DAUTERMANN luth
* errech. 1679.
~ .
Beruf: Müller in St. Alban-Untermühle (Untere Mühle)
Wohnung: in St. Alban-Untermühle (Untere Mühle)
+ am 06.12.1736 in Münsterappel-Obermühle. von dem Mühlstein in der
Obermühle ergriffen und auf der Stelle tot 57 Jahre alt
Begr. am 08.12.1736 in Münsterappel.
Quellen: Münsterappel, Kirchenbuch luth.; Karl Schläfer, Die Familien von
Gerbach und St. Alban.

Weitere Verbindung: um 1706 mit Christine LÖW.

Heirat vor 1700 .
in Münsterappel wird der Name "Daudermann" geschrieben
Wohnung der Familie: in St. Alban-Untermühle (Untere Mühle)
mit

Mutter:
Anna Catharina N.N. luth
* 1670 ?.
~ .
Wohnung: in St. Alban-Untermühle (Untere Mühle)
+ am 17.04.1705 in St. Alban-Untermühle (Untere Mühle).
Begr. .
Quellen: Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban.

Kinder:
1. Maria Barbara DAUTERMANN luth
* vor 1700 in St. Alban-Untermühle (Untere Mühle).
+ am 18.01.1740.
das Sterbedatum ist im KB St. Alban nicht eingetragen

Viele Grüße aus der Pfalz

Ewald Dittmar

Hallo Herr Tautermann,
hallo Herr Dittmar,

aus Gaugrehweiler stammt "mein" Karl Dautermann, geb. 06.04.1763, verh. am 07.09.1791 in Dielkirchen, mit Anna Margarethe Stock, geb. 10.8.1768.

Leider ist mir nicht mehr �ber Karl bekannt.

Das Buch von Karl Schl�fer �ber die Familien von Gerbach und St. Alban, ist das noch erh�ltlich und wenn ja wo?

Viele Gr��e,

Alexandra (Hannon), Friedelsheim

Hallo Alexandra,

das Buch von Karl Schläfer ist nicht käuflich erhältlich, kann aber bei der
Pfälzisch-Rheinischen Familienkunde in der Rottstraße in Ludwigshafen bzw.
im Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer eingesehen
werden.

Viele Grüße

Ewald Dittmar