Friedrich Windeck schreibt:
Ein erster Blick zeigt ein eigenständiges Wappen ohne Bezug zu einem
Lehnsherren. Aber es fällt der bzw. die drei Schlüssel auf! In der Chronik
steht "Kastellan der drei Burgen Liebenau/Schwarzwaldau,
Vogelsang/Konradswaldau und Gleisberg/Weißstein"; ein Kastellan hat die
Schlüsselgewalt für seinen Herrn und wird vermutlich den Schlüssel im Wappen
führen, da er nun über drei Burgen gebietet, hat er dies in seinem Wappen
stolz kundgetan. Aber bitte mit Vorbehalt zu genießen; es sprang mir nur
beim Lesen förmlich entgegen. Eine ganze Reihe von Wappen sind so
entstanden! <
Hallo Friedrich,
vielen Dank für Deinen Hinweis. Gerade die Schlüssel im Wappen deuten doch
m.E. auf Ministerialen (Beamte) hin.
Witigo 'von Rodov' (Grossvater des Heincze Behem) kam in der ersten Hälfte des
14.Jh. mit seinem Sohn Witche vom Königsgrätzer Kreis (Böhmen) als Kastellan
(königl. Burgverwalter) ins Waldenburger Bergland. Den Zusatznamen Beheim
(Böhme) erhielten sie erst in Schlesien, vielleicht als Spitzname. Etwa zur
gleichen Zeit gab es im Königsgrätzer Kreis ebenfalls ein Kastellan in Rotenburg
(Böhmen) mit dem Namen 'Rodovsky' (tschechische Schreibweise für 'von Rodov').
Mein Ziel ist herauszufinden, ob hier eventuell eine Querverbindung besteht. Man
müsste dazu wohl erst das Wappen der RODOVSKY finden.
Meine Frage:
Kann man durch Wappenvergleiche auf (familiäre) Querverbindungen hindeuten?
Herzliche Grüsse aus Upstate New York,
Guenter Boehm (*1939 Friedland, Kreis Waldenburg in Schlesien)