FN GRÜTZMACHER (Herkunft)

Hallo Gaby,
in dem Buch "Familiennamen in Ostfalen" von
Rudolf Zoder, 1968 Georg Olms Verlagsbuch-
handlung Hildesheim steht u.a.:
- Grütz(e)macher, Berufsname (BN) mittelnieder-
deutsch (mnd) grüt(te)maker m. (männl.) = Grützemacher. Um 1940 kam der Name 2x in
Braunschweig, 4x in Hannover, 9x in Halberstadt
und 20x Magdeburg vor.
Es werden folgende Namen genannt:
- Johannes Gruttemekere ( 1294 Bürger in Han-
nover Altstadt), Cunrat Gruttenmekere (1325 Ur-
kundenbuch des Hochstifts Halberstadt), Katheri-
ne, Hans Gruttemekers muder (1396 Bürger in
Burg b. Magdeburg) und viele andere mehr.
Erste hochdeutsche (hd) Formen: Hans Grutze-
mecher (1450 Bürger in Halle), Baltasar Grütz-
macher ( 1547 Bürger in Halberstadt), Hans und
Joachim Grützenmacher (1610 Bürger in Wegeleben) und viele andere mehr.
Prof. Dr. Konrad Kunze schreibt im dtv-Atlas
"Namenkunde" in Jahr 1998 u.a.:
Ca. 450 versch. Zusammensetzungen mit
- macher, - maker, - mecher,haben das ältere - werkerweitgehend verdrängt. Bei Grützmacher
zieht er eine Dialektgrenze um das Jahr 1940
von Koblenz über Kassel, Leipzig, Dresden südlich Oppeln und weiter nach Osten. Nördlich
dieser Linie sind die - macher (wie Grützmacher)
und südlich die - er (wie Wagner, also nicht Wa-
genmacher, Wurst(l)er, also nicht Wurstmacher usw.
Aus den o.a. Ausführungen ergibt sich die
Beantwortung Deiner Fragen: Zu 1. Nein,
zu 2. Nein und zu 3. Ja
MfG
Ralf Zersch aus Soltau

Hallo und guten Abend, Ralf.

Ich danke dir sehr f�r diese ausf�hrlichen Erkl�rungen. Du hast mir damit sehr weiter geholfen.

Einen sch�nen Abend w�nscht dir

Gaby