Hallo Wolfgang, mit meinen Eltern habe ich auch in der Georgenstrasse 6 in Breslau in der 3. Etg. gewohnt. An Deine Tante, Frau Przibille kann ich mich nicht erinnern, aber daran, dass wir am 20.Januar 1945 den Befehl von der SS bekamen, dass Frauen mit Kindern und alte Leute am 21.Januar 1945, also einen Tag sp�ter schon, evakuiert werden. Es hie�, dass wir in ca. 14 Tagen wieder zur�ck w�ren und darum nur das N�tigste mit nehmen sollten.Treffpunkt war am Bahnhof, ich wei� nicht mehr an welchem, Freiburger oder Hauptbahnhof.
Wir hatten Gl�ck (wenn man das so bezeichnen kann) und kamen in einen Zug rein, Richtung B�hmen und M�hren. Ich nehme an, dass Deine Tante es mit ihrem
Mann nicht geschafft einen Sitzplatz in den Tranportz�gen zu ergattern und sich deshalb zu Fu� bei -21� auf den Weg machte..
Wir kamen im Mai/Juni 45 zu Fu� wieder zur�ck nach Breslau und die Georgenstr 6 rauchte noch aus ihren Tr�mmern. Es hie�, der Volkssturm h�tte die ganze linke Seite der Georgenstr. vernichtet die (rechte blieb verschont) um freies Schu�feld zu haben bzw. es sollte nichts dem Feind in die H�nde fallen.
Mehr kann ich Dir leider auch nichts dazu sagen, und fragen kann ich auch niemand mehr.
>Hallo Schlesier,
>meine Gro�tante, Helene Przibille, Breslau, Georgenstra�e 6, >geh�rte
>mit
>Ihrem Mann auch zu den Leidtragenden des Fluchtdramas der >Breslauer
>Zivilbev�lkerung Anfang 1945.
>Aus ihren Erz�hlungen wei� ich, da� sie ihren Mann, der im ersten
>Weltkrieg
>ein Bein verlor, im Handwagen hinter sich herziehen mu�te. In >keinem
>Ort
>durfte sie l�nger, als einen Tag bleiben. Alles war mit >Fl�chtlingen
>�berf�llt. Erst in Micheln, Kreis K�then, Sachsen-Anhalt durfte >sie
>bleiben.
>Der B�rgermeister hatte sie gefragt, was sie k�nne. Sie konnte >n�hen
>und der
>Ort hatte keine Schneiderin.
>Meine Fragen:
>Wann begann die Flucht oder Evakuierung der Zivilbev�lkerung aus >der
>Festung
>Breslau?
Viele Gr��e und noch mehr Erfolg bei der Spurensuche von Eleonore (G�bel)
Hallo,
meine Cousine erz�hlte auch, dass nur von 14 Tagen die Rede war und in der Nacht vor der Flucht n�hte sie mit ihrer Mutter aus Vorh�ngen provisorische Rucks�cke. Es wurde nur das Notwendigste mitgenommen. Aus den 14 Tagen wurden dann 62 Jahre, denn erst in diesem Fr�hjahr haben wir gemeinsam Breslau besucht.
Gru� aus Berlin,
Andreas (Bischoff)
www.family-bischoff.de