FN_Warendorp_Lübeck

Hallo Krafft,

ich hab mir nochmal Gedanken gemacht: Gibts nicht zwischen dem Oldenburg in Niedersachsen und Oldenburg in Holstein auch eine Verbindung?
Ich hab irgendwann mal irgendwas über die "ersten schauenburgischen Grafen von Holstein und Storm" gelesen, glaube ich...im Schleswiger Dom ist nämlich eine Glasmalerei mit dem Wappen der Herzöge von Schleswig und Holstein und darauf sind auch die Wappen der Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst zu sehen.
Als ich das gesehen habe, hab ich mich nämlich auch gefragt, warum das so ist und dann was darüber gelesen...ist aber leider schon ein paar Jährchen her,...
Verbindungen zwischen Niedersachsen und Holstein hats wohl gegeben, also würde ich eine Verbindung zwischen Lübeck und Warendorf nicht ausschließen.

Sind nur Überlegeungen von mir, nix ist bewiesen und ich hab auch keine große Ahnung zu dem Thema. Ich wollte nur meinen Senf als möglichen Denkanstoß dazugeben!
Aber halt mich ruhig auf dem Laufenden, was deine Forschungen angeht.Ich finds interessant!
Herzlichen Gruß, Telse

Hallo Sabine,

Gibts nicht zwischen dem Oldenburg in Niedersachsen und Oldenburg in

Holstein auch eine Verbindung?

Eine berechtigte Frage, die aber mittels der Genealogie der Adligen Häuser
sicherlich nachvollziehbar ist.

Sind nur Überlegeungen von mir, ...

Die Überlegungen sind berechtigt. Bevor ich der Glasmalerei im Dom zu
Schleswig ein größeres Gewicht beimessen würde, waäre zu klären, wann diese
Glasmalereien entstanden sind. Im Mittelalter oder im 19. jh. Ich weiß dass
der Dom zu Schleswig im letzten Drittel des 19. Jh. eine umfassende
Renovierung erhalten hat. Die damals übliche Vorgehensweise war auch
umfangreiche historisierende neue Glasmalereien zu installieren. Hier müßte
die Baugeschichte zum Dom in Schleswig erst einmal hinzugezogen werden,
bevor solchen Wappenbildern eine entscheidende Bedeutung zugebilligt wird.

Im Übrigen freue ich mich ganz ausserordentlich über die vielen Zuschriften
und Hinweise, das gestellte Thema betreffend. Ich bin neugierig, wie es
weitergeht.

Ich habe mich nun auch in der Adel-L angemeldet und werde die Frage auch
dort stellen.

Diese Frage ist eigentlich auch an die Lübecker Kollegen zu stellen, nur die
dortige Liste ist auch an eine Vereinsmitgliedschaft gebunden. Ich bin
inzwischen in drei genealogischen Vereinen Mitglied und habe ab Anfang des
19. Jh. Ahnen in ganz Europa. Da kann ich unmöglich in jedem regionalen
Verein Mitglied werden.

Grüße

Krafft-Aretin

Hallo Sabine,

als Ergänzung zu vorheriger Mail habe ich zur Baugeschichte des Doms in
Schleswig Einiges in Erfahrung bringen können (Reclams Kunstführer zu
Schleswig Holstein, 1971), nachfolgend nur in Stichworten.

- wie bereits gesagt, grundlegende bauliche Neubau- und
Renovierungs-Maßnahmen zwischen 1888-94 durch den Berliner Architekten
Friedrich Adler unter gutachterlicher Beteiligung des Preußischen
Oberkonservator Reinhold Persius, über den ich z.Zt. arbeite, u.a. Neubau
des Westturmes, in neugotischem Stil.

- keine Erwähnung zu mitelalterlicher Glamalerei. Die erwähnte Glamalerei
wird also zu Ende des 1ß. Jh. entstanden sein.

- Zitat aus angegebener Literatur: "..., spricht die nordostwärts
ausgebreitete Vorherrschaft der Baukunst Westfalens im mittleren 13. Jh..."

- Also: Wo es intensive Baubeziehungen gab, gab es auch intensive allgemeine
Witschaftsbeziehungen und damit auch Bevölkerungswanderungen.

Vielen Dank für diesen Hinweis auf den Dom in Schleswig. Ich wäre nie ohne
diesen Anstoß auf die Idee gekommen, die Baugeschichte zum Dom in Schleswig,
den ich aus der Anschauung kenne, nochmals nachzulesen.

Grüße

Krafft-Aretin

Moin Krafft-Aretin,

<< Also: Wo es intensive Baubeziehungen gab, gab es auch intensive allgemeine Witschaftsbeziehungen und damit auch Bevölkerungswanderungen. >>

völlig richtig.

Ähnliche Schwierigkeiten habe ich mit der möglichen, von einigen Seiten durchaus als richtig behaupteten Herkunft meiner mecklenburgischen VOGELSANG (in Mecklenburg seit ca. 1700) aus Westfalen bzw. den Niederlanden, ebenso der möglichen Herkunft meines (Hamburg-)Alsterdorfer Bauerngeschlechts ELLERBROCK (in Alsterdorf ansässig seit mindestens etwa 1400) aus Westfalen. Ein konkreter Nachweis dieser Vermutungen war jedoch bislang in beiden Fällen nicht möglich, denn: Wo mit der Suche anfangen?

Was Lübeck betrifft, so habe ich ab ca. 1130 zahlreiche Lüneburger Patrizierfamilien unter meinen Ahnen, die sich später geschäftlich und familiär nach Hamburg, Lübeck, Bremen und Rostock ausdehnten, woraus für mich weitere, noch nicht erforschte Ahnenlinien in diesen Hansestädten resultieren.

Viele Grüße,
Jürgen