Liebe Mitleser
mich interessiert folgendes
Wolfenb�ttel/Hauptkirche Epitaph Anna Margaretha Engelbrecht, geb. Stisser 1620
Wer ist in der Lage, mir von diesem Epitaph ein Foto (digitalisiert?) zu senden?
Vielen Dank im voraus
Mit freundlichen Gr��en
Klaus Riecken
www.Riecken-online.de
von
Anna Margaretha Engelbrecht, geb. Stisser
ist mir folgendes bekannt:
Anna Margarethe Stisser * Halle/Ulr. 30.4.1594, + Leipzig 3.11.1629, begr. 15.11.1629 Wolfenb�ttel in der Hein�richst�dtischen Kirche, (Lp. Roth, R6995), lernte lesen, schreiben und rechnen, begleitete ihren Mann, der von Herzog Friedrich Ulrich zu Braunschweig-L�neburg als Kanzler berufen worden war, bei seiner jetzigen Reise an den kaiserl. Hof bis Leipzig. Am 2.Oktober bekam sie Fieber, alle dagegen angewandten Mittel halfen nichts. Besonders ging ihr nahe, da� sie wohl ihren Mann nicht mehr wiedersehen w�rde. 10 Kinder (Q 20), ooI Halle 2.3.1612 Arnold Engelbrecht
Kinder:
Christian Wilhelm, * 13.12.1612, + 17.7.1675, AT-Nr.1266,
Anna Margaretha, * 20.8.1614, + 11.8.1664, oo 22.11.1636 Ferdinand L�decke, Riedemeister in Hildesheim,
Chilian Arnold, * 15.2.1616
Dorothea, * 3.9.1617
Arnold, * 7.11.1618
Chilian, * 29.6.1620, + 9.1.1680, JUD, Asses.Scabin. und Pf�nner in Halle, ooI 16.7.1651 Catharina Elisabeth Grieben,
ooII 22.10.1672 Anna Rosina Grundmann,
Martin Wolfgang, * 29.9.1621
Maria Elisabeth, * 25.10.1623
Elisabeth, * 9.10.1625
Friedrich Ulrich, * 13.5.1628,
Q 114, S. 371:
�bersetzung des lateinischen Textes aus dem Epitaph der Anna Margaretha Engelbrecht geb. Stisser in der Hauptkirche Wolfenb�ttel. Sie starb am 3. November 1629
"Stehe ein wenig still/ so Du Zeit hast/ o Fremdling/ und vernimm etwas rares zu dieser Zeit/ das Verh�ltni� der weiblichen Treue. Margareta/ von einem Vater/ dem Hochansehnlichen D. Kilian Stissern/ Cantzlern des Ertz-Bischhofs zu Magdeburg/ und der Mutter/ Margarete Heils/ im Jahre 1595 den 31 May gebohren/ ist wegen ihrer beywohnenden Fr�mmigkeit/ GOTT ergebenen Hertzens/ williger Ehrbietigkeit gegen die Eltern/ Tugendvoller Sitten/ haupts�chlich dieser Gaben halber zur Ehegenossin gesucht und erlanget worden von dem CantzlerD. Arnold Engelbrecht/ einen an Tugend und Gelehrsamkeit hoch begabten Manne/ im Jahre 1612, den 6.Mart. Hat aus solcher Ehe 6 S�hne und 4 T�chter erzeuget/ auch in Willf�hrigkeit und Treue gegen ihren Mann/ in Liebe und Flei� gegen die Kinder/ in Sorgfalt und Zucht gegen ihr Haus-Gesinde es allen ihren Standes gleich und den meisten zuvor gethan. Wie aber ihr Ehe-Herr am Kayserlichen Hofe mit aller Klugheit/ Flei�, Geschicklichkeit und Treue den Verfall des gemeinen Wesens zu verbessern suchte/ hat sie das Verlangen nach ihm nicht l�nger ertragen k�nnen/ daher sich eine Gem�ths-Krankheit zugezogen und daran/ ihr zwar GOTT zur rechten Zeit/ allein dem Manne und 6 hinterlassenen Kindern/ leyder! Allzu fr�he an 1629, den 3. Nov. Den Geist aufgegeben; diesen den G�ttlichen Ursprung wieder geliefert/ den entseelten Leib aber hier nieder gelegt/ so dann ein gl�ckliches aus ehelicher Liebe herr�hrendes Ende und ewiges Lob der Treue gefunden/ nach dem sie gelebet 35 Jahr/ 6 Monate/ 4 Tage. Dies Fremdling! Habe ich gewollt: dass es dir nicht unbekannt sey. Gehe nun hin/ und w�nsche gutes der wohlverdienten Cantzlerin."
Quelle: Woltereck, Christoph: Chronicon der Stadt und Vestung Wolffenb�ttel, Helmstedt 1741. Aufbewahrt im Staatsarchiv Wolfenb�ttel. Geburts- und Heiratsdatum werden von Woltereck in der �bersetzung falsch angegeben.