Hallo Liste(n),
ich wei�, dass meine Urgro�eltern Leufert um den 12. April 1945 aus
K�nigsberg (i.Pr.) geflohen sind und die Flucht �berlebt haben. Leider habe
ich �berhaupt keine Ahnung wo sie nach der Flucht verblieben sind.
Das letzte Lebenszeichen nach der Flucht stammt aus dem Jahr 1952.
Das Krankenbuchlager und die Wehrmachtsforsch.stelle habe ich erfolglos
kontaktiert.
Wer kann helfen? Wie verliefen die Fluchtwege im April 1945 aus K�nigsberg?
Wohin floh man zu diesem Zeitpunkt?
MfG
Michael aus Westfalen
Michael,
ganz kurz ein paar Bemerkungen: Der letzte Kommandant der Festung
Koenigsberg, General Otto Lasch, kapituliert am 9. April 1945. Damit gelangt
Koenigsberg fest in die Hand der Roten Armee. Zu diesem Zeitpunkt leben noch
etwa 130.000 Einwohner und Soldaten in der Stadt. Mit der Kapitulation wird
fuer sie auch die letzte bis dahin bestehende Fluchtmoeglichkeit nach Pillau
und uebers Haff abgeschnitten.
Nun laesst sich keine Stadt von der Groesse Koenigsberg zu 100 % abriegeln.
Wer alles auf eine Karte setzte, fand vielleicht mit Glueck noch einen
Durchschlupf (und dann vermutlich uebers Haff). Wenn das Fluchtdatum 12.
April stimmt, ist dies sogar vorstellbar, denn es ist der letzte Tag der von
der Fuehrung der Roten Armee erlaubten Brandschatzung und Pluenderung.
Dieser moerderische Wahnwitz machte sicherlich moeglich: (1) das
Zusammenraffen der letzten Kraefte fuer eine individuelle Flucht und (2) die
besseren Chancen fuer ein Entkommen, da die Rotarmisteen trunken und
marodierend wohl kaum besonders wachsam waren.
Leider laesst sich mit diesem Wissen um die Geschehnisse des 12. April kein
Hinweis fuer die genauen Fluchtwege ableiten.
Gruss
Rainer
Karin and Dr. Rainer Ibowski
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