Fluchtweg aus Breslau

Januar 1945 gemeinsam mit ihrer Mutter Anna KORDITZKE und sechs Kindern auf Anordnung des Gauleiters Hanke zu Fu� aus Breslau

Guten Abend Herr Sandeck und interessierte Listenteilnehmer,

also ich dachte immer den Bewohnern von Breslau sei unter Strafandrohung verboten worden zu fliehen und Breslau soll eine Festung gewesen sein.
Der Gauleiter HANKE soll sich dann in vorletzter Minute glorreich abgesetzt und die Bev�lkerung ihrem Schicksal �berlassen haben.

Wie war das denn nun genau?

MfG
Ursula Christoph

Hallo Frau Ursula Christoph:

Januar 1945 gemeinsam mit ihrer Mutter Anna KORDITZKE und sechs Kindern auf Anordnung des Gauleiters Hanke zu Fu� aus Breslau

also ich dachte immer den Bewohnern von Breslau sei unter Strafandrohung verboten worden zu fliehen und Breslau soll eine Festung gewesen sein.
Der Gauleiter HANKE soll sich dann in vorletzter Minute glorreich abgesetzt und die Bev�lkerung ihrem Schicksal �berlassen haben.

Wie war das denn nun genau?

Es ist richtig, Anfang Januar 1945 war es von den Nazis unter hoher Strafe verboten,
vor den Russen zu fliehen.
Aber Breslau sollte als Festung gehalten werden. Nur deshalb wollte die
Partei pl�tzlich die Frauen, Kranken, Alten und Kinder als Esser in der bald eingeschlossenen
Festung los werden. Also kam in allerletzter Minute der Befehl, sofort Breslau zu
verlassen. Es wurde sogar reichlich Druck ausge�bt, um die Menschen aus der Stadt zu
treiben, was die bei minus 20�C nur ungern taten. Da damals Eisenbahnz�ge nicht
mehr durchkamen bzw. f�r die Wehrmacht gebraucht wurden, mussten die armen
Menschen auf die Stra�e und zu Fu� bis Kanth. Viele erfroren, besonders viele kleine
Kinder starben/erfroren und wurden nur im Stra�engraben abgelegt. Dieser Trauerzug
war ein Fiasko!

MfG
Claus (Christoph)