Hallo,
nachdem ich das Netz nach entsprechenden Foren zum Thema Geschichte der Pfalz abgesucht habe und nicht fündig wurde, hoffe ich auf Tips oder Fachleute aus dieser Liste.
Wir recherchieren gerade nach dem Ursprung über den Spitznamen unserer Dorfbewohner. Für´s LA Speyer ist keine Zeit. Wahrscheinlich findet man dort auch nichts.
Die Rumbacher nennt man Salztrippler oder Salzdippler. Angeblich, so erzählt die mündliche Überlieferung, soll der Name daher kommen, dass die Rumbacher "früher" in Holzschuhen und mit Kienholz beladen ins 20 km entfernte Wissembourg gelaufen sind, um das Holz gegen Salz einzutauschen. Alternativ sollen sie so geizig / arm gewesen sein, dass sie die Kartoffeln ins Salz gedippelt haben.
Nun ist eine Diskussion über das Jahrhundert entbrannt. Im 18. Jhdt. hat sicher keiner mehr in Weissenburg Salz eingekauft (eine Recherche im dortigen Archiv war bereits erfolglos). Es müsste also früher gewesen sein. Ab 1648 war das Dorf ausgestorben und wurde erst langsam wieder besiedelt. Also wäre es möglich, dass die Leute ab dieser Zeit sich Salz auswärts besorgen mussten. Sie waren außerdem fromm, sparsam und hatten bestimmt eine harte Zeit das Land wieder zu besiedeln. Welcher Marktplatz blieb um Handel zu betreiben ? Dahn wird nicht groß genug gewesen sein. Pirmasens war zu weit weg und wurde sowieso erst später gegründet. Bad Bergzabern vielleicht? Wie war es mit dem Zoll ?
Nun weiß natürlich keiner ob diese Geschichte überhaupt so stimmt und wir jemals mehr darüber herausfinden. Den Spitznamen gibt es aber tatsächlich schon lange und die Erfahrung hat mich gelehrt, dass es immer einen wahren Kern gibt.
Sollte sich jemand mit dieser Thematik auskennen oder Ideen haben, wo man suchen kann ..... wir sind für jeden Tip dankbar.
Gruß aus Rumbach,
Andrea Kindelberger
www.kindelberger.de
www.rumbacher-salztrippler.de
am Sonntag als Gruppe 74 auf dem Umzug in Baumholder