Frage zur Namensgebung in (Süd-)Schweden

Hallo, bei meinen Recherchen zum Rostocker Mühlenbauer O.M. Hofwolt stoße ich bei der Namensgebung bei unehelichen Kindern auf eine Verständnisfrage:

Bis Mitte/Ende des 19. Jahrhundert wurden in Schweden Söhne mit -son und Töchter mit -dotter zum Vornamen des Vaters benannt. In meinem Fall also z.B.

Måns Larsson oo Bolla Olsdotter
Sohn z.B. Ola Månsson
Tochter z.B. Anna Månsdotter

Die Mutter Bolla Olsdotter stirbt 1861 und der Vater bekommt mit dem (Haus-)Mädchen weitere uneheliche Kinder zwischen 1862-1874. Erst 1874 heiratet er Bengta Hansdotter.

Welchen Namen tragen die unehelichen (vorehelichen) Kinder? Bekommen sie auch den Namen des benannten Vaters (Månsson bzw. Månsdotter)? Oder wie wird der Nachname aus dem der Mutter gebildet? In den Kirchenbüchern ist der Nachname bei den Kindern nicht angegeben.

Erst später beim Wegzug der Kinder ist ein Nachname angeben. Im vorliegenden Fall wird aber um 1880 der Nachname des Vaters als Ehename und Nachname der Kinder eingeführt, so dass alle Kinder (ehelich oder vorehelich) mit dem Namen Larsson aufgeführt werden. So ist leider nicht mehr erkennbar, mit welchem Namen sie vorher geführt worden.

Warum ist das wichtig? Zur Dokumentation im Genealogieprogramm muss ja ein Nachname angegeben werden ...

Mit Grüßen aus Rostock
Martin (Pannier)

Bei R�tter
https://www.rotter.se/faktabanken/rotterarkivet/hur-gor-man/1226-ques2
wurde 2000 diese Frage auch gestellt
Antwort:
Svar: Min erfarenhet �r att de allra flesta utom�ktenskapliga barn fick namn efter fadern. Hette barnet Larsson/Larsdotter �r det n�stan s�kert s� att fadern verkligen hette Lars. �tminstone f�r �ldre tider, 1700-talet och b�rjan av 1800-talet, tror jag att man kan s�ga att det s� gott som alltid f�reh�ll sig s�, s�rskilt p� landsbygden. Om modern hade ett sl�ktnamn fick barnet inte s�llan detta. Detta g�llde s�rskilt i senare tid (1800- och 1900-talen). Under senare delen av 1800-talet kan det dock s�kert f�rekomma att utom�ktenskapliga barn till kvinnor som hette Larsdotter/Larsson kunde f� namnet Larsson (dock knappast Larsdotter). // H�kan Skogsj�

H�kan schreibt:
Die allermeisten unehelich geborenen Kinder wurden nach dem Vater benannt, jedenfalls im 18. und Anfang des 19. Jh. Hatte die Mutter einen Familiennamen wie Ringstr�m, wurde das Kind oft auch so benannt, insbesondere im 19. und 20. Jh., aber es kommt auch vor, dass das Kind das Patronymikon der Mutter �bernahm: hiess die Mutter Larsdotter, w�rde ein Junge dann aber die m�nnliche Form Larsson �bernehmen.

Das entspricht �brigens die Verfahrensweise in D�nemark

Ich w�rde in den Konfirmationsb�chern eine Best�tigung suchen

Inger Buchard
D�nemark

-----Oprindelig meddelelse-----

Vielen Dank. Leider gibt es zu Ystad St. Marien keine Konfirmationsbücher für die gesuchten Jahre 1876-1880 (zumindest habe ich keine unter <https://sok.riksarkivet.se/digitala-forskarsalen> gefunden).

Da die Kinder bei Auszug den Vatersnachnamen (Larsson) tragen und die Familie vor und nach der Heirat immer zusammen gelebt hat, tendiere ich zur Nutzung von Månsdotter (da alles Töchter) zur Geburt und werde als zusätzlichen Namen Larsson erfassen. Dass die Kinder den Namen der Mutter (Hansdotter) getragen haben, lässt sich aktuell voraussichtlich nicht belegen.

Mit Grüßen
Martin (Pannier)